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Heckenrose Apfelrose • Rosa rugosa
Heckenrose Apfelrose • Rosa rugosa
Eine besonders gesunde und widerstandsfähige Wildrose ist die Apfelrose (Rose rugosa). Auch ist die Apfelrose unter der Bezeichnung Kartoffelrose, Dünenrose, Sylter Rose oder Hagebutte bekannt. Sie gehört zur Pflanzenfamilie der...
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Apfel- / Kartoffel-Rose Alba • Rosa rugosa Alba
Apfel- / Kartoffel-Rose Alba • Rosa rugosa Alba
Die Apfelrose Alba oder auch Kartoffelrose , Dünenrose oder Sylter Rose genannt ist eine sehr widerstandsfähige Pflanze . Sie kann unter schwierigsten Bodenverhältnissen, wie kargen oder sandigen Böden wachsen. Sie ist sehr pflegeleicht...
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Hundsrose / Heckenrose • Rosa canina - Wildrose
Hundsrose / Heckenrose • Rosa canina - Wildrose
Die Hundsrose ist vor allem für ihre Hagebutten-Früchte bekannt und wird oft Heckenrose oder Wildrose genannt. Es handelt sich um einen schnell wachsenden Strauch (Zuwachs 40 bis 120 cm im Jahr) mit weit ausladenden, überhängend Zweigen....
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Heckenrosen kaufen

Allgemeines zu Heckenrosen

Unter dem Begriff „Heckenrosen“ verstehen Gärtner im allgemeinen eine Vielzahl von Wildrosen. Sie stehen für robuste und blütenprächtige Pflanzen. Heckenrosen gehören zur Pflanzenfamilie der Rosengewächse. Sie sind in Europa heimisch und eignen sich besonders gut für unsere heimischen Gärten. Sie begegnen uns in Rosenparks und in der freien Natur. Heckenrosen inspirierten schon viele Künstler zu literarischen und musikalischen Werken. Fast jedem bekannt ist zum Beispiel das Märchen „Dornröschen“. Die dichte Heckenrosenhecke erschwert dem Prinzen seinen Weg zur Prinzessin.

Heckenrosen-mehr als nur eine Zierde

Heckenrosen sind im Garten vielseitig einsetzbar: Ob als Sichtschutz, Windschutz, Grenzbepflanzung, Bodenfestiger an Hängen und Böschungen oder nur zur Zierde. Zudem stellen Heckenrosen keine großen Ansprüche an den Gärtner. Egal ob Hitze oder Kälte- Heckenrosen überstehen fast alles. Diese Pflanze braucht nicht viel Pflege, denn man muss sie nicht extra gießen. Für den vergleichsweise geringen Pflegeaufwand einer Hecke, erhält man eine herrlich duftende, einmal im Jahr blühende Rosenlandschaft.

Heckenrosen oder klassische Hecke?

Eine Heckenrosenhecke bietet eine echte Alternative zur herkömmlichen Hecke. Sie bietet neben dem Sichtschutz auch noch einen angenehmen Duft, eine schöne Blütenpracht und Hagebutten. Sie ist dadurch das ganze Jahr über schön anzusehen. Zudem wachsen Heckenrosen mit einem Zuwachs von 40-120 cm pro Jahr sehr schnell.

Herkunft

Heckenrosen finden wir überall in Europa. Sie gehören in Westeuropa und Mitteleuropa zu den häufigsten Wildpflanzen. Ob Tiefland oder Alpen- Heckenrosen sind überall zu finden.

Die bekanntesten Heckenrosen

Die Heckenrose (lat. Rosa corymbifera) gehört zu der Pflanzenfamilie der Rosengewächse und wird auch oft als Buschrose bezeichnet. Im Volksmund wird sie auch gerne als Hagebutte, Wildrose, Hundsrose oder Schlafdorn bezeichnet. Oft wird die Rosa corymbifera mit der Hundsrose (lat. Rosa cania) verwechselt. 

Rosa corymbifera

Die Rosa corymbifera wächst als sommergrüner, breitwachsender Strauch. Sie kann bis zu 3 Meter hoch werden. Sie wächst dicht verzweigt und trägt Laubblätter. Diese sind wechselständig angeordnet, haben einen gezackten Rand und sind mittelgrün. Die Besonderheit an diesen Blättern: Die Unterseite der Blätter ist behaart, bei einigen wenigen Sorten auch die Oberseite. Diese Blätter sind meist elliptisch geformt und erreichen eine Länge zwischen 2,5 und 4 cm. Die Stacheln dieser Pflanze sind kräftig und hakenförmig. Die Rosa corymbifera gehört zu den weniger stacheligen Vertretern ihrer Familie.

Blütenpracht im Juni und Juli

Im Juni bilden sich die ersten Blüten. Diese verströmen einen herrlichen Duft. Die zwittrigen Blüten sind meist 4 bis 5 Zentimeter groß und radiärsymmetrisch. Die Blüte besteht aus fünf leicht gefiederten Kelchblättern, welche nach hinten zurückgeschlagen sind, sodass die fünf weißen bis zartrosa gefärbten Kronblätter gut zu erkennen sind. Die Anordnung der Blüten kann sowohl einzeln als auch mit vielen zusammen erscheinen. Die einzelne Blühte blüht nur wenige Tage.

Die Blüten bilden Hagebutten aus. Diese orangeroten Früchte sind meist eierförmig, können aber auch rund sein und weisen eine glatte Oberfläche auf. Die Länge der Hagebutten beträgt meist 1,5 bis 2 cm.  Diese sind nicht giftig. Aber geschmacklich nicht wirklich genießbar.

Hundsrose- hundsgemein

Die Hundsrose (Rosa canina) gehört ebenfalls zu den Rosengewächsen.  Sie ist ein schnellwachsender sommergrüner Strauch mit weit ausladenden, überhängenden Zweigen. Sie wird etwa 2-3 Meter hoch. In selteneren Fällen kann sie sogar vier Meter hoch werden. Dabei wächst sie schneller in die Breite als in die Höhe. Die Stacheln der Hundsrose sind kräftig und hakig. Ihre dunkelgrünen, mattglänzenden Blätter sind unpaarig gefiedert und wechselständig angeordnet. Die Blattform variiert von elliptisch bis eierförmig.

Blütenpracht im Sommer

Während der Blütezeit im Juni/Juli trägt sie rosafarbene 5 bis 10cm große Blüten. Diese stehen meist vereinzelt, können aber auch zu wenigen zusammenstehen.  Diese Blüten verbreiten einen angenehmen Duft, bevor sich im Herbst rote Hagebutten bilden. Die einzelnen Blüten blühen nur wenige Tage. 

Die Hagebutten der Hundsrose können nahezu alle bekannten Formen annehmen, meist sind sie jedoch länglich oder eierförmig. Reif sind diese Hagebutten meist erst im Oktober oder November. Oft hängen sie auch noch im Frühjahr am Strauch. So bieten sie den ganzen Winter hindurch eine gute Nahrungsquelle für die hier überwinternden Vögel und einen schönen Anblick im Garten.

Die Hundsrose ist eine der am meisten verbreiteten Rosen in Mitteleuropa. Sie kommt ebenfalls in Afrika und in Vorderasien vor. Ihren Namen verdankt sie dem Zusatz „canina“. Dies bedeutet „hundsgemein“ und ist auf ihre weite Verbreitung zurück zu führen. Der Name hat also nichts mit Hunden zu tun, obwohl diese Pflanze oft als Schutz gegen Hunde und Marder gepflanzt wird, welche keine Freunde ihrer Stacheln sind. Hundsrosen werden aufgrund ihrer robusten Eigenschaften in Rosenschulen oft als Rosenunterlage bei der Veredlung von Rosensorten genutzt.

Hundsrose oder Heckenrose?

Rosa corymbifera und Rosa canina lassen sich leicht verwechseln. Im Gegensatz zu Hundsrose bildet die Rosa corymbifera jedoch kaum Dornen aus. Zudem sind die Früchte der Rosa corymbifera eher rund. Die Blüten der Hundsrose sind größer, die Unterseiten ihrer Blätter sind behaarter.

Die Früchte der Rosa corymbifera sind nicht giftig, aber auch nicht genießbar. Im Gegensatz dazu bieten die Hagebutten der Hundsrose eine Vielzahl an Verwendungsmöglichkeiten.

Hagebutten-Eine Frucht, viele Möglichkeiten

So lassen sich aus den frischen Hagebutten Marmeladen oder Gelees herstellen. Getrocknete Hagebutten lassen sich zu Tee verarbeiten. Aus ihren Blüten lässt sich Rosenwasser oder Sirup zubereiten. Die Kerne der Hagebutten können zu Rosenölherstellung genutzt werden. Die Hagebutten der Hundsrose enthalten viel Vitamin C. Der Vitamin- C- Gehalt in Hagebutten ist fünfmal höher als in Zitronen. Dies macht Hagebutten zu einem beliebten Zusatz in Früchtetees. Dabei geht durch den Kochvorgang kaum etwas von diesem verloren.

Hagebutten in der Volksheilkunde

Der Vitaminreichtum macht die Hundsrose zu einer beliebten Heilpflanze. Hagebutten gelten als schweißtreibend, harntreibend und schwach abführend. Deshalb werden Hagebutten oft in der Volksheilkunde bei vielen Krankheiten angewendet. Sie werden als mildes Abführmittel, zur Stärkung der körpereigenen Abwehrkräfte und zur Entgiftung des Körpers eingesetzt. Schulmedizinisch ist die Wirkung jedoch umstritten. Die Wirkstoffe in den Blütenblättern gelten als zusammenziehend, heilend, entzündungshemmend und wundheilend. Sie werden deshalb in der Volksheilkunde bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum als Mundspülung eingesetzt, als Umschlag bei Bindehautentzündungen, Brustdrüsenentzündungen oder Hautreizungen. Ein aus Rosenblüten gekochter Tee wird zur Blutreinigung, bei Ohnmacht, bei Schwindel und bei Kopfschmerzen eingesetzt. Auch hier ist die Wirkung schulmedizinisch umstritten.  Vielen Kindern sind Hagebutten vor allem für eine Verwendung bekannt: aus ihren Kernen lässt sich Juckpulver herstellen.

Sortenvielfalt- Für Jeden die passende Heckenrose

Es gibt nicht nur eine Heckenrose. Diese Wildrose gibt es in vielen Sorten. So kann jeder individuell die für sich passende Heckenrose finden. Es gibt für jede Bodenqualität eine passende Heckenrose. Die Sortenvielfalt ermöglicht die Wahl zwischen wildwuchernden oder leicht zu zähmenden Pflanzen,  zwischen hochwachsenden oder kleinwüchsigen Pflanzen, zwischen sich im Herbst verfärbendem Laub oder gleichbleibend grünem Laub und zwischen vielen Blüten und Hagebutten oder nur wenigen Blüten und Hagebutten. Beim Anlegen einer Hecke kann man auch verschiedene Sorten miteinander kombinieren.

Rosa multiflora- ein Blütentraum

Eine sehr geliebte Sorte ist die Büschelrose (Rosa multiflora). Sie trägt sehr viele weiße Blüten (1,5-2 cm groß), hat nur wenige Stachel und verbreitet einen süßlichen Honigduft. Dieser zieht viele Bienen an. Sie blüht im Juni/Juli, wächst bogig überhängend und erreicht eine Wuchshöhe zwischen 200 und 300 cm, eine Wuchsbreite zwischen 150 und 250 cm.  Im Herbst reifen kleine rote Hagebutten aus ihren Blüten.

Rosa rubiginosa- undurchdringlich

Die Weinrose oder auch Schottische Zaunrose (Rosa rubiginosa) ist eine stark bestachelte Vertreterin der Heckenrosen. Sie bildet keine Ausläufer. Ihre Wuchshöhe beträgt 250 - 350 cm und ihre Wuchsbreite 150 - 250 cm. Ihre Blätter bilden Duftdrüsen, die einen zarten Apfelduft verströmen. Ihre Blüten sind hellkaminrosa und etwa 5cm groß. Diese Heckenrose ist durch ihre starke Bestachelung nur schwer zu durchdringen, was sie für viele Singvögel interessant macht. Sie bildet scharlachrote Hagebutten, mit deren Hilfe sie sich durch Verdauungsverbreitung vermehrt.

Rosa rugosa- ein „kleinerer“ Vertreter

Die als Kartoffelrose oder Apfelrose bekannte Rosa rugosa ist mit einer Wuchsbreite zwischen 80 und 100 cm und einer Wuchshöhe zwischen 120 und 150 cm eine der kleineren Heckenrosen. Sie wächst auch nur 10 - 30 cm im Jahr. Sie trägt dunkelrosa farbende Blüten, die 5 - 10cm groß sind. Sie blüht von Juni bis Oktober und verströmt den typischen Wildrosenduft. Ihre feuerroten Hagebutten sind rundlich und zwischen 3 und 4 cm groß. Die runzelige Oberfläche ihrer grünen, 8 – 15 cm langen Laubblätter erinnert an die Oberfläche einer Kartoffel. Diesem Umstand verdankt die Rosa rugosa den Beinamen „Kartoffelrose“.  Sie eignet sich besonders dann, wenn nur eine niedrige Hecke gewünscht ist. Sie ist salzunempfindlich, weshalb sie sich auch für Gärten in der Nähe von Küsten eignet. Ihren Ursprung hat die Rosa rugosa ist Ostasien.

Rosa carolina- die Resistente

Die als Sandrose oder Wiesenrose bekannte Rosa carolina ist auch einer der eher kleinwüchsigeren Heckenrosen. Sie wird etwa 100 - 200cm breit und 100 – 150 cm hoch. Sie wächst strauchartig und sehr dicht, etwa 20-40cm im Jahr. Rosa carolina hat starke Ausläufer und sehr borstige Triebe. Ihre hellrosa farbenden Blühten sind mit unter 5 cm Größe recht klein und blühen zwischen Juni und August. Das Laub dieser Heckenrose verfärbt sich im Herbst oft orangerot, ist den Rest des Jahres dunkelgrün. Diese Heckenrose ist die Wappenblume des amerikanischen Staates Iowa. Ihre vielen Ausläufer machen die Rosa carolina zu einer Pflanze, welche sich gut zur Befestigung von sandigen Boden eignet. Auf diesen wächst diese Pflanze gut. So eignet sich die Sandrose auch für Gärten, in denen Pflanzen sonst schlecht gedeihen. Diese Heckenrose ist die richtige Wahl, wenn eine niedrige Hecke gewünscht wird.

Für wen eignen Sich Heckenrosen?

Heckenrosen eigenen sich für jeden Hobbygärtner. Sie sind pflegeleicht und sehr resistent. Sie halten im Winter Temperaturen von -29 °C aus. Längere Trockenperioden und Hitze machen Heckenrosen kaum was aus.

Heckenrosen richtig pflanzen

Im Regelfall erfolgt die Pflanzung der Heckenrose im Spätherbst. Sollte dieser Zeitpunkt verpasst werden, kann die Pflanzung auch im Frühjahr (im März oder April) vorgenommen werden. Für die Pflanze sollte ein 50*50 cm großes Loch ausgraben werden. Es sollte so tief sein, dass der Wurzelballen an seiner höchsten Stelle etwa 10 cm unter der Oberfläche liegt. Die Erde sollte nach dem Auffüllen des Loches gut angedrückt werden. Den Wurzelballen vor dem einpflanzen gut wässern. Die erste Zeit sollte die frischgepflanzte Heckenrose regelmäßig und gut gewässert werden, ohne Staunässe entstehen zu lassen. Ist die Heckenrose erstmal gut angegangen, ist dies nicht mehr nötig.

Standortbedingungen

Damit Sie lange Freude an Ihrer Heckenrose haben, sollten Sie den richtigen Standort wählen. Jede Heckenrosensorte hat zwar eigene Vorlieben, doch ein paar Eigenschaften bezüglich der Bodenqualität treffen auf alle Heckenrosensorten zu.

Am bestem wachsen Heckenrosen auf nährstoffreichen Böden. Jedoch stellen nährstoffarme, trockene Böden auch kein Problem für die meisten Sorten dar. Wird der Boden mit Kalk versetzt, fühlen sich die Heckenrosen besonders wohl. Nur stark nasse oder saure Böden sind nicht ideal, hier wächst die Heckenrose nur eingeschränkt.

Der Standort ist im Optimalfall sonnig oder halbschattig. Ein wenig Schatten ist auch nicht weiter tragisch. Der Standort sollte nur nicht ganztägig beschattet sein. Zu wenig Licht kann zur Stagnierung im Pflanzwachstum führen oder im schlimmsten Fall die Pflanze eingehen lassen. Ein Standort direkt an einem Haus oder einer Mauer ohne ausreichend Platz verhindert einen schönen Wachstum.

Standen an dem ausgewählten Standort vorher bereits andere Rosen, sollte der Boden ausgetauscht werden. Dazu reicht es diesen mit dem Boden einer anderen Stelle des Gartens zu tauschen. Zudem sollte etwas Kompost, Mist oder Rosenerde sowie in jedem Fall Kalk eingearbeitet werden.

Soll die Heckenrose eine Hecke bilden, empfiehlt es sich den Boden vorher gut zu mulchen. Heckenrosen verbreiten sich über ihre Wurzelausläufer. Dies wird durch einen lockeren Boden erleichtert.

Pflanzabstand einhalten

Heckenrosen können sowohl als Strauch als auch als Hecke gepflanzt werden. Einzelne Pflanzen können bis zu fünf Meter breit werden. Damit sie sich richtig entfalten können, sollte der richtige Pflanzabstand eingehalten werden. Soll eine Hecke entstehen, empfiehlt sich ein Abstand von 80 bis 100 cm zwischen den Pflanzen und wenn die Heckenrosen vor einer Mauer stehen, empfiehlt sich ein Abstand von 100 cm zwischen Mauer und Pflanze. Als Strauch gepflanzte Heckenrosen haben einen größeren Platzbedarf. Dafür eigenen sie sich gut für pflegeleichte Gärten, da sie nicht so oft zurückgeschnitten werden müssen.

Vermehrung-viele Möglichkeiten

Meist verbreiten sich die Heckenrosen durch Selbstaussaat ihrer Samen. Dazu muss jedoch vorher die Bestäubung einer männlichen mit einer weiblichen Blüte erfolgen. Diesen Vorgang übernehmen regelmäßig Insekten und Bienen. Die sich anschließend ausgebildeten Hagebutten können direkt eingepflanzt werden. Nun müssen sie nur noch eine Kälte- und eine Wärmeperiode überstehen und  keimen. Es kann bis zu zwei Jahre nach der Aussaat dauern, bis sich der erste Trieb zeigt. Man kann auch den Samen der Hagebutte entnehmen, diesen leicht anpfeilen und in die Erde geben. Setzt man auf diese Vermehrungsmöglichkeit bedarf es also einer gewissen Ausdauer.

Vermehrung mittels Ausläufern

Heckenrosen bilden viele Ausläufer. Diese können mit einem Spaten einfach von der Mutterpflanze abgetrennt und ausgegraben werden. Nun sollte die Pflanze auf ein Drittel ihrer Größe zurückgeschnitten und eingepflanzt werden. Dies kann im Frühjahr nach Bildung der Ausläufer oder Spätherbst erfolgen. Die Ausbreitung im Garten erfolgt über diese Wurzelausläufer.

Stecklinge

Eine weiter Möglichkeit zu Vermehrung bieten Stecklinge. Stecklinge sind einjährige Triebe, welche kräftig und verholzt sind. Diese werden im Spätherbst vor dem ersten Frost geschnitten (etwa 20 cm Länge) und bis zum Frühjahr kühl und feucht aufbewahrt-etwa in feuchtem Sand in einer Kiste im Keller. Der Trieb sollte drei bis fünf Augen enthalten. Alle Blätter, außer die obersten, sollten entfernt werden. Im Frühjahr können sie nun direkt in die Erde oder in einen tiefen Kübel gepflanzt werden. Die Erde sollte locker und gut durchlässig sein- staunässe sollte vermieden werden. Die Stecklinge sollten so tief gepflanzt werden, dass ein Auge rausschaut. Standort sollte hier halbschattig sein.

Pflege

Die Heckenrose sollte regelmäßig von Unkraut befreit werden. Eine Düngung des Bodens ist nur dann erforderlich, wenn der Boden zu wenig Nährstoffe enthält.

Heckenschnitt- nicht zu oft

Der Heckenschnitt bei Heckenrosen ist kein klassischer Schnitt, sondern als ausdünnen zu verstehen. Heckenrosen blühen nicht an den diesjährigen Trieben, sondern an ihren zweijährigen Trieben. Deshalb sollten nicht die diesjährigen Triebe entfernt werden. Sonst bleibt die Blütenpracht im nächsten Jahr aus. Beim Ausdünnen sollten alle toten Zweige entfernt werden. Zudem alle kranken, kahlen und störenden Zweige. Heckenrosen müssen nicht jährlich geschnitten werden- oft reicht ein Schnitt alle zwei bis drei Jahre. Lediglich frisch gepflanzte Hecken sollten in den ersten zwei Jahren jährlich geschnitten werden.

Der richtige Zeitpunkt für den Schnitt

Alle Ausdünnarbeiten sollten im Spätherbst erfolgen, wenn die Hecke abgelaubt hat. Jedoch sollten diese Schnittarbeiten in jedem Fall vor dem ersten Frost erfolgen. Einzige Ausnahme: Kranke und tote Zweige sollten umgehend entfernt werden (ganzjährig).

Radikale Verjüngung

Alle vier bis fünf Jahre sollte die Heckenrose radikal verjüngt werden. Dazu sollte die Heckenrose um ein Viertel bis zur Hälfte zurückgeschnitten werden. Dabei wird altes Gehölz entfernt. Regelmäßiges Verjüngen hält den Strauch jung. An zu altem Gehölz bilden sich keine neuen Triebe und so auch keine neuen Blüten mehr.

Richtig Schneiden

Damit beim Schnitt nichts schief geht, sollte man folgende Dinge unbedingt beachten:  Schnittpunkt sollte eine Stelle wenige Millimeter (ca. 5 mm) vor einem nach außen gerichtetem Auge oder Neutrieb sein. Der Schnitt sollte (egal ob Verjüngung oder Ausdünnung) stets schräg angesetzt vom Auge nach unten gehend sein- so heilen die Wunden besser.  Das Werkzeug, am besten eine Rosen- oder Heckenschere, sollte sauber und scharf sein. Um sicher zu sein, sollte man dieses Werkzeug vor dem Schneiden schärfen. Größere Wunden sollten mit Wundheilmitteln versorgt werden. Eine Desinfektion der Schnittstellen mit hochprozentigen Alkohol kann das Eindringen von Krankheitserregern verhindern. Schwache Triebe sollten stark und starke Triebe nur schwach zurückgeschnitten werden- dies gilt für alle Hecken. Von Schädlingen oder Pilzen befallene Zweige sollten auf keinen Fall in den Gartenkompost. Diese sollten sofort entsorgt oder verbrannt werden. Um Verletzungen an den Händen zu vermeiden sollten dicke Lederhandschuhe getragen werden. Zudem sollte man Kleidung tragen, welche die Arme und Beine bedeckt. So werden Schnittverletzungen durch die Stacheln vermieden.

Sträucher schneiden

Als Strauch gepflanzte Heckenrosen sollten im ersten Jahr kräftig zurückgeschnitten werden. Das Fördert das Blütenwachstum der nächsten Jahre. Anschließend ist es ausreichend, altes Gehölz sowie kranke und tote zweige herauszuschneiden. Dabei gelten für Werkzeug und Schnitttechnik dieselben Regeln wie für Hecken.

Heckenrosen gut durch den Winter bringen

Neben dem Heckenschnitt und zusammenharken der Blätter nach dem Laubfall (verhindert Pilzbefall- verrottendes Laub ist idealer Nährboden für Pilzsporen) kann man der Heckenrose noch ein Extra für den Winter geben. Dazu muss man lediglich etwas Kompost oder etwa zehn Zentimeter dicken Mist unter der Heckenrose aufbringen.  So wird der Boden feucht gehalten und die Pflanze kann sich die notwendigen Nährstoffe für eine schöne Blüte und ein gutes Wachstum aus diesem entnehmen. Rindenmulch, der unter der Hecke aufgebracht ist, hilft dabei den Boden locker zu halten und bietet einen natürlichen Frostschutz.

Heckenrosen entfernen

Soll die Hecke entfernt werden, ist es wichtig, alle Wurzeln und Wurzelausläufer vollständig zu entfernen. Sonst ist es sehr wahrscheinlich, dass die Heckenrose nachwächst.

Ergänzungspflanzen runden das Bild ab

Eine Hecke der Heckenrose alleine ist schon schön anzusehen, kann jedoch außerhalb der Blüte- und Früchtezeit ein wenig eintönig wirken. Dem kann man mit Ergänzungspflanzungen entgegenwirken.

Gräser kühlen im Sommer

Unter die Heckenrosen lassen sich gut Gräser pflanzen. Diese halten den Boden unter der Heckenrose kühl und verhindern so ein schnelles Austrocknen des Bodens. Gräser wirken unter Heckenrosen gepflanzt sehr natürlich. Besonders eignen sich Lampenputzergras, Land-Reitgras, Blauschwingel, Zierhirse oder auch Liebesgras.

Kräuter als natürliche Schädlingsbekämpfung

Kräuter sorgen durch die Absonderung ihrer ätherischen Öle nicht nur für einen herrlichen Duft im Garten, sie vertreiben nebenbei gefräßige Schädlinge.  Es eignen sich Oregano, Thymian Schnittlauch, Rosmarin, Estragon, Zitronenmelisse, Salbei, oder auch Fenchel. Diese bieten nicht nur eine schöne Optik-besonders, wenn sie blühen- und einen herrlichen Duft. Sie eignen sich auch gut zum Kochen und Backen. Ein Klassiker für alle Rosen ist der Lavendel. Lavendel hält mit seinen ätherischen Ölen Blattläuse fern und passt farblich zu jeder Heckenrose.

Stauden bieten Farbspiele

Wünscht man sich weitere Farbakzente, eignen sich Stauden. Diese sind mehrjährig und können richtig kombiniert der Heckenrose neuen Glanz verleihen. Dabei kann man Ton in Ton zur Blüte der Heckenrose pflanzen, Kontraste schaffen oder durch andere Blütenformen für Abwechslung sorgen. Es empfiehlt sich jedoch eine Staude zu wählen, welche die Heckenrose nicht überragt. Es ist auch darauf zu achten, dass die Staude ähnliche Standortbedingen hat. Stauden sollten nicht direkt unter die Hecke, sondern besser vor der Hecke gepflanzt werden.

Rittersporn erhält man in verschiedenen Blaunuancen. Schneidet man ihn nach der Blüte zurück, blüht er im September ein zweites Mal.

Fingerhut bietet sich besonders in naturnah gestalteten Gärten an. Er blüht während der Hauptwachstumsphase der Heckenrose und bietet besonders zu weißblühenden Heckenrosen einen schönen Kontrast.

Clematis ist durch ihre Sortenvielfalt die ideale Ergänzungspflanze. Hier ist jedoch ein Pflanzabstand von 100cm zur Heckenrose zu beachten. Mit dieser Pflanze lassen sich sowohl Kontraste als auch Harmonien erzeugen.

Frauenmantel wächst relativ bodendeckend und unterstützt durch seine dezente Farbe die Farbe der Heckenrosen.

Katzenminze bietet durch ihren kräftigen violetten bis blauen Farbton einen schönen Kontrast. Ein weiterer Vorteil: Sie blüht von Mai bis Oktober. Ihre ätherischen Öle schützt die Heckenrose vor Schädlingen und den Menschen vor Mücken.

Astern sind ebenfalls eine schöne Ergänzung zur Heckenrose. Hierbei erzeugen weiß-lila oder pinke Astern schöne Kontraste.

Glockenblumen eignen sich besonders gut, wenn die Heckenrose noch nicht sehr hoch ist. Ihre niedrige Wuchshöhe von 15 cm passt sehr gut.

Die häufigsten Schädlinge

Wie alle Rosen, werden auch Heckenrosen gerne von Blattläusen befallen. Dem kann natürlich durch die Pflanzung von Lavendel oder Thymian vorgebeugt werden. Dies ist jedoch kein 100 prozentiger Schutz. Sollten ihre Heckenrosen also doch befallen werden, können sie zum einem chemisch dagegen vorgehen. Dies ist jedoch aus mehreren Gründen nicht ideal- so können zum Beispiel danach die Hagebutten nicht mehr verzehrt werden. Ein altes Hausmittel ist die Behandlung mit Spülmittel. Dazu vermischt man dieses im Verhältnis 1 zu 1 mit Wasser und sprüht dieses auf die Pflanze. Nach maximal zehnminütiger Einwirkzeit wird alles mit reichlich Wasser abgespült. Der Nachteil dieser Methode: Man tötet neben den Blattläusen auch andere Insekten und die Mischung sickert in den Boden. Eine weitere Methode gegen Blattläuse vorzugehen liegt in der Entfernung der stark befallenen Pflanzenteile. Die Pflanze anschließend mit einem starken Wasserstrahl absprühen. Dadurch werden die verbliebenen Blattläuse weggespült. Aber auch hier können neben den Blattläusen andere Insekten getroffen werden. Die entfernten Pflanzenteile sollten nicht auf den Gartenkompost entsorgt werden.

Die gemeine Rosengallwespe sticht in die Pflanze. Es entstehen Wucherungen, die auch als „Rosenäpfel“ Oder „Schlafapfel“ bezeichnet werden. Diese Wucherungen bestehen aus mehreren Kammern, in denen die Larven der gemeinen Rosengallwespe heranwachsen. Dies können einfach herausgeschnitten werden.

Wird die Pflanze vom echten Mehltau befallen, empfiehlt sich auch hier die rasche Entfernung der befallenen Pflanzenteile und eine anschließende kalibetonte Düngung.

Umweltfreundliche Schönheit

Wer Heckenrosen pflanzt leistet einen wichtigen Beitrag für die Umwelt. Denn Heckenrosen sehen nicht nur schön aus. Sie bieten ein Zuhause für viele Singvögel. Vögel können in ihr nisten und sind durch die Stacheln vor Fressfeinden geschützt. Heckenrosen ziehen viele Insekten an. Dies fördert das Artenreichtum in Ihrem Garten. Außerdem gelten sie als besonders bienenfreundlich. Die Hagebutten bieten den Vögeln und anderen Tieren im Winter eine gute Nahrungsquelle. Ihre Robustheit macht den Einsatz von Chemikalien im Garten überflüssig. Heckenrosen tragen zudem zur Reinigung der Luft bei.

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Allgemeines zu Heckenrosen

Unter dem Begriff „Heckenrosen“ verstehen Gärtner im allgemeinen eine Vielzahl von Wildrosen. Sie stehen für robuste und blütenprächtige Pflanzen. Heckenrosen gehören zur Pflanzenfamilie der Rosengewächse. Sie sind in Europa heimisch und eignen sich besonders gut für unsere heimischen Gärten. Sie begegnen uns in Rosenparks und in der freien Natur. Heckenrosen inspirierten schon viele Künstler zu literarischen und musikalischen Werken. Fast jedem bekannt ist zum Beispiel das Märchen „Dornröschen“. Die dichte Heckenrosenhecke erschwert dem Prinzen seinen Weg zur Prinzessin.

Heckenrosen-mehr als nur eine Zierde

Heckenrosen sind im Garten vielseitig einsetzbar: Ob als Sichtschutz, Windschutz, Grenzbepflanzung, Bodenfestiger an Hängen und Böschungen oder nur zur Zierde. Zudem stellen Heckenrosen keine großen Ansprüche an den Gärtner. Egal ob Hitze oder Kälte- Heckenrosen überstehen fast alles. Diese Pflanze braucht nicht viel Pflege, denn man muss sie nicht extra gießen. Für den vergleichsweise geringen Pflegeaufwand einer Hecke, erhält man eine herrlich duftende, einmal im Jahr blühende Rosenlandschaft.

Heckenrosen oder klassische Hecke?

Eine Heckenrosenhecke bietet eine echte Alternative zur herkömmlichen Hecke. Sie bietet neben dem Sichtschutz auch noch einen angenehmen Duft, eine schöne Blütenpracht und Hagebutten. Sie ist dadurch das ganze Jahr über schön anzusehen. Zudem wachsen Heckenrosen mit einem Zuwachs von 40-120 cm pro Jahr sehr schnell.

Herkunft

Heckenrosen finden wir überall in Europa. Sie gehören in Westeuropa und Mitteleuropa zu den häufigsten Wildpflanzen. Ob Tiefland oder Alpen- Heckenrosen sind überall zu finden.

Die bekanntesten Heckenrosen

Die Heckenrose (lat. Rosa corymbifera) gehört zu der Pflanzenfamilie der Rosengewächse und wird auch oft als Buschrose bezeichnet. Im Volksmund wird sie auch gerne als Hagebutte, Wildrose, Hundsrose oder Schlafdorn bezeichnet. Oft wird die Rosa corymbifera mit der Hundsrose (lat. Rosa cania) verwechselt. 

Rosa corymbifera

Die Rosa corymbifera wächst als sommergrüner, breitwachsender Strauch. Sie kann bis zu 3 Meter hoch werden. Sie wächst dicht verzweigt und trägt Laubblätter. Diese sind wechselständig angeordnet, haben einen gezackten Rand und sind mittelgrün. Die Besonderheit an diesen Blättern: Die Unterseite der Blätter ist behaart, bei einigen wenigen Sorten auch die Oberseite. Diese Blätter sind meist elliptisch geformt und erreichen eine Länge zwischen 2,5 und 4 cm. Die Stacheln dieser Pflanze sind kräftig und hakenförmig. Die Rosa corymbifera gehört zu den weniger stacheligen Vertretern ihrer Familie.

Blütenpracht im Juni und Juli

Im Juni bilden sich die ersten Blüten. Diese verströmen einen herrlichen Duft. Die zwittrigen Blüten sind meist 4 bis 5 Zentimeter groß und radiärsymmetrisch. Die Blüte besteht aus fünf leicht gefiederten Kelchblättern, welche nach hinten zurückgeschlagen sind, sodass die fünf weißen bis zartrosa gefärbten Kronblätter gut zu erkennen sind. Die Anordnung der Blüten kann sowohl einzeln als auch mit vielen zusammen erscheinen. Die einzelne Blühte blüht nur wenige Tage.

Die Blüten bilden Hagebutten aus. Diese orangeroten Früchte sind meist eierförmig, können aber auch rund sein und weisen eine glatte Oberfläche auf. Die Länge der Hagebutten beträgt meist 1,5 bis 2 cm.  Diese sind nicht giftig. Aber geschmacklich nicht wirklich genießbar.

Hundsrose- hundsgemein

Die Hundsrose (Rosa canina) gehört ebenfalls zu den Rosengewächsen.  Sie ist ein schnellwachsender sommergrüner Strauch mit weit ausladenden, überhängenden Zweigen. Sie wird etwa 2-3 Meter hoch. In selteneren Fällen kann sie sogar vier Meter hoch werden. Dabei wächst sie schneller in die Breite als in die Höhe. Die Stacheln der Hundsrose sind kräftig und hakig. Ihre dunkelgrünen, mattglänzenden Blätter sind unpaarig gefiedert und wechselständig angeordnet. Die Blattform variiert von elliptisch bis eierförmig.

Blütenpracht im Sommer

Während der Blütezeit im Juni/Juli trägt sie rosafarbene 5 bis 10cm große Blüten. Diese stehen meist vereinzelt, können aber auch zu wenigen zusammenstehen.  Diese Blüten verbreiten einen angenehmen Duft, bevor sich im Herbst rote Hagebutten bilden. Die einzelnen Blüten blühen nur wenige Tage. 

Die Hagebutten der Hundsrose können nahezu alle bekannten Formen annehmen, meist sind sie jedoch länglich oder eierförmig. Reif sind diese Hagebutten meist erst im Oktober oder November. Oft hängen sie auch noch im Frühjahr am Strauch. So bieten sie den ganzen Winter hindurch eine gute Nahrungsquelle für die hier überwinternden Vögel und einen schönen Anblick im Garten.

Die Hundsrose ist eine der am meisten verbreiteten Rosen in Mitteleuropa. Sie kommt ebenfalls in Afrika und in Vorderasien vor. Ihren Namen verdankt sie dem Zusatz „canina“. Dies bedeutet „hundsgemein“ und ist auf ihre weite Verbreitung zurück zu führen. Der Name hat also nichts mit Hunden zu tun, obwohl diese Pflanze oft als Schutz gegen Hunde und Marder gepflanzt wird, welche keine Freunde ihrer Stacheln sind. Hundsrosen werden aufgrund ihrer robusten Eigenschaften in Rosenschulen oft als Rosenunterlage bei der Veredlung von Rosensorten genutzt.

Hundsrose oder Heckenrose?

Rosa corymbifera und Rosa canina lassen sich leicht verwechseln. Im Gegensatz zu Hundsrose bildet die Rosa corymbifera jedoch kaum Dornen aus. Zudem sind die Früchte der Rosa corymbifera eher rund. Die Blüten der Hundsrose sind größer, die Unterseiten ihrer Blätter sind behaarter.

Die Früchte der Rosa corymbifera sind nicht giftig, aber auch nicht genießbar. Im Gegensatz dazu bieten die Hagebutten der Hundsrose eine Vielzahl an Verwendungsmöglichkeiten.

Hagebutten-Eine Frucht, viele Möglichkeiten

So lassen sich aus den frischen Hagebutten Marmeladen oder Gelees herstellen. Getrocknete Hagebutten lassen sich zu Tee verarbeiten. Aus ihren Blüten lässt sich Rosenwasser oder Sirup zubereiten. Die Kerne der Hagebutten können zu Rosenölherstellung genutzt werden. Die Hagebutten der Hundsrose enthalten viel Vitamin C. Der Vitamin- C- Gehalt in Hagebutten ist fünfmal höher als in Zitronen. Dies macht Hagebutten zu einem beliebten Zusatz in Früchtetees. Dabei geht durch den Kochvorgang kaum etwas von diesem verloren.

Hagebutten in der Volksheilkunde

Der Vitaminreichtum macht die Hundsrose zu einer beliebten Heilpflanze. Hagebutten gelten als schweißtreibend, harntreibend und schwach abführend. Deshalb werden Hagebutten oft in der Volksheilkunde bei vielen Krankheiten angewendet. Sie werden als mildes Abführmittel, zur Stärkung der körpereigenen Abwehrkräfte und zur Entgiftung des Körpers eingesetzt. Schulmedizinisch ist die Wirkung jedoch umstritten. Die Wirkstoffe in den Blütenblättern gelten als zusammenziehend, heilend, entzündungshemmend und wundheilend. Sie werden deshalb in der Volksheilkunde bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum als Mundspülung eingesetzt, als Umschlag bei Bindehautentzündungen, Brustdrüsenentzündungen oder Hautreizungen. Ein aus Rosenblüten gekochter Tee wird zur Blutreinigung, bei Ohnmacht, bei Schwindel und bei Kopfschmerzen eingesetzt. Auch hier ist die Wirkung schulmedizinisch umstritten.  Vielen Kindern sind Hagebutten vor allem für eine Verwendung bekannt: aus ihren Kernen lässt sich Juckpulver herstellen.

Sortenvielfalt- Für Jeden die passende Heckenrose

Es gibt nicht nur eine Heckenrose. Diese Wildrose gibt es in vielen Sorten. So kann jeder individuell die für sich passende Heckenrose finden. Es gibt für jede Bodenqualität eine passende Heckenrose. Die Sortenvielfalt ermöglicht die Wahl zwischen wildwuchernden oder leicht zu zähmenden Pflanzen,  zwischen hochwachsenden oder kleinwüchsigen Pflanzen, zwischen sich im Herbst verfärbendem Laub oder gleichbleibend grünem Laub und zwischen vielen Blüten und Hagebutten oder nur wenigen Blüten und Hagebutten. Beim Anlegen einer Hecke kann man auch verschiedene Sorten miteinander kombinieren.

Rosa multiflora- ein Blütentraum

Eine sehr geliebte Sorte ist die Büschelrose (Rosa multiflora). Sie trägt sehr viele weiße Blüten (1,5-2 cm groß), hat nur wenige Stachel und verbreitet einen süßlichen Honigduft. Dieser zieht viele Bienen an. Sie blüht im Juni/Juli, wächst bogig überhängend und erreicht eine Wuchshöhe zwischen 200 und 300 cm, eine Wuchsbreite zwischen 150 und 250 cm.  Im Herbst reifen kleine rote Hagebutten aus ihren Blüten.

Rosa rubiginosa- undurchdringlich

Die Weinrose oder auch Schottische Zaunrose (Rosa rubiginosa) ist eine stark bestachelte Vertreterin der Heckenrosen. Sie bildet keine Ausläufer. Ihre Wuchshöhe beträgt 250 - 350 cm und ihre Wuchsbreite 150 - 250 cm. Ihre Blätter bilden Duftdrüsen, die einen zarten Apfelduft verströmen. Ihre Blüten sind hellkaminrosa und etwa 5cm groß. Diese Heckenrose ist durch ihre starke Bestachelung nur schwer zu durchdringen, was sie für viele Singvögel interessant macht. Sie bildet scharlachrote Hagebutten, mit deren Hilfe sie sich durch Verdauungsverbreitung vermehrt.

Rosa rugosa- ein „kleinerer“ Vertreter

Die als Kartoffelrose oder Apfelrose bekannte Rosa rugosa ist mit einer Wuchsbreite zwischen 80 und 100 cm und einer Wuchshöhe zwischen 120 und 150 cm eine der kleineren Heckenrosen. Sie wächst auch nur 10 - 30 cm im Jahr. Sie trägt dunkelrosa farbende Blüten, die 5 - 10cm groß sind. Sie blüht von Juni bis Oktober und verströmt den typischen Wildrosenduft. Ihre feuerroten Hagebutten sind rundlich und zwischen 3 und 4 cm groß. Die runzelige Oberfläche ihrer grünen, 8 – 15 cm langen Laubblätter erinnert an die Oberfläche einer Kartoffel. Diesem Umstand verdankt die Rosa rugosa den Beinamen „Kartoffelrose“.  Sie eignet sich besonders dann, wenn nur eine niedrige Hecke gewünscht ist. Sie ist salzunempfindlich, weshalb sie sich auch für Gärten in der Nähe von Küsten eignet. Ihren Ursprung hat die Rosa rugosa ist Ostasien.

Rosa carolina- die Resistente

Die als Sandrose oder Wiesenrose bekannte Rosa carolina ist auch einer der eher kleinwüchsigeren Heckenrosen. Sie wird etwa 100 - 200cm breit und 100 – 150 cm hoch. Sie wächst strauchartig und sehr dicht, etwa 20-40cm im Jahr. Rosa carolina hat starke Ausläufer und sehr borstige Triebe. Ihre hellrosa farbenden Blühten sind mit unter 5 cm Größe recht klein und blühen zwischen Juni und August. Das Laub dieser Heckenrose verfärbt sich im Herbst oft orangerot, ist den Rest des Jahres dunkelgrün. Diese Heckenrose ist die Wappenblume des amerikanischen Staates Iowa. Ihre vielen Ausläufer machen die Rosa carolina zu einer Pflanze, welche sich gut zur Befestigung von sandigen Boden eignet. Auf diesen wächst diese Pflanze gut. So eignet sich die Sandrose auch für Gärten, in denen Pflanzen sonst schlecht gedeihen. Diese Heckenrose ist die richtige Wahl, wenn eine niedrige Hecke gewünscht wird.

Für wen eignen Sich Heckenrosen?

Heckenrosen eigenen sich für jeden Hobbygärtner. Sie sind pflegeleicht und sehr resistent. Sie halten im Winter Temperaturen von -29 °C aus. Längere Trockenperioden und Hitze machen Heckenrosen kaum was aus.

Heckenrosen richtig pflanzen

Im Regelfall erfolgt die Pflanzung der Heckenrose im Spätherbst. Sollte dieser Zeitpunkt verpasst werden, kann die Pflanzung auch im Frühjahr (im März oder April) vorgenommen werden. Für die Pflanze sollte ein 50*50 cm großes Loch ausgraben werden. Es sollte so tief sein, dass der Wurzelballen an seiner höchsten Stelle etwa 10 cm unter der Oberfläche liegt. Die Erde sollte nach dem Auffüllen des Loches gut angedrückt werden. Den Wurzelballen vor dem einpflanzen gut wässern. Die erste Zeit sollte die frischgepflanzte Heckenrose regelmäßig und gut gewässert werden, ohne Staunässe entstehen zu lassen. Ist die Heckenrose erstmal gut angegangen, ist dies nicht mehr nötig.

Standortbedingungen

Damit Sie lange Freude an Ihrer Heckenrose haben, sollten Sie den richtigen Standort wählen. Jede Heckenrosensorte hat zwar eigene Vorlieben, doch ein paar Eigenschaften bezüglich der Bodenqualität treffen auf alle Heckenrosensorten zu.

Am bestem wachsen Heckenrosen auf nährstoffreichen Böden. Jedoch stellen nährstoffarme, trockene Böden auch kein Problem für die meisten Sorten dar. Wird der Boden mit Kalk versetzt, fühlen sich die Heckenrosen besonders wohl. Nur stark nasse oder saure Böden sind nicht ideal, hier wächst die Heckenrose nur eingeschränkt.

Der Standort ist im Optimalfall sonnig oder halbschattig. Ein wenig Schatten ist auch nicht weiter tragisch. Der Standort sollte nur nicht ganztägig beschattet sein. Zu wenig Licht kann zur Stagnierung im Pflanzwachstum führen oder im schlimmsten Fall die Pflanze eingehen lassen. Ein Standort direkt an einem Haus oder einer Mauer ohne ausreichend Platz verhindert einen schönen Wachstum.

Standen an dem ausgewählten Standort vorher bereits andere Rosen, sollte der Boden ausgetauscht werden. Dazu reicht es diesen mit dem Boden einer anderen Stelle des Gartens zu tauschen. Zudem sollte etwas Kompost, Mist oder Rosenerde sowie in jedem Fall Kalk eingearbeitet werden.

Soll die Heckenrose eine Hecke bilden, empfiehlt es sich den Boden vorher gut zu mulchen. Heckenrosen verbreiten sich über ihre Wurzelausläufer. Dies wird durch einen lockeren Boden erleichtert.

Pflanzabstand einhalten

Heckenrosen können sowohl als Strauch als auch als Hecke gepflanzt werden. Einzelne Pflanzen können bis zu fünf Meter breit werden. Damit sie sich richtig entfalten können, sollte der richtige Pflanzabstand eingehalten werden. Soll eine Hecke entstehen, empfiehlt sich ein Abstand von 80 bis 100 cm zwischen den Pflanzen und wenn die Heckenrosen vor einer Mauer stehen, empfiehlt sich ein Abstand von 100 cm zwischen Mauer und Pflanze. Als Strauch gepflanzte Heckenrosen haben einen größeren Platzbedarf. Dafür eigenen sie sich gut für pflegeleichte Gärten, da sie nicht so oft zurückgeschnitten werden müssen.

Vermehrung-viele Möglichkeiten

Meist verbreiten sich die Heckenrosen durch Selbstaussaat ihrer Samen. Dazu muss jedoch vorher die Bestäubung einer männlichen mit einer weiblichen Blüte erfolgen. Diesen Vorgang übernehmen regelmäßig Insekten und Bienen. Die sich anschließend ausgebildeten Hagebutten können direkt eingepflanzt werden. Nun müssen sie nur noch eine Kälte- und eine Wärmeperiode überstehen und  keimen. Es kann bis zu zwei Jahre nach der Aussaat dauern, bis sich der erste Trieb zeigt. Man kann auch den Samen der Hagebutte entnehmen, diesen leicht anpfeilen und in die Erde geben. Setzt man auf diese Vermehrungsmöglichkeit bedarf es also einer gewissen Ausdauer.

Vermehrung mittels Ausläufern

Heckenrosen bilden viele Ausläufer. Diese können mit einem Spaten einfach von der Mutterpflanze abgetrennt und ausgegraben werden. Nun sollte die Pflanze auf ein Drittel ihrer Größe zurückgeschnitten und eingepflanzt werden. Dies kann im Frühjahr nach Bildung der Ausläufer oder Spätherbst erfolgen. Die Ausbreitung im Garten erfolgt über diese Wurzelausläufer.

Stecklinge

Eine weiter Möglichkeit zu Vermehrung bieten Stecklinge. Stecklinge sind einjährige Triebe, welche kräftig und verholzt sind. Diese werden im Spätherbst vor dem ersten Frost geschnitten (etwa 20 cm Länge) und bis zum Frühjahr kühl und feucht aufbewahrt-etwa in feuchtem Sand in einer Kiste im Keller. Der Trieb sollte drei bis fünf Augen enthalten. Alle Blätter, außer die obersten, sollten entfernt werden. Im Frühjahr können sie nun direkt in die Erde oder in einen tiefen Kübel gepflanzt werden. Die Erde sollte locker und gut durchlässig sein- staunässe sollte vermieden werden. Die Stecklinge sollten so tief gepflanzt werden, dass ein Auge rausschaut. Standort sollte hier halbschattig sein.

Pflege

Die Heckenrose sollte regelmäßig von Unkraut befreit werden. Eine Düngung des Bodens ist nur dann erforderlich, wenn der Boden zu wenig Nährstoffe enthält.

Heckenschnitt- nicht zu oft

Der Heckenschnitt bei Heckenrosen ist kein klassischer Schnitt, sondern als ausdünnen zu verstehen. Heckenrosen blühen nicht an den diesjährigen Trieben, sondern an ihren zweijährigen Trieben. Deshalb sollten nicht die diesjährigen Triebe entfernt werden. Sonst bleibt die Blütenpracht im nächsten Jahr aus. Beim Ausdünnen sollten alle toten Zweige entfernt werden. Zudem alle kranken, kahlen und störenden Zweige. Heckenrosen müssen nicht jährlich geschnitten werden- oft reicht ein Schnitt alle zwei bis drei Jahre. Lediglich frisch gepflanzte Hecken sollten in den ersten zwei Jahren jährlich geschnitten werden.

Der richtige Zeitpunkt für den Schnitt

Alle Ausdünnarbeiten sollten im Spätherbst erfolgen, wenn die Hecke abgelaubt hat. Jedoch sollten diese Schnittarbeiten in jedem Fall vor dem ersten Frost erfolgen. Einzige Ausnahme: Kranke und tote Zweige sollten umgehend entfernt werden (ganzjährig).

Radikale Verjüngung

Alle vier bis fünf Jahre sollte die Heckenrose radikal verjüngt werden. Dazu sollte die Heckenrose um ein Viertel bis zur Hälfte zurückgeschnitten werden. Dabei wird altes Gehölz entfernt. Regelmäßiges Verjüngen hält den Strauch jung. An zu altem Gehölz bilden sich keine neuen Triebe und so auch keine neuen Blüten mehr.

Richtig Schneiden

Damit beim Schnitt nichts schief geht, sollte man folgende Dinge unbedingt beachten:  Schnittpunkt sollte eine Stelle wenige Millimeter (ca. 5 mm) vor einem nach außen gerichtetem Auge oder Neutrieb sein. Der Schnitt sollte (egal ob Verjüngung oder Ausdünnung) stets schräg angesetzt vom Auge nach unten gehend sein- so heilen die Wunden besser.  Das Werkzeug, am besten eine Rosen- oder Heckenschere, sollte sauber und scharf sein. Um sicher zu sein, sollte man dieses Werkzeug vor dem Schneiden schärfen. Größere Wunden sollten mit Wundheilmitteln versorgt werden. Eine Desinfektion der Schnittstellen mit hochprozentigen Alkohol kann das Eindringen von Krankheitserregern verhindern. Schwache Triebe sollten stark und starke Triebe nur schwach zurückgeschnitten werden- dies gilt für alle Hecken. Von Schädlingen oder Pilzen befallene Zweige sollten auf keinen Fall in den Gartenkompost. Diese sollten sofort entsorgt oder verbrannt werden. Um Verletzungen an den Händen zu vermeiden sollten dicke Lederhandschuhe getragen werden. Zudem sollte man Kleidung tragen, welche die Arme und Beine bedeckt. So werden Schnittverletzungen durch die Stacheln vermieden.

Sträucher schneiden

Als Strauch gepflanzte Heckenrosen sollten im ersten Jahr kräftig zurückgeschnitten werden. Das Fördert das Blütenwachstum der nächsten Jahre. Anschließend ist es ausreichend, altes Gehölz sowie kranke und tote zweige herauszuschneiden. Dabei gelten für Werkzeug und Schnitttechnik dieselben Regeln wie für Hecken.

Heckenrosen gut durch den Winter bringen

Neben dem Heckenschnitt und zusammenharken der Blätter nach dem Laubfall (verhindert Pilzbefall- verrottendes Laub ist idealer Nährboden für Pilzsporen) kann man der Heckenrose noch ein Extra für den Winter geben. Dazu muss man lediglich etwas Kompost oder etwa zehn Zentimeter dicken Mist unter der Heckenrose aufbringen.  So wird der Boden feucht gehalten und die Pflanze kann sich die notwendigen Nährstoffe für eine schöne Blüte und ein gutes Wachstum aus diesem entnehmen. Rindenmulch, der unter der Hecke aufgebracht ist, hilft dabei den Boden locker zu halten und bietet einen natürlichen Frostschutz.

Heckenrosen entfernen

Soll die Hecke entfernt werden, ist es wichtig, alle Wurzeln und Wurzelausläufer vollständig zu entfernen. Sonst ist es sehr wahrscheinlich, dass die Heckenrose nachwächst.

Ergänzungspflanzen runden das Bild ab

Eine Hecke der Heckenrose alleine ist schon schön anzusehen, kann jedoch außerhalb der Blüte- und Früchtezeit ein wenig eintönig wirken. Dem kann man mit Ergänzungspflanzungen entgegenwirken.

Gräser kühlen im Sommer

Unter die Heckenrosen lassen sich gut Gräser pflanzen. Diese halten den Boden unter der Heckenrose kühl und verhindern so ein schnelles Austrocknen des Bodens. Gräser wirken unter Heckenrosen gepflanzt sehr natürlich. Besonders eignen sich Lampenputzergras, Land-Reitgras, Blauschwingel, Zierhirse oder auch Liebesgras.

Kräuter als natürliche Schädlingsbekämpfung

Kräuter sorgen durch die Absonderung ihrer ätherischen Öle nicht nur für einen herrlichen Duft im Garten, sie vertreiben nebenbei gefräßige Schädlinge.  Es eignen sich Oregano, Thymian Schnittlauch, Rosmarin, Estragon, Zitronenmelisse, Salbei, oder auch Fenchel. Diese bieten nicht nur eine schöne Optik-besonders, wenn sie blühen- und einen herrlichen Duft. Sie eignen sich auch gut zum Kochen und Backen. Ein Klassiker für alle Rosen ist der Lavendel. Lavendel hält mit seinen ätherischen Ölen Blattläuse fern und passt farblich zu jeder Heckenrose.

Stauden bieten Farbspiele

Wünscht man sich weitere Farbakzente, eignen sich Stauden. Diese sind mehrjährig und können richtig kombiniert der Heckenrose neuen Glanz verleihen. Dabei kann man Ton in Ton zur Blüte der Heckenrose pflanzen, Kontraste schaffen oder durch andere Blütenformen für Abwechslung sorgen. Es empfiehlt sich jedoch eine Staude zu wählen, welche die Heckenrose nicht überragt. Es ist auch darauf zu achten, dass die Staude ähnliche Standortbedingen hat. Stauden sollten nicht direkt unter die Hecke, sondern besser vor der Hecke gepflanzt werden.

Rittersporn erhält man in verschiedenen Blaunuancen. Schneidet man ihn nach der Blüte zurück, blüht er im September ein zweites Mal.

Fingerhut bietet sich besonders in naturnah gestalteten Gärten an. Er blüht während der Hauptwachstumsphase der Heckenrose und bietet besonders zu weißblühenden Heckenrosen einen schönen Kontrast.

Clematis ist durch ihre Sortenvielfalt die ideale Ergänzungspflanze. Hier ist jedoch ein Pflanzabstand von 100cm zur Heckenrose zu beachten. Mit dieser Pflanze lassen sich sowohl Kontraste als auch Harmonien erzeugen.

Frauenmantel wächst relativ bodendeckend und unterstützt durch seine dezente Farbe die Farbe der Heckenrosen.

Katzenminze bietet durch ihren kräftigen violetten bis blauen Farbton einen schönen Kontrast. Ein weiterer Vorteil: Sie blüht von Mai bis Oktober. Ihre ätherischen Öle schützt die Heckenrose vor Schädlingen und den Menschen vor Mücken.

Astern sind ebenfalls eine schöne Ergänzung zur Heckenrose. Hierbei erzeugen weiß-lila oder pinke Astern schöne Kontraste.

Glockenblumen eignen sich besonders gut, wenn die Heckenrose noch nicht sehr hoch ist. Ihre niedrige Wuchshöhe von 15 cm passt sehr gut.

Die häufigsten Schädlinge

Wie alle Rosen, werden auch Heckenrosen gerne von Blattläusen befallen. Dem kann natürlich durch die Pflanzung von Lavendel oder Thymian vorgebeugt werden. Dies ist jedoch kein 100 prozentiger Schutz. Sollten ihre Heckenrosen also doch befallen werden, können sie zum einem chemisch dagegen vorgehen. Dies ist jedoch aus mehreren Gründen nicht ideal- so können zum Beispiel danach die Hagebutten nicht mehr verzehrt werden. Ein altes Hausmittel ist die Behandlung mit Spülmittel. Dazu vermischt man dieses im Verhältnis 1 zu 1 mit Wasser und sprüht dieses auf die Pflanze. Nach maximal zehnminütiger Einwirkzeit wird alles mit reichlich Wasser abgespült. Der Nachteil dieser Methode: Man tötet neben den Blattläusen auch andere Insekten und die Mischung sickert in den Boden. Eine weitere Methode gegen Blattläuse vorzugehen liegt in der Entfernung der stark befallenen Pflanzenteile. Die Pflanze anschließend mit einem starken Wasserstrahl absprühen. Dadurch werden die verbliebenen Blattläuse weggespült. Aber auch hier können neben den Blattläusen andere Insekten getroffen werden. Die entfernten Pflanzenteile sollten nicht auf den Gartenkompost entsorgt werden.

Die gemeine Rosengallwespe sticht in die Pflanze. Es entstehen Wucherungen, die auch als „Rosenäpfel“ Oder „Schlafapfel“ bezeichnet werden. Diese Wucherungen bestehen aus mehreren Kammern, in denen die Larven der gemeinen Rosengallwespe heranwachsen. Dies können einfach herausgeschnitten werden.

Wird die Pflanze vom echten Mehltau befallen, empfiehlt sich auch hier die rasche Entfernung der befallenen Pflanzenteile und eine anschließende kalibetonte Düngung.

Umweltfreundliche Schönheit

Wer Heckenrosen pflanzt leistet einen wichtigen Beitrag für die Umwelt. Denn Heckenrosen sehen nicht nur schön aus. Sie bieten ein Zuhause für viele Singvögel. Vögel können in ihr nisten und sind durch die Stacheln vor Fressfeinden geschützt. Heckenrosen ziehen viele Insekten an. Dies fördert das Artenreichtum in Ihrem Garten. Außerdem gelten sie als besonders bienenfreundlich. Die Hagebutten bieten den Vögeln und anderen Tieren im Winter eine gute Nahrungsquelle. Ihre Robustheit macht den Einsatz von Chemikalien im Garten überflüssig. Heckenrosen tragen zudem zur Reinigung der Luft bei.

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