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Nordmanntanne • Abies nordmanniana

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Nordmanntanne kaufen Allgemeines über die Nordmanntanne... mehr
Produktinformationen "Nordmanntanne • Abies nordmanniana"

Nordmanntanne kaufen

 

Allgemeines über die Nordmanntanne

Hört man in Deutschland den Namen „Nordmanntanne“ werden die meisten Menschen wahrscheinlich zunächst an einen hübsch geschmückten Christbaum im Winter denken. Kein Wunder, denn in über 80 Prozent der deutschen Haushalte findet sich zu Weihnachten eine Nordmanntanne. Das liegt in erster Linie daran, dass die Nordmanntanne, die auch als Kaukasus-Tanne bekannt ist, mit einer langen Haltbarkeit und sehr weichen Nadeln überzeugt. Gerade wenn man einen Haushalt mit Kindern führt, ist die Nordmanntanne daher die ideale Wahl als Weihnachtsbaum, weil sich die Kleinen dank der weichen Nadeln nicht verletzten können. Wer sich nicht nur an Weihnachten, sondern das ganze Jahr über an der Schönheit des immergrünen Nadelbaums erfreuen möchte, der sollte seinen Garten mit einer oder mehreren Nordmanntannen ausstatten.

Die lateinische Bezeichnung des Baumes lautet „Abies nordmanniana“, wobei der Begriff „Abies“ die Zugehörigkeit des Baumes zu den Tannengewächsen ausdrückt. Als Mitglied dieser Gattung gehört sie in die Familie der Kieferngewächse.
Die Nordmanntanne verdankt ihren Namen dem finnischen Biologen Alexander von Nordmann, der den Baum 1835 entdeckt hatte. In den Bergen des heutigen Georgiens wurde die Aufmerksamkeit des Biologen durch einen kräftigen Nadelbaum erregt, der mit seinen dichten Zweigen und tiefgrünen Nadeln auffallenden Eindruck machte. Bis die Nordmanntanne allerdings zum beliebten Christbaum in deutschen Haushalten wurde, vergingen über 100 Jahre. Erst Ende der 1980er Jahre schaffe es die immergrüne Tanne, die Rotfichte und die Blaufichte aus den deutschen Wohnungen zu verdrängen.
Rund 85 Prozent der verkauften Christbäume stammen aus Deutschland, wobei diese Zahl stetig steigt. Allein im Jahr 2013 wurden 30 Millionen Nordmanntannen aus Deutschland verkauft.

Herkunft

Obwohl die Nordmanntanne im westlichen Kaukasus in Georgien und in Russland, aber auch in der Türkei und Aserbaidschan heimisch ist, wird die Tanne zunehmen in Deutschland angebaut. Besonders beliebt ist die Nordmanntann in Mischwäldern, weil sie mit ihrem kräftigen Wuchs und dem tiefgreifendem Wurzelsystem die Wälder sturmfester macht.

Wuchshöhe und -breite
Die kräftigen Tannen erreichen in Wäldern eine Wuchshöhe von 40 bis 60 Metern, wobei die Baumkrone in geschlossenen Beständen etwa bis zur Hälfte der Baumhöhe reicht. Handelt es sich um Einzelbäume in Parks oder Gärten, erfreuen Nordmanntannen mit einer pyramidenförmigen Baumkrone, die bis zum Boden hin reicht. Der Stamm kann bei ausgewachsenen Bäumen einen Durchmesser von zwei Meter erreichen.
Um am Weihnachtsfest mit einer Nordmanntanne ausgestattet zu sein, die die typische Höhe von zwei Metern erreicht hat, braucht es etwa zehn Jahre Zeit.

Nadeln, Zapfen und Farbgebung

Beliebt ist die Nordmanntanne an Weihnachten insbesondere aufgrund ihrer weichen Nadeln. Diese erreichen meist eine Länge von 1 bis 3 cm und verzaubern auf ihrer Oberseite mit einem satten Dunkelgrün. Typische Weihnachtsdekorationen besitzen aus diesem Grund die Farbkombination Dunkelgrün und Rot, die häufig noch durch ein elegantes Gold ergänzt wird. An der Unterseite sind die Nadeln dagegen hellgrün und besitzen zwei markante Stomastreifen. Wird der Baum nicht gefällt, so behält er für sechs bis sieben Jahre seine Nadeln, ehe sie abfallen. Darüber hinaus finden sich jährlich an den Triebspitzen der Nordmanntann neue eiförmige Knospen, die meist harzfrei sind und den Baum sowohl in die Höhe als auch in die Breite wachsen lassen. Da die Knospen heller sind als der Rest der Zweige, lässt sich sehr gut erkennen, um wie viele Zentimeter die Tanne im vergangenen Jahr gewachsen ist.
Nach der Blütezeit im Mai entwickelt die Nordmanntanne 10 bis 20 Millimeter lange, männliche Blütenzapfen aus, die häufig eine rötlich-braune oder rötlich gelbe Färbung besitzen. Während die männlichen Zapfen vorwiegend im unteren Kronenbereich zu finden sind, befinden sich weiter oben die weiblichen Blütenzapfen, die zuerst grünlich, später gelblich oder gar rötlich gefärbt sind. Die Zapfen besitzen in der Regel eine Länge zwischen 8 und 16 cm und eine Durchmesser von 3 bis 5 cm. Nach der Reifezeit von September bis Oktober bilden die Zapfen 1 cm große Samen aus, die über violette oder braune Flügel verfügen. Landen die Samen im Boden, so beträgt die Keimfähigkeit zwischen 45 und 50 Prozent.
Neben Nadeln, Knospen, Ästen und Zapfen besteht die Abies nordmanniana natürlich auch noch aus einem kräftigen Stamm, der von einer glatten Borke umgeben wird. Während die Borke im oberen Bereich des Stammes eher hellgrau gefärbt ist, weist sie in der unteren Stammbasis eine dunkelgraue Verfärbung auf und ist deutlich dicker. Das Holz der Nordmanntanne ist sehr weich und äußerst biegefest, weswegen es für Möbel-Industrie eher uninteressant ist. Allerdings lassen sich aus dem witterungsbeständigen Holz sehr gut Gartenzäune fertigen. Zudem wird das Holz der Tanne gerne genutzt, um Papier und Zellstoff herzustellen. Überdies verfügt die Nordmanntanne über extrem tiefreichende Wurzeln, die ihr große Sturmfestigkeit verleihen.

Mythologie und Baumsymbolik

Nach dieser ausführlichen botanischen Beschreibung wird es Zeit für einen Ausflug in die Mythologie und Baumsymbolik. Da die Nordmanntanne erst im 19. Jahrhundert entdeckt worden ist, lässt sich über die konkrete Bedeutung des Baumes bei früheren Völkern leider nichts sagen. Die Tanne allgemein genoss bei den Germanen allerdings eine sehr positive Bedeutung. Die Tanne galt als Symbol von Stäke und Erhabenheit. Ihr wurde zudem ewige Lebenskraft zugesprochen. Die Zapfenform sorgte außerdem dafür, dass die Tanne als Symbol für Fruchtbarkeit galt. Die berühmte Heilkräuter-Pionierin Hildegard von Bingen war überdies der Meinung, dass Tannen vor bösen Geistern beschützen können. Ähnliche Vorstellungen hatten Naturreligionen von Tannen: Die Zweige der Tannen symbolisierten angeblich den Sieg des Lichts über die Dunkelheit.
Wie zahlreiche andere Bäume findet sich auch die Tanne im keltischen Baumhoroskop wieder. Dieses Baumhoroskop lässt sich mit den heutigen europäischen oder chinesischen Sternzeichen vergleichen: Je nachdem zu welchem Zeitpunkt man im Jahr geboren ist, gehört man einer bestimmten Personengruppe an, die gemeinsame Charakterzüge besitzen. Nach dem keltischen Baumhoroskop gelten alle Menschen, die zwischen dem 02. Januar dem 11. Januar oder zwischen dem 05. und dem 14. Juli geboren worden sind, als Tanne. Bei diesen Personen handelt es sich um besonders gefühlsbetonte, sensible Menschen, die allerdings durchaus mit Kraft und Stärke zu beeindrucken wissen. Tannen gelten als Allround-Talente im künstlerischen Bereich und finden hier oftmals ihre eigentliche Bestimmung. Allerdings fokussieren sie sich gerne auf negative Aspekte, die bei anderen Menschen keine Beachtung finden. Als Folge davon bauen Tannen gerne emotionale Schutzmauern auf, die sie nur ablegen, wenn sie ein lohnenswertes Lebensziel gefunden haben. Positiv fallen Tannen dagegen durch ihre sensible Seite auf, mit der es ihnen sehr gut möglich ist, sich in anderen Menschen hineinversetzen zu können.

Übrigens findet sich die Tanne in zahlreichen Städte- oder Gemeindewappen wieder. In diesem Fall soll sie Stärke und Beständigkeit präsentieren. Denn selbst bei starken Minustemperaturen und eisiger Kälte, wenn alles in der Natur sein Leben lässt, behalten Tannen ihre grünen Nadeln und büßen nichts von ihrer Schönheit ein.

Das ist auch der Hauptgrund, weswegen die Nordmanntanne ein sehr beliebter Parkbaum ist. Gerade als alleinstehender Baum besitzt die Tanne eine beeindruckende, tiefgrüne Baumkrone, die bis zum Boden reicht. Auch private Gärten können mit der Tanne ausgestattet werden, allerdings sollte man dabei nicht vergessen, dass der Baum nach mehreren Jahren eine beachtliche Höhe erreichen wird. Zusätzlich dürfen die zahlreichen Christbaum-Plantagen nicht vergessen werden, die sowohl in Deutschland als auch in anderen Ländern angelegt werden. 

 

Nordmanntanne Allergie

Wer liebt ihn nicht, den intensiven Duft des Christbaums in der Weihnachtszeit. Doch nicht alle Menschen reagieren mit Freude darauf, wenn sie einer Tanne in der Wohnung begegnen. Selbst wenn eine Tannenbaum-Allergie extrem selten ist, kann sie vorkommen. Die Reaktionen werden meist durch Kontakt mit dem ätherischen Öl des Baumes oder mit dem Harz ausgelöst. Aber die die Pollen können in der Blütezeit der Nordmanntanne für unangenehme Symptome sorgen. Bevor die Symptome einer Tannenallergie deutlich werden, vergeht einige Zeit. Das körpereigene Immunsystem muss die jeweiligen Allergene (Pollen, Harz, Öle) zunächst als Angreifer erkennen, bevor eine Reaktion eintritt. Meist leiden Allergiker zwischen Mai und Juni aufgrund des Pollenflugs unter laufender Nase, juckenden Schleimhäuten in der Nase, brennenden Augen und Hautreizungen.
Wer dagegen auf das ätherische Öl der Tanne allergisch reagiert, verspürt bei Kontakt mit dem Öl Hautreizungen. Ähnliche Symptome zeigen sich, wenn der Betroffene empfindlich auf das Harz der Tanne reagiert und mit diesem in Kontakt kommt. In den meisten Fällen hilft es bereits, den Raum sehr gut durchzulüften und Hautkontakt mit der Nordmanntanne zu vermeiden. Sollten die Symptome allerdings ausgeprägter sein, ist es sinnvoll einen Arzt aufzusuchen. Dieser wird anhand eines Allergietests gezielt herausfinden, ob es sich tatsächlich um eine Tannenallergie handelt oder ob man vielleicht allergisch auf Pflanzenschutzmittel oder Insektizide reagiert.

 

Nordmanntanne pflanzen

Wer sich entscheidet, seinen Garten oder Park mit einer Nordmanntanne zu bereichern, der sollte sich im Klaren sein, dass der immergrüne Baum jede Menge Platz benötigt. Ein kleiner Hausgarten eignet sich daher eher weniger für die mächtige Tanne. Bei der Pflanzung kann man sich zwischen Topf- und Wurzelware entscheiden.

Der Vorteil von Topfwaren ist die sehr gute Durchwurzelung der Pflanze in der Erde. Wer Nordmanntannen als Topfware verpflanzt, erhöht die Chance, dass die Bäumchen nach dem Verpflanzen wachsen und gedeihen. Zudem hat man hier die Möglichkeit, mit der Verpflanzung ein wenig zu warten. Da die Pflanzen dank ausgebildeter Wurzeln und hochwertiger Erde sich mit ausreichend Nährstoffen versorgen können, kann man die gekauften Nordmanntannen auch einige Zeit im Topf aufbewahren und pflegen, bevor man sie verpflanzt. Topfware kann das ganze Jahr über eingepflanzt werden, allerdings eignen sich der Herbst oder Frühling am besten.

Nordmanntannen als Wurzelware sind dagegen günstiger, weil es sich hier um wurzelnackte Pflanzen handelt, die ohne Erdballen oder Topf verschickt werden. Wer beim Verpflanzen der Bäume auf ein paar wenige Dinge Acht gibt, wird ebenso mit der Wurzelware sehr gute Ergebnisse verzeichnen können.
Wichtig ist beispielsweise der Zeitpunkt der Verpflanzung. Ideal sind Zeitpunkte im Herbst oder Frühling. Wurzelnackte Pflanzen lassen sich beispielsweise besonders gut Anfang November oder Mitte April verpflanzen. Der Boden darf nicht gefroren sein und die Temperaturen in den darauffolgenden Tagen müssen deutlich über dem Gefrierpunkt liegen, damit sich die Wurzeln im Erdreich verfestigen können.

Es empfiehlt sich, die Wurzeln um etwa ein Drittel mit einer Rosenschere einzukürzen. Auf diese Weise sorgt man dafür, dass die Nährstoffaufnahme verbessert wird. An den Schnittstellen werden später zahlreiche neue Wurzeln entstehen, die die Nährstoffe aus dem Boden besser aufnehmen.
Das Erdloch sollte so groß gewählt werden, dass der Wurzelballen problemlos Platz findet. Als Faustregel gilt hier, dass das Loch doppelt so groß wie der Wurzelballen sein sollte. Zudem sollte der Boden des Lochs gut aufgelockert werden, so haben es die Wurzeln einfacher, ihren Weg in das Erdreich zu finden. Um die Nordmanntanne noch ein bisschen zu stärken, lohnt es sich, speziellen Tannendünger zu kaufen. Dieser wird in das ausgegrabene Erdloch gegeben. Später wird dieser der Pflanze direkt über die umliegende Erde verabreicht, bevor man die eingepflanzte Tanne gründlich gießt.
Vor dem Einsetzen sollte der Wurzelballen gründlich gewässert werden. Befindet sich das Bäumchen in dem ausgehobenen Loch, so wird dieses mit Erde aufgefüllt und gut festgetreten. Anschließend wird die Nordmanntanne ausreichend gegossen.

Gerade in den ersten Jahren nach der Verpflanzung sind Nordmanntannen sehr empfindlich und müssen sorgsam gepflegt werden. Die kleinen Bäumchen mögen weder Frost noch zu starke Sonneneinstrahlung. Im Winter sollten die Tannen daher abgedeckt werden, um durch die eisigen Temperaturen keinen Schaden zu nehmen.
Zudem ist es wichtig, dass die „Abies nordmanniana“ ausreichend Wasser erhält und regelmäßig von Hand gegossen wird. Verfärben sich die Nadeln des Baumes im Sommer, so deutet das auf einen Wassermangel hin. Erst wenn die Bäume alt genug sind und über tiefgehende Wurzeln verfügen, sind sie in der Lage, sich selbst mit Wasser zu versorgen. Bis dahin muss man selbst dafür Sorgen tragen, dass die Bäume ausreichend Wasser erhalten. Doch die Geduld, die Besitzer von Nordmanntannen mit den Bäumen aufbringen müssen, wird später belohnt: Je älter die Nordmanntanne ist, desto unempfindlicher wird sie.

Wer mehrere Nordmanntannen pflanzen möchte, der sollte einen Mindestabstand von 1,20 Meter einhalten. Nur so haben die Bäume ausreichend Platz und können sich frei entfalten. Je nach Größe der Nordmanntanne empfiehlt sich die Verwendung eines Stützpfahls. An diesem wird der junge Baum locker mit einer Schnur befestigt. Damit das Einwachsen des Pfahls verhindert wird, sollte die Schnur hin und wieder gelockert oder neu gesetzt werden.

Viele Gärtnereien und Baumschulen bieten zu Weihnachten kleine Nordmanntannen im Topf an. Zahlreiche Käufer gehen davon aus, dass man die Bäumchen nach Weihnachten in den Garten verpflanzen kann, was allerdings nur selten zu Erfolg führt. Die Bäume befinden sich nur deswegen im Topf, um bis über die Weihnachtsfeiertage die Nadeln zu behalten. Um in den Topf zu passen, werden die Wurzelballen in der Regel so stark eingeschnitten, dass die lebensnotwendige Pfahlwurzel entfernt wird. Wird das Bäumchen nun in die Erde verpflanzt, so ist die Tanne nicht mehr in der Lage, sich mit Nährstoffen zu versorgen und wird sterben. Deswegen ist es sinnvoller, sich mit geeigneter Topf- oder Wurzelware zu versorgen. Die Chance, dass die eingepflanzten Bäume wachsen und gedeihen ist in diesem Fall deutlich höher.

 

Standort und Pflege der Nordmanntanne

Die Tanne bevorzugt kühl-humides Klima, wie man es in Höhenlagen zwischen 900 und 2.100 Metern findet. Handelt es sich um Einzelbäume, genügt bereits eine Höhenlage von rund 400 Metern. Besonders gut eignen sich Nordhänge, es gibt aber auch Nordmanntannen, die unter Sonneneinstrahlung sehr gut wachsen.
Insgesamt ist ein halbschattiger bis schattiger Standort jedoch besser geeignet, damit die Nordmanntann wächst und gedeiht. Pralle, heiße Sonne sollte besser vermieden werden. Zudem benötigt die Nordmanntanne hohe Luftfeuchtigkeit und ist empfindlich gegenüber Luftverschmutzungen.
Wer auf die richtige Pflege des Baumes achtet, der kann mit einem Baum belohnt werden, der bis zu 500 Jahre alt wird. Hierfür sollte man die Tanne einmal im Jahr mit einem speziellen Koniferen-Langzeitdünger versorgen, sodass der Baum zusätzliche Nährstoffe erhält.

Nordmanntanne schneiden
Weil die Tanne jedes Jahr ein wenig in die Höhe und Breite wächst und dadurch an Form verliert, muss sie natürlich hin und wieder geschnitten werden. Gerade wenn die Bäume als Christbäume zu Weihnachten in der Wohnung landen, müssen sie durch geraden Wuchs und eine dichte Baumkrone beeindrucken. Allerdings belastet das Schneiden die jungen Tannen ebenfalls. Deswegen ist es in den ersten Jahren sinnvoll, die Tanne ohne Schnitt wachsen zu lassen. So schafft es der Baum am besten, gleichmäßig zu wachsen. Nachdem die ersten beiden Jahre überhaupt nicht geschnitten wird, kann man danach damit beginnen, altes Holz zu entfernen, das nicht mehr austreibt. Dabei sollte man aber unbedingt darauf achten, dass der Baum mindestens drei Jahre alt ist. Optimaler Zeitpunkt für den Schnitt ist nach der Blüte, also ungefähr im Juni oder Anfang Juli. Um den Baum nicht zu stark zu belasten, ist es am sinnvollsten, nur kranke, tote und erfrorene Triebe zu entfernen.

 

Nordmanntanne vermehren

Um Nordmanntannen gewinnbringend zu vermehren, gibt es sogenannte Zapfenpflücker in Russland und Georgien, die in die Kronen der Bäume klettern und die weiblichen Zapfen pflücken. Allerdings werden die Bäume in den genannten Ländern immer stärker eingeschlagen, sodass es immer schwieriger für die Zapfenpflücker wird, geeignete Bäume zu finden.

Um einen Garten, Park oder Wald mit weiteren Nordmanntannen auszustatten, muss man nicht zwingend weitere Topf- oder Wurzelware kaufen. Die Abies nordmanniana lässt sich sehr gut durch Aussaat vermehren, allerdings muss man hierbei ebenso ein paar Besonderheiten achten.
Im Idealfall verwendet man Samen von Tannen, die aus dem Kaukasus stammen, da dieser der Ursprungsort der Bäume ist. Jedoch lassen sich mit ein bisschen mehr Sorgfalt auch Samen von europäischen Plantagen zur Vermehrung nutzen. Bis aus dem Samen eine anschauliche Tanne von beachtlichen 2 m Höhe wird, dauert es in der Regel 10 bis 12 Jahre. Wer also seinen Nordmanntannenbestand durch Sämlinge vermehren möchte, braucht ein bisschen Geduld. Zudem müssen Hobbygärtner auf ausreichende Dünung und Wasserversorgung achten.

Doch bevor der Samen überhaupt keimt und zu einem kleinen Bäumchen heranwächst, muss er folgendermaßen behandelt werden: Im Herbst sind die Samen soweit ausgereift, dass sie zur Vermehrung genutzt werden können. Sie werden aus den gepflückten Tannenzapfen entnommen und anschließend in Wasser eingelegt. Die Samen, die nach ein bis zwei Tagen absingen, sind für die Pflanzung geeignet. Die Samen, die weiterhin auf der Wasseroberfläche schwimmen, sind leider nicht pflanzbar.
Anschließend werden die Samen aus dem Wasser entnommen und für weitere ein bis zwei Tage ins Tiefkühlfach gelegt. Danach folgen acht bis zehn Tage im Kühlschrank. Diese Prozedur ist notwendig, da es sich bei den Samen der Nordmanntanne um sogenannte Kaltkeimer handelt. Die Samen keimen in diesem Fall nur, wenn bestimmte Temperaturen für einen längeren Zeitraum unterschritten werden.
Die Samen sind jetzt bereit, um direkt ins Freiland eingepflanzt zu werden. Sinnvoller ist es allerdings, ein Anzuchtgefäß zu nutzen. Gerade weil es eine Weile dauert, bis sich die Sämlinge zeigen, fallen Erfolge in einem Gefäß schneller und deutlicher auf. Dieses Gefäß wird mit humosem Substrat befüllt und mit Sand durchmischt. Danach werden die Samen in das Substrat gelegt und anschließend mit Erde bedeckt. Die Samen sollten so gegossen werden, dass die Erde gleichmäßig feucht, aber nicht zu nass ist. Sobald die Erde zu trocken erscheint, muss sie erneut mit Wasser versorgt werden.
Sind die Sämlinge nach einiger Zeit groß genug, um heil aus dem Topf entnommen zu werden, können sie einfach an den gewünschten Platz im Freien umgesetzt werden. Jetzt benötigen die Jungpflanzen allerdings noch mehr Pflege. Ein Zuviel an Sonne schädigt die Sämlinge genauso wie Frost. Deswegen ist es wichtig, einen geeigneten Standort zu finden. Die beste Zeit, um die Sämlinge ins Freie zu verpflanzen ist übrigens der Herbst. Hier ist die Erde noch voller Nähr- und Vitalstoffe, sodass die Bäumchen mit allen lebensnotwendigen Stoffen versorgt sind.

 

Krankheiten und Schädlinge 

Die anstrengendste Phase für eine Nordmanntanne ist das junge Alter. Je weniger Lebensjahre der Baum verzeichnet, desto anfälliger ist er für Krankheiten, Schädlinge und Umwelteinflüsse.

Es gibt  eine Reihe verschiedener Schädlinge, die der Tanne gefährlich werden können.

Borkenkäfer und Tannentrieblaus

Am gefährlichsten sind hier der Borkenkäfer sowie die Tannentrieblaus. Beide Schädlinge finden sich überwiegend an sonnigen Standorten, womit ein weiteres Argument gegen einen sonnigen Platz zum Einpflanzen der Bäume spricht. Borkenkäfer nisten sich zwar vorzugsweise in kranke Bäume ein, doch bei einer Massenpopulation der Käfer greifen diese unter Umständen auf gesunde Bäume zurück. Sie beschädigen – wie der Name bereits vermuten lässt – die Borke der Nordmanntanne, um im Inneren des Holzes ihre Eier ablegen und brüten zu können. Sind die betroffenen Nordmanntannen noch jung, verfügen sie unter Umständen über zu wenig Kraft, um einen solchen Angriff zu überstehen. Um eine wachsende Population der Käfer zu vermeiden, ist es wichtig, abgestorbenes Holz zu entfernen und die Käfer durch künstliche Beregnung fern zu halten. Eine weitere Methode gegen die Schädlinge ist das Aufstellen von Fallen, die mit speziellen Lockstoffen arbeiten.

Der andere natürliche Feind der Nordmanntanne ist die Tannentrieblaus, die Wuchsdeformationen verursachen kann. Im schlimmsten Fall führt der Befall sogar für ein Absterben des Baumes. Wer die Tannentrieblaus auf einer seiner Bäume entdeckt, sollte schnell handeln. Als sehr gute Mittel haben sich beispielsweise systemisch wirkende Insektizide gezeigt. Ist der Baum noch nicht mehrere Meter hoch gewachsen, kann man die Schädlingsbekämpfung selbst vornehmen. Bei großen Bäumen sollte dagegen ein Fachmann um Hilfe gebeten werden. Zudem sollte man die Larven nicht vergessen, die in der Lage sind zu überwintern. Zur Bekämpfung eignen sich Mineralölpräparate sehr gut.

Pilzerkrankungen

Glücklicherweise gibt es keine parasitären Pilze, die sich auf die Nordmanntanne spezialisiert haben. Es kann aber trotzdem vorkommen, dass die Bäume unter bestimmten Pilzkrankheiten leiden. Häufig ist es beispielsweise der Pilz Hallimasch, der eigentlich als Speisepilz gilt. Hat etwa ein Wassermangel dafür gesorgt, dass die Tanne schwach ist und vielleicht kleine Risse in den Wurzeln besitzt, kann der Pilz leicht in den Baum eindringen. Er ernährt sich von den Nährstoffen des Baumes und wächst unter der Rinde bis hin zur Krone, während er nach und nach das Holz zersetzt. Auf diese Weise wird der Baum Stück für Stück zerstört, bis er schließlich abstirbt. Unglücklicherweise lässt sich der Pilz kaum bekämpfen. Chemische Bekämpfungsmittel gibt es nicht und weil der Pilz über feinste Wurzelrisse in das Innere des Baumes eindringt, ist eine mechanische Entfernung kaum möglich. Wichtig ist in jedem Fall den Schaden zu begrenzen und nicht befallene Bäume durch ausreichende Pflege und Versorgung zu schützen.

Wenn sich die Nordmanntannen an einem geeigneten Standort befinden, optimale Pflege genießen und keinen Extrembedingungen ausgesetzt sind, sind die Bäume nach wenigen Jahren stark genug, um Schädlinge oder einen Pilzbefall zu überstehen. Ein Baum, der vollkommen gesund ist, verfügt über ausreichend Stärke, sodass ihm die Schädlinge kaum etwas ausmachen werden. Wer also nach dem Pflanzen der Bäume ein bisschen Geduld mitbringt und sich in den ersten Jahren zuverlässig um die Pflege kümmert und die Tanne mit Wasser versorgt, wird mit einem prächtigen Baum belohnt werden, dem so schnell nichts etwas anhaben kann. Gerade als freistehende Bäume wissen Nordmanntannen in Parkanlagen oder großen Gärten gekonnt zu beeindrucken, sodass sich das Extra an Aufwand und Fürsorge schließlich nach rund 12 bis 15 Jahren auszahlt. 

 

Wurzelsystem: Tiefwurzler
Anheben der Bodenbeläge: möglich
Lichtansprüche: Halbschatten, sonnig
Wuchsform: pyramidenförmig
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Kundenbewertungen für "Nordmanntanne • Abies nordmanniana"
17.07.2017

Ausgezeichnete Qualität

Ich kenne die Baumschule Biermann sehr gut und war bisher immer zufrieden mit unseren Bestellungen. Die Nordmanntannen kann ich nur empfehlen, sie werden immer absolut ordentlich und in einer sehr guten Qualität an uns geschickt. Preislich finde ich die Ware auch völlig in Ordnung. Klare Weiterempfehlung!

P.W.

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