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Kugelakazie • Robinia pseudoacacia Umbraculifera
Kugelakazie • Robinia pseudoacacia Umbraculifera
Auch unter dem Namen Kugelrobinie bekannt, säumt dieser Baum häufig Alleen und ziert Gärten. Die grün-blauen und ovalen Blätter sind zierlich, im Herbst leuchten sie rot oder goldbraun. Ohne Schnitt erreicht die Robinia pseudoacacia...
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Sumpf-Eiche Green Dwarf • Quercus palustris Green Dwarf
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Die Quercus palustris Green Dwarf stammt ursprünglich aus dem nördlichen Teil Amerikas. Ebenso ist sie aber auch in Mittel- und Westeuropa zu finden. Das Schöne an der Sumpf-Eiche ist ihre Form. Diese zeigt sich mit kugelförmiger Krone....
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Kugelahorn • Acer platanoides Globosum
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Der Acer platanoides auf Deutsch Kugelahorn ist für kleine Hausgärten ein sehr schöner, aber auch pflegeleichter Kugelbaum. Seine dichte Baumkrone bietet genügend Schutzmöglichkeiten für Vögel und Bienen und dient im Sommer als idealer...
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Kugel Trompetenbaum • Catalpa bignonioides Nana
Der Kugel Trompetenbaum ist besonders bekannt für seinen einzigartigen Wuchs und seine späte Blütezeit. Der Baum erreicht insgesamt eine Gesamtgröße zwischen 2 und 4 Metern mit einem durchschnittlichen Wachstum von 10 bis 20 cm pro Jahr....
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Spitzahorn Crimson Sentry • Acer platanoides Crimson Sentry
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Der Spitzahorn Crimson Sentry schmückt den Garten durch seine außergewöhnliche Laubfärbung in tiefen Rot- bis Violetttönen. Aufgrund seiner hohen Bodentoleranz kann der pflegeleichte Baum an den verschiedensten Standorten angesiedelt...
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Die Prunus fruticosa Globosa oder einfach Kugelkirsche beziehungsweise Steppenkirsche ist ein vergleichsweise kleiner Kirschbaum. In der Höhe erreicht er 3,5 bis 5 m, in der Wuchsbreite sind 1,5 bis 2,5 m zu verzeichnen. Mit einer...
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Kugelbäume kaufen

 

Allgemeines über Kugelbäume

Kugelbäume erkennt selbst der absolute Pflanz- oder Gartenneuling auf den ersten Blick, denn ihr Name verrät praktischerweise bereits ihr markantestes Merkmal – die kugelrunde Form ihrer Baumkronen. Es handelt sich bei ihnen nämlich einfach nur um besondere Züchtungen ganz gewöhnlicher Laub- und Nadelbäume. Kugelbäume unterscheidet, abgesehen von ihrer Form und Größe, kaum etwas von ihren gewöhnlichen Artgenossen. Genau das macht vielleicht ihren Reiz aus. Sie sind sehr dekorativ und können auch genau zu diesem Zweck eingesetzt werden. Sie wirken gleichzeitig aber nicht aufgesetzt und passen somit nahezu überallhin. Besonders beliebt sind sie bei Hausbesitzern oder Kleingärtnern. Aus diesem Grund werden sie oft auch Hausbäume genannt.

Abgesehen von den vielen verschiedenen Sorten gibt es auch unterschiedliche Erscheinungsbilder, die den Kugelbaum wiederum für verschiedene Zielgruppen und Verwendungszwecke attraktiv machen. Sie dienen zur bloßen Zierde genauso wie als praktischer Schattenspender. Für nahezu jeden Zweck gibt es mindestens einen passenden Kugelbaum.

 

Sorten von Kugelbäumen

Das größte Unterscheidungskriterium innerhalb der Kugelbäume ist die Notwendigkeit eines regelmäßigen Beschnitts. Manche Bäume sollten bestenfalls jährlich gestutzt und geschnitten werden, damit sie ihre Form behalten. Sie werden auch als schnittverträglich bezeichnet. Diese Bäume kann sich der Gärtner in überschaubarer Menge sehr gut in seinen Garten pflanzen und pflegen.

Andere Bäume bilden ihre nahezu kugelige Form von allein aus. Sie müssen nicht zurückgeschnitten werden. Diese Bäume eignen sich gut für größere Flächen, auf denen Schatten benötigt wird, sowie in großen Mengen, zum Beispiel in einem waldähnlichen Park, in dem ein jährlicher Beschnitt nicht vorgesehen ist. Erst nach vielen Jahren, nämlich wenn sie eine bestimmte Höhe erreicht haben, wachsen auch diese Bäume immer mehr in die Breite und verlieren ihre kugelige Form. Ihre Baumkronen sind trotzdem noch rund und kompakt und gleichen dann einem liegenden Ei.

Die meisten Kugelbäume werden nur wenige Meter hoch. Zu den besonders kleinen Kugelbäumen zählen der Kugel-Trompetenbaum (Catalpa bignonioides Nana) und die Kugel-Steppenkirsche (Prunus fruticosa Globosa), die jeweils nur etwa drei bis vier Meter hoch werden. Auch die Kugel-Robinien (Robinia pseudoacacia Umbraculifera) und die Kugel-Platanen (Platanus hispanica) werden nicht größer. Der Kugel-Ginkgobaum (Ginkgo biloba Mariken) wird ebenso nur drei bis vier Meter hoch und bleibt noch dazu sehr schmal, seine Baumkrone misst nicht einmal einen Meter in der Breite. Wird er in einen Kübel gepflanzt, bleibt er sogar noch kleiner. Am kleinsten ist aber vermutlich die Kugel-Sumpfeiche (Quercus palustris Green Dwarf), die weniger als drei Meter hoch wird.

Besonders kleine Baumkronen bildet neben dem Kugel-Ginkgobaum auch die Kugel-Esche (Fraxinus excelsior Nana). Obwohl sie insgesamt eine Wuchshöhe von bis zu sechs Metern erreicht, wird ihre Krone nicht breiter als drei, manchmal auch nur zwei Meter.

 

Wurzeln

Nicht nur in ein paar Metern Höhe, sondern auch unter der Erde unterscheiden sich Kugelbäume voneinander. Es gibt Flachwurzler, Tiefwurzler und Herzwurzler. Bei den Flachwurzlern verlaufen die Wurzeln nur knapp unter der Oberfläche. Sie benötigen genug Abstand sowohl zu anderen Bäumen als auch zu Häusern oder gepflasterten Wegen. Haben diese Bäume nicht genug Platz, können sie zum einen von unten her durchdrücken und dabei beispielsweise Beete oder Gehwegplatten anheben, aber auch geteerte Flächen aufreißen, oder zum anderen sogar Fundamente und Leitungen zerstören.

Die Wurzeln der Tiefwurzler reichen oft bis zu mehreren Metern tief in die Erde hinein. Diese Bäume sind nicht darauf angewiesen, regelmäßig gegossen zu werden, und können auch auf recht trockenen Böden stehen, da ihre Wurzeln genau so lang wachsen bis sie Wasservorräte aus tieferen Bodenschichten erreichen, mit denen sie sich dann ausreichend versorgen. Gesunde Bäume sind besonders wind- und sturmresistent und können, im Gegensatz zu den Flachwurzlern, unter normalen Umständen nicht entwurzelt, also sozusagen aus der Erde herausgezogen werden. Deshalb droht Häusern oder Gartenschuppen nicht die Gefahr, dass der Baum auf sie fallen und sie beschädigen könnte.

Die Wurzeln der sogenannten Herzwurzler wachsen in einer herzähnlichen Form. Sie bilden damit ein Bindeglied zwischen Tief- und Flachwurzlern. Ihre Vor- und Nachteile entsprechen deshalb denen der Tief- bzw. Flachwurzler, sind meist nur schwächer ausgebildet, da sie sich gegenseitig leicht aufheben. Ihre Wurzeln bilden sich sowohl knapp unter der Oberfläche als auch in die Tiefe aus. Bezüglich des Standorts gelten die gleichen Hinweise wie bei Flachwurzlern, wenn auch nicht ganz so streng, da ihre Oberflächenwurzeln auch nicht ganz so stark werden. Verspüren sie zu viel Widerstand bspw. durch Gebäude oder Straßen, bilden sie stattdessen mehr Wurzeln in der Tiefe.

 

Blätter, Blüten und Früchte

Besonders dekorative Blätter bieten der Kugel-Trompetenbaum und der Kugel-Ginkgobaum. Ihre großen herzförmigen bzw. kleinen fächerförmigen Blätter haben einen starken Wiedererkennungswert. Andere Kugelbäume bilden zwar die für ihre Sorte typischen Blätter aus, die Blätter des Kugel-Spitzahorns (Acer platanoides Globosum) sind z. B. fünfblättrig, genau wie bei seinem gewöhnlichen Verwandten, sie stechen deswegen aber kaum aus der Masse hervor.

Statt interessanter Blätter bilden viele Kugelbäume allerdings schöne Blüten aus. So z. B. die Kugel-Steppenkirsche, die diese im April und Mai zeigt. Sie sind zwar klein, aber strahlend weiß und in einer großen Zahl auf dem gesamten Baum verteilt. Später entwickeln sich aus ihnen dunkelrote Früchte, die aber weniger imposant sind als die Blüten. Sie sind teilweise essbar. 

Der Rotdorn (Crataegus laevigata) blüht im Mai in einem auffälligen Rot, hinterher trägt er aber keine Früchte.

Bei einigen Kugelbäumen sind die Blüten jedoch eher auch unscheinbar, etwa bei der Kugel-Platane. Im Mai trägt sie Blüten, diese fallen jedoch kaum auf. Zum Herbst hin bildet sie hingegen borstige, kugelförmige Früchte aus, die sehr dekorativ sind.

 

Besonders beliebte Sorten

Kugel-Spitzahorn

Besonders beliebt und in Deutschland weit verbreitet ist der Kugel-Spitzahorn. Er gehört mit seinen bis zu sechs Metern Höhe und fünf Metern Breite zu den größten Kugelbäumen. Trotz dieser enormen Dimensionen wird er gern im heimischen Garten eingesetzt, sofern dieser groß genug ist. Er ist aber auch vermehrt im öffentlichen Raum zu finden, bspw. auf Grünflächen oder Alleen. Aber auch vor Mehrfamilienhäusern bzw. in Hinterhöfen findet der Kugel-Spitzahorn Verwendung. Er sorgt für Sichtschutz, lässt aber immer noch genügend Tageslicht in die Wohnungen hinein.

Besonders attraktiv für den öffentlichen Raum macht ihn seine Anspruchslosigkeit und Robustheit. Ein Kugel-Spitzahorn benötigt keine große Zuwendung, lediglich am Anfang sollte für ausreichende Bewässerung gesorgt werden. Desweiteren gehört er zu den Kugelbäumen, die ihre Form von allein ausbilden. Erst nach etwa 10 Jahren verliert er sie allmählich und wächst nur noch in die Breite. Um seine ursprüngliche Form zu erhalten und seine Wuchsbreite zu begrenzen, kann er jedoch problemlos zurückgeschnitten werden, und das sogar sehr radikal.

Der Kugel-Spitzahorn wächst sehr kompakt. Seine sehr dicht stehenden Äste und seine vielen, großen Blätter bieten Vögeln gute Nistmöglichkeiten sowie Sichtschutz gegenüber anderen Tieren. Die Blätter des Kugel-Spitzahorns werden bis zu 15 Zentimetern lang und weisen die typische fünfblättrige Form auf. Im Herbst färben sie sich leuchtend gelb. Dies macht den Baum sehr attraktiv und deshalb auch für die lediglich dekorative Verwendung beliebt.

Der Kugel-Spitzahorn ist ein Flachwurzler. Für den Vorgarten ist er deshalb, und natürlich aufgrund seiner extremen Ausmaße, nicht geeignet. Auch in der Nähe von Straßen oder Fußwegen, wo er häufig eingesetzt wird, eignet er sich eigentlich nicht besonders gut. Nach ein paar Jahren passiert es häufig, dass der Gehweg uneben wird, da die starken Wurzeln die Platten oder Pflastersteine nach oben drücken.

Kugel-Robinie

Die Kugel-Robinie wird fälschlicherweise oft auch Kugel-Akazie genannt, da ihre Blätter denen der Akazie ähneln. Sie erreicht etwa dieselben Ausmaße wie der Kugel-Spitzahorn und gehört deshalb ebenfalls zu den größten Kugelbäumen. Ebenso wie der Kugel-Spitzahorn ist auch sie ein Flachwurzler und noch dazu sehr wuchsfreudig.

Ansonsten ist sie pflegeleicht und anspruchslos und deshalb auch für Gärtner mit wenig Erfahrung geeignet. Lediglich während der Anzucht muss sie regelmäßig gegossen werden. Für gewöhnlich wächst die Kugel-Robinie von allein in ihre kugelige Form. Sie kann jedoch problemlos zurückgeschnitten werden, damit sie entweder nicht weiter in die Breite wächst oder um kranke oder schwache Äste zu entfernen.

Die Kugel-Robinie hat besonders schöne, typisch gefiederte Blätter. Ihre Herbstfärbung gilt unter den Kugelbäumen als besonders attraktiv und macht sie aus diesem Grund auch sehr beliebt.

Die Äste und Zweige der Kugel-Robinie sind nur sehr dünn und zart und können bei Sturm schnell abbrechen. Aus diesem Grund sollte bei der Standortwahl auch auf ausreichenden Windschutz geachtet werden.

Kugel-Trompetenbaum

Der Kugel-Trompetenbaum  trägt für gewöhnlich keine Blüten und bildet auch keine Früchte aus. Er ist trotzdem für dekorative Zwecke geeignet. Seine Herbstfärbung ist leuchtend gelb und im Vergleich mit vielen anderen Kugelbäumen besonders schön. Seine Blätter sind herzförmig und werden bis zu 15 Zentimeter lang. Sie liegen dachziegelartig aufeinander. So stellt er einen ausgezeichneten Schattenspender dar. Nach ein paar Jahren verliert er seine Kugelform, kann dann aber problemlos zurückgeschnitten werden. Zu Beginn, wenn der Kugel-Trompetenbaum noch klein ist, kann er auch im Kübel gehalten werden, benötigt dann aber einen ausreichenden Winterschutz. Wird er dann bspw. im Garten eingepflanzt, kann er eine Wuchshöhe von bis zu vier Metern erreichen und auch genauso breit werden.

Kugel-Scheinzypresse

Bei der Kugel-Scheinzypresse (Chamaecyparis lawsoniana Globus) handelt es sich um einen kugelförmigen Nadelbaum. Sie ist besonders schnittverträglich und muss auch regelmäßig zurückgeschnitten werden, damit sie ihre Form behält. Ein Rückschnitt muss mindestens einmal pro Jahr erfolgen, am besten im Juni. Ein weiteres Mal kann die Kugel-Scheinzypresse auch im Spätwinter zurückgeschnitten werden. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass sie auch im Winter grün ist. Aus diesem Grund eignet sie sich sehr gut als Dekoration im Vorgarten oder auch als ganzjähriger Sichtschutz.

 

Herkunft

Die meisten Kugelbäume haben keine geografische Herkunft. Ihre Herkunft oder Sorte wird deshalb häufig mit dem Wort Cultivar umschrieben. Diese Bezeichnung geht zurück auf die englischen Begriffe cultivated (kultiviert) und variety (Varietät). So werden Pflanzen bezeichnet, die sich nicht auf natürlichem Wege entwickelt haben, sondern gezüchtet wurden, damit sie besondere Merkmale herausbilden. Bei den Kugelbäumen sind das die offensichtlichen Merkmale Größe und Form.

Die gängige Form der der Kultivierung bei Kugelbäumen ist die Veredelung. Dies geschieht fast immer in einer Baumschule. Zuerst wird eine sogenannte stammbildende Unterlage herangezogen. Damit der Stamm schön gerade wächst, werden seine Äste regelmäßig entfernt. Auf einer bestimmten Höhe, die von Kugelbaum zu Kugelbaum verschieden ist, wird eine andere Sorte aufgepfropft, also veredelt. Der Stamm wächst anschließend nicht weiter in die Höhe, sondern wird maximal noch etwas dicker, die veredelte Blattkrone wächst jedoch Jahr für Jahr, bei manchen Sorten schneller, bei anderen langsamer, und meistens sehr dicht und kompakt.

 

Verwendung

Kugelbäume bieten durch ihre unterschiedlichen Merkmale verschiedene Verwendungsmöglichkeiten und eignen sich für die verschiedensten Einsatzgebiete. Etwas kleiner, dafür aber exakt in ihre kugelrunde Form gestutzt, sind sie ein dekorativer Blickfang im schönen Vorgarten. Oft werden sie neben Zufahrtswegen oder als eine kleine Allee zur Garage oder Haustür gepflanzt. Größere Exemplare, die nicht regelmäßig beschnitten werden sollen oder können, dienen in öffentlichen Parks oder auf Grünflächen als Schattenspender. Überall da, wo zumindest alle paar Jahre ein Beschnitt durchgeführt werden soll, z. B. in Wohnsiedlungen, Parkanlagen oder Fußgängerzonen, eignen sich Kugelbäume besser als gewöhnliche Bäume, da sie durch ihre niedrigere Höhe besser erreicht werden können.

Schattenspender

Im heimischen Garten oder in öffentlichen Parkanlagen sind Kugelbäume als Schattenspender sehr beliebt. Gerade mittelgroße Gärten bieten gewöhnlichen Bäumen nicht genug Platz, da bei ihnen schnell der ganze Garten im Schatten liegt und ein Sonnenbad nicht mehr möglich ist. Auch auf Wiesen und Parkanlagen machen sich Kugelbäume gut. Sie wachsen dicht und kompakt, bilden ihre Form oftmals von ganz allein und brauchen nicht viel Pflege. Spaziergänger oder Radfahrer müssen auch bei Sturm und Unwetter nicht fürchten, von herabfallenden Ästen getroffen zu werden, da dies bei gesunden Kugelbäumen nicht passiert. Gerade Tiefwurzler sind so stark in der Erde verwurzelt, dass ihnen auch sehr starker Wind nichts anhaben kann.

Auch für den Garten empfehlen sich besonders Tiefwurzler. Anders als Flachwurzler, die mit ihren Wurzeln Beete aufreißen könnten, zerstören sie angrenzende Beete oder Wiesen nicht, sodass sie bspw. mit Gräsern oder Blumen unterpflanzt werden können.

Ein sehr schöner schattenspendender Baum ist der Kugel-Trompetenbaum. Er wächst nicht zu hoch. Seine dachziegelartigen Blätter sorgen nicht nur für ausreichenden Schutz vor der Sonne, sondern sind außerdem hübsch anzuschauen.

Sichtschutz

Die wenigsten Kugelbäume eignen sich als Sichtschutz, da die meisten von ihnen zum Winter hin ihre Blätter abwerfen. Die Kugel-Scheinzypresse ist einer der wenigen Kugelbäume, die auch im Winter grün sind und einen ausreichenden Sichtschutz bieten. Wird der Sichtschutz nur im Sommer benötigt, bspw. um neugierige Blicke der Nachbarn oder vorbeispazierenden Fußgänger beim Baden oder Sonnen zu verhindern, eignen sich wiederum fast alle Kugelbäume, da sie sehr kompakt und dicht wachsen. Natürlich muss dabei die richtige Baumgröße und vor allem -höhe gewählt werden.

Dekoration

Kugelbäume können mit mindestens drei dekorativen Elementen aufwarten: mit ihrer perfekten Form, mit ihren interessanten Blättern oder mit ihren außergewöhnlichen Farben.

Gärtner, die viel Wert auf perfekt in Form gestutzte Pflanzen legen, sollten zu langsam wachsenden oder besonders schnittverträglichen Kugelbäumen wie dem Kugel-Ginkgobaum, der Kugel-Esche oder Kugel-Scheinzypresse greifen. Bei ihnen muss zum einen nicht so häufig und zu anderen nicht so stark zurückgeschnitten werden und sie bleiben auch nach dem Schnitt noch lange in ihrer Form.

Nahezu alle Kugelbäume färben im Herbst ihre Blätter und werfen sie anschließend ab. Bei manchen von ihnen ist dieser Vorgang besonders imposant und schön anzusehen. Wer sich also im Herbst an den schönen Farben der Kugelbäume erfreuen möchte, ist mit der Kugel-Robinie oder dem Kugel-Amberbaum (Liquidambar styraciflua) bestens beraten. Bei beiden färben sich die Blätter im Herbst besonders farbenprächtig.

Die Kugel-Platane ist im Frühjahr und Sommer eher unscheinbar. Sie trägt im Mai zwar Blüten, aber diese sind nicht sonderlich auffällig. Im Herbst jedoch besticht sie mit ihren großen Blättern, die sich ockergelb färben, und ihren kugeligen, borstigen Früchten. Auffallende Früchte, nämliche braune Eicheln, und schöne Blätter trägt auch die Kugel-Sumpfeiche . Noch dazu zeigt sie goldfarbene Kätzchen.

Vorgarten

Kugelbäume im Vorgarten haben meist einen rein dekorativen Charakter. Sie sollen den Weg zur Haustür oder Garage bzw. den Eingangsbereich optisch aufwerten und dem ganzen Erscheinungsbild des Hauses ein besonderes Flair verleihen. Empfehlenswert ist aus diesem Grund ein immergrüner Kugelbaum wie z. B. die Kugel-Scheinzypresse. Aber auch die Kugel-Esche und der Kugel-Amberbaum sind als Vorgartenbäume sehr beliebt, ebenso wie die Kugel-Steppenkirsche. Sie zählen zu den Tiefwurzlern und können so im vielleicht etwas engeren Vorgarten keinen Schaden anrichten. Flachwurzler, wie z. B. der Kugel-Spitzahorn oder die Kugel-Robinie, hingegen sind für den Vorgarten gänzlich ungeeignet. Ihre starken Wurzeln würden nach ein paar Jahren andere Pflanzen und den befestigten Weg oder sogar das Haus beschädigen. Generell sollten im Vorgarten nur Bäume angepflanzt werden, die überschaubare Maße erreichen, da sie sonst das Haus eher verdecken als aufwerten.

Terrasse

Auch direkt neben oder in einem kleinen Beet sogar innerhalb der Terrasse kann ein Kugelbaum sehr schön aussehen und einen wichtigen Zweck erfüllen. Er ersetzt dort den Sonnenschirm und bildet einen natürlichen Sonnenschutz. Besonders wichtig ist dabei, dass am besten nur Tiefwurzler, in Ausnahmefälle auch Herzwurzler, auf keinen Fall aber Flachwurzler verwendet werden, da sie die Terrasse von unten her anheben und aufbrechen könnten. Geeignet sind deshalb z. B. die Kugel-Esche, der Kugel-Trompetenbaum oder der Kugel-Amberbaum.

Kübel

Die ersten Jahre ist der Kugel-Trompetenbaum für eine Bepflanzung im Blumenkübel geeignet. Da Pflanzkübel jedoch sehr schnell zufrieren, benötigt er dann aber zwingend einen Winterschutz. Auch der Kugel-Ginkgobaum kann im Kübel gehalten werden, Jungpflanzen müssen aber ebenfalls vor Frost geschützt werden. Das geht unter Umständen im Keller, da er im Winter auch dunkel stehen kann. Im Kübel wird er generell nur maximal 150 Zentimeter hoch.

Die Zuckerhutfichte (Picea glauca var. albertiana Conica) ist ein sehr langsam wachsender Nadelbaum und ebenfalls gut für einen Kübel geeignet.

Da Kugelbäume im Kübel nicht so groß werden wie ihre Artgenossen auf der Wiese oder im Park, haben auch pflanzenbegeisterte Kinder viel Freude an ihnen. Sie können sich ab einem gewissen Alter selber um ihren Kugelbaum kümmern und ihn entsprechend pflegen.

 

Pflege

Da es sich bei den Kugelbäumen um gewöhnliche Laub- bzw. Nadelbäume handelt, stellen die meisten von ihnen keine besonderen Ansprüche an den Gärtner. Sie sind robust und pflegeleicht und auch für Anfänger gut geeignet.

Der perfekte Zeitpunkt für den Rückschnitt ist von Baum zu Baum verschieden und kann deshalb nicht allgemein angegeben werden. Die meisten von ihnen müssen auch gar nicht zurückgeschnitten werden.

Der Kugel-Spitzahorn bspw. muss eigentlich überhaupt nicht zurückgeschnitten werden. Natürlich kann ein Rückschnitt trotzdem gewünscht sein. In diesem Fall muss bis spätestens Ende Januar zurückgeschnitten werden. Hat der Saftstrom erst einmal begonnen, könnte ein Zurückschneiden schlimme Folgen haben. Beim Zurückschneiden gibt es zwei mögliche Vorgehensweisen. So kann der Rückschnitt vorsichtig geschehen, so dass z. B. hauptsächlich kranke oder abgestorbene Äste entfernt werden. Dieses Vorgehen wird auch als Auslichten bezeichnet. Er kann jedoch auch ganz radikal zurückgeschnitten werden. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn die Baumkrone mit der Zeit zu stark gelitten hat und ein kompletter Neuaufbau gewünscht ist. Dabei werden dann Zweige stark zurückgeschnitten. Radikal heißt in diesem Fall jedoch nicht grob oder rabiat. Sollte der Baum beim Schneidevorgang verletzt werden, muss er unbedingt mit einem Wundverschlussmittel behandelt werden.

Der Kugel-Ginkgobaum gehört auch zu den Bäumen, die ihre Form von allein ausbilden und einen regelmäßigen Schnitt nicht nötig haben. Er wird auch ohne Rückschnitt nur etwa drei bis vier Meter hoch und weniger als einen Meter breit. Nur bei älteren Bäumen bietet sich ein regelmäßiger Schnitt an, da sie dadurch verjüngt werden können.  Aber auch in jungen Jahren ist er schnittverträglich und kann, bspw. um seinen Wuchs zu begrenzen, zurückgeschnitten werden. Ein Rückschnitt sollte immer nur im Frühjahr vorgenommen werden.

Auch die Kugel-Robinie kann regelmäßig auf die gewünschte Höhe zurückgeschnitten werden, muss aber nicht. Wenn ein Rückschnitt gewünscht ist, sollte dies wie beim Kugel-Spitzahorn zum Ende des Winters hin geschehen. Hat der Saftstrom bereits begonnen, ist es für einen Rückschnitt zu spät. Die Kugel-Robinie wächst sehr schnell. Sollte der Baum also z. B. eine maximale Wuchsbreite nicht überschreiten, muss vermutlich jährlich und teilweise radikal zurückgeschnitten werden. Das verträgt sie aber problemlos. Bei jedem Rückschnitt, egal ob leicht oder radikal, ist auf jeden Fall Vorsicht geboten. Die Kugel-Robinie ist giftig und besonders in der Rinde findet sich die größte Giftkonzentration.

Auch die Kugel-Sumpfeiche muss normalerweise nicht zurückgeschnitten werden, verträgt einen Rückschnitt aber recht gut. Sinnvoll ist ein Rückschnitt vor allem dann, wenn die Wuchsdichte nicht ausreichend erscheint und mehr Verzweigungen gewünscht werden. Wird die Kugel-Sumpfeiche im Herbst zurückgeschnitten, sorgt das für einen dichteren Wuchs.

Für den Kugel-Trompetenbaum sind Februar und März die passenden Schnittmonate. Hier dürfen die Äste allerdings nicht mehr als zwei Drittel gekürzt werden, einen besonders radikalen Rückschnitt verträgt er ganz und gar nicht. Dafür wächst er sehr schnell und treibt bald wieder aus.

 

Anschaffung

Die Anschaffung eines Kugelbaums sollte wohl durchdacht sein, denn er bietet gegenüber anderen Pflanzen sowohl Vor- als auch Nachteile. Die meisten von ihnen liegen auf der Hand, immerhin handelt es sich um einen Baum.

Der Gärtner oder Hausbesitzer hat meist jahrelang Freude an ihm. Während der Ertrag von Erntepflanzen mit der Zeit nachlassen kann und ein Austausch der Pflanze notwendig wird, wächst ein Kugelbaum einfach vor sich hin. Er ist dekorativ und praktisch, spendet zum Beispiel Schatten und dient als Sichtschutz. Plant der Gärtner oder Hausbesitzer nach ein paar Jahren seinen Garten oder Vorgarten jedoch neu, ist es oftmals nur schwer oder gar nicht möglich, den Baum erfolgreich umzupflanzen.

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Allgemeines über Kugelbäume

Kugelbäume erkennt selbst der absolute Pflanz- oder Gartenneuling auf den ersten Blick, denn ihr Name verrät praktischerweise bereits ihr markantestes Merkmal – die kugelrunde Form ihrer Baumkronen. Es handelt sich bei ihnen nämlich einfach nur um besondere Züchtungen ganz gewöhnlicher Laub- und Nadelbäume. Kugelbäume unterscheidet, abgesehen von ihrer Form und Größe, kaum etwas von ihren gewöhnlichen Artgenossen. Genau das macht vielleicht ihren Reiz aus. Sie sind sehr dekorativ und können auch genau zu diesem Zweck eingesetzt werden. Sie wirken gleichzeitig aber nicht aufgesetzt und passen somit nahezu überallhin. Besonders beliebt sind sie bei Hausbesitzern oder Kleingärtnern. Aus diesem Grund werden sie oft auch Hausbäume genannt.

Abgesehen von den vielen verschiedenen Sorten gibt es auch unterschiedliche Erscheinungsbilder, die den Kugelbaum wiederum für verschiedene Zielgruppen und Verwendungszwecke attraktiv machen. Sie dienen zur bloßen Zierde genauso wie als praktischer Schattenspender. Für nahezu jeden Zweck gibt es mindestens einen passenden Kugelbaum.

 

Sorten von Kugelbäumen

Das größte Unterscheidungskriterium innerhalb der Kugelbäume ist die Notwendigkeit eines regelmäßigen Beschnitts. Manche Bäume sollten bestenfalls jährlich gestutzt und geschnitten werden, damit sie ihre Form behalten. Sie werden auch als schnittverträglich bezeichnet. Diese Bäume kann sich der Gärtner in überschaubarer Menge sehr gut in seinen Garten pflanzen und pflegen.

Andere Bäume bilden ihre nahezu kugelige Form von allein aus. Sie müssen nicht zurückgeschnitten werden. Diese Bäume eignen sich gut für größere Flächen, auf denen Schatten benötigt wird, sowie in großen Mengen, zum Beispiel in einem waldähnlichen Park, in dem ein jährlicher Beschnitt nicht vorgesehen ist. Erst nach vielen Jahren, nämlich wenn sie eine bestimmte Höhe erreicht haben, wachsen auch diese Bäume immer mehr in die Breite und verlieren ihre kugelige Form. Ihre Baumkronen sind trotzdem noch rund und kompakt und gleichen dann einem liegenden Ei.

Die meisten Kugelbäume werden nur wenige Meter hoch. Zu den besonders kleinen Kugelbäumen zählen der Kugel-Trompetenbaum (Catalpa bignonioides Nana) und die Kugel-Steppenkirsche (Prunus fruticosa Globosa), die jeweils nur etwa drei bis vier Meter hoch werden. Auch die Kugel-Robinien (Robinia pseudoacacia Umbraculifera) und die Kugel-Platanen (Platanus hispanica) werden nicht größer. Der Kugel-Ginkgobaum (Ginkgo biloba Mariken) wird ebenso nur drei bis vier Meter hoch und bleibt noch dazu sehr schmal, seine Baumkrone misst nicht einmal einen Meter in der Breite. Wird er in einen Kübel gepflanzt, bleibt er sogar noch kleiner. Am kleinsten ist aber vermutlich die Kugel-Sumpfeiche (Quercus palustris Green Dwarf), die weniger als drei Meter hoch wird.

Besonders kleine Baumkronen bildet neben dem Kugel-Ginkgobaum auch die Kugel-Esche (Fraxinus excelsior Nana). Obwohl sie insgesamt eine Wuchshöhe von bis zu sechs Metern erreicht, wird ihre Krone nicht breiter als drei, manchmal auch nur zwei Meter.

 

Wurzeln

Nicht nur in ein paar Metern Höhe, sondern auch unter der Erde unterscheiden sich Kugelbäume voneinander. Es gibt Flachwurzler, Tiefwurzler und Herzwurzler. Bei den Flachwurzlern verlaufen die Wurzeln nur knapp unter der Oberfläche. Sie benötigen genug Abstand sowohl zu anderen Bäumen als auch zu Häusern oder gepflasterten Wegen. Haben diese Bäume nicht genug Platz, können sie zum einen von unten her durchdrücken und dabei beispielsweise Beete oder Gehwegplatten anheben, aber auch geteerte Flächen aufreißen, oder zum anderen sogar Fundamente und Leitungen zerstören.

Die Wurzeln der Tiefwurzler reichen oft bis zu mehreren Metern tief in die Erde hinein. Diese Bäume sind nicht darauf angewiesen, regelmäßig gegossen zu werden, und können auch auf recht trockenen Böden stehen, da ihre Wurzeln genau so lang wachsen bis sie Wasservorräte aus tieferen Bodenschichten erreichen, mit denen sie sich dann ausreichend versorgen. Gesunde Bäume sind besonders wind- und sturmresistent und können, im Gegensatz zu den Flachwurzlern, unter normalen Umständen nicht entwurzelt, also sozusagen aus der Erde herausgezogen werden. Deshalb droht Häusern oder Gartenschuppen nicht die Gefahr, dass der Baum auf sie fallen und sie beschädigen könnte.

Die Wurzeln der sogenannten Herzwurzler wachsen in einer herzähnlichen Form. Sie bilden damit ein Bindeglied zwischen Tief- und Flachwurzlern. Ihre Vor- und Nachteile entsprechen deshalb denen der Tief- bzw. Flachwurzler, sind meist nur schwächer ausgebildet, da sie sich gegenseitig leicht aufheben. Ihre Wurzeln bilden sich sowohl knapp unter der Oberfläche als auch in die Tiefe aus. Bezüglich des Standorts gelten die gleichen Hinweise wie bei Flachwurzlern, wenn auch nicht ganz so streng, da ihre Oberflächenwurzeln auch nicht ganz so stark werden. Verspüren sie zu viel Widerstand bspw. durch Gebäude oder Straßen, bilden sie stattdessen mehr Wurzeln in der Tiefe.

 

Blätter, Blüten und Früchte

Besonders dekorative Blätter bieten der Kugel-Trompetenbaum und der Kugel-Ginkgobaum. Ihre großen herzförmigen bzw. kleinen fächerförmigen Blätter haben einen starken Wiedererkennungswert. Andere Kugelbäume bilden zwar die für ihre Sorte typischen Blätter aus, die Blätter des Kugel-Spitzahorns (Acer platanoides Globosum) sind z. B. fünfblättrig, genau wie bei seinem gewöhnlichen Verwandten, sie stechen deswegen aber kaum aus der Masse hervor.

Statt interessanter Blätter bilden viele Kugelbäume allerdings schöne Blüten aus. So z. B. die Kugel-Steppenkirsche, die diese im April und Mai zeigt. Sie sind zwar klein, aber strahlend weiß und in einer großen Zahl auf dem gesamten Baum verteilt. Später entwickeln sich aus ihnen dunkelrote Früchte, die aber weniger imposant sind als die Blüten. Sie sind teilweise essbar. 

Der Rotdorn (Crataegus laevigata) blüht im Mai in einem auffälligen Rot, hinterher trägt er aber keine Früchte.

Bei einigen Kugelbäumen sind die Blüten jedoch eher auch unscheinbar, etwa bei der Kugel-Platane. Im Mai trägt sie Blüten, diese fallen jedoch kaum auf. Zum Herbst hin bildet sie hingegen borstige, kugelförmige Früchte aus, die sehr dekorativ sind.

 

Besonders beliebte Sorten

Kugel-Spitzahorn

Besonders beliebt und in Deutschland weit verbreitet ist der Kugel-Spitzahorn. Er gehört mit seinen bis zu sechs Metern Höhe und fünf Metern Breite zu den größten Kugelbäumen. Trotz dieser enormen Dimensionen wird er gern im heimischen Garten eingesetzt, sofern dieser groß genug ist. Er ist aber auch vermehrt im öffentlichen Raum zu finden, bspw. auf Grünflächen oder Alleen. Aber auch vor Mehrfamilienhäusern bzw. in Hinterhöfen findet der Kugel-Spitzahorn Verwendung. Er sorgt für Sichtschutz, lässt aber immer noch genügend Tageslicht in die Wohnungen hinein.

Besonders attraktiv für den öffentlichen Raum macht ihn seine Anspruchslosigkeit und Robustheit. Ein Kugel-Spitzahorn benötigt keine große Zuwendung, lediglich am Anfang sollte für ausreichende Bewässerung gesorgt werden. Desweiteren gehört er zu den Kugelbäumen, die ihre Form von allein ausbilden. Erst nach etwa 10 Jahren verliert er sie allmählich und wächst nur noch in die Breite. Um seine ursprüngliche Form zu erhalten und seine Wuchsbreite zu begrenzen, kann er jedoch problemlos zurückgeschnitten werden, und das sogar sehr radikal.

Der Kugel-Spitzahorn wächst sehr kompakt. Seine sehr dicht stehenden Äste und seine vielen, großen Blätter bieten Vögeln gute Nistmöglichkeiten sowie Sichtschutz gegenüber anderen Tieren. Die Blätter des Kugel-Spitzahorns werden bis zu 15 Zentimetern lang und weisen die typische fünfblättrige Form auf. Im Herbst färben sie sich leuchtend gelb. Dies macht den Baum sehr attraktiv und deshalb auch für die lediglich dekorative Verwendung beliebt.

Der Kugel-Spitzahorn ist ein Flachwurzler. Für den Vorgarten ist er deshalb, und natürlich aufgrund seiner extremen Ausmaße, nicht geeignet. Auch in der Nähe von Straßen oder Fußwegen, wo er häufig eingesetzt wird, eignet er sich eigentlich nicht besonders gut. Nach ein paar Jahren passiert es häufig, dass der Gehweg uneben wird, da die starken Wurzeln die Platten oder Pflastersteine nach oben drücken.

Kugel-Robinie

Die Kugel-Robinie wird fälschlicherweise oft auch Kugel-Akazie genannt, da ihre Blätter denen der Akazie ähneln. Sie erreicht etwa dieselben Ausmaße wie der Kugel-Spitzahorn und gehört deshalb ebenfalls zu den größten Kugelbäumen. Ebenso wie der Kugel-Spitzahorn ist auch sie ein Flachwurzler und noch dazu sehr wuchsfreudig.

Ansonsten ist sie pflegeleicht und anspruchslos und deshalb auch für Gärtner mit wenig Erfahrung geeignet. Lediglich während der Anzucht muss sie regelmäßig gegossen werden. Für gewöhnlich wächst die Kugel-Robinie von allein in ihre kugelige Form. Sie kann jedoch problemlos zurückgeschnitten werden, damit sie entweder nicht weiter in die Breite wächst oder um kranke oder schwache Äste zu entfernen.

Die Kugel-Robinie hat besonders schöne, typisch gefiederte Blätter. Ihre Herbstfärbung gilt unter den Kugelbäumen als besonders attraktiv und macht sie aus diesem Grund auch sehr beliebt.

Die Äste und Zweige der Kugel-Robinie sind nur sehr dünn und zart und können bei Sturm schnell abbrechen. Aus diesem Grund sollte bei der Standortwahl auch auf ausreichenden Windschutz geachtet werden.

Kugel-Trompetenbaum

Der Kugel-Trompetenbaum  trägt für gewöhnlich keine Blüten und bildet auch keine Früchte aus. Er ist trotzdem für dekorative Zwecke geeignet. Seine Herbstfärbung ist leuchtend gelb und im Vergleich mit vielen anderen Kugelbäumen besonders schön. Seine Blätter sind herzförmig und werden bis zu 15 Zentimeter lang. Sie liegen dachziegelartig aufeinander. So stellt er einen ausgezeichneten Schattenspender dar. Nach ein paar Jahren verliert er seine Kugelform, kann dann aber problemlos zurückgeschnitten werden. Zu Beginn, wenn der Kugel-Trompetenbaum noch klein ist, kann er auch im Kübel gehalten werden, benötigt dann aber einen ausreichenden Winterschutz. Wird er dann bspw. im Garten eingepflanzt, kann er eine Wuchshöhe von bis zu vier Metern erreichen und auch genauso breit werden.

Kugel-Scheinzypresse

Bei der Kugel-Scheinzypresse (Chamaecyparis lawsoniana Globus) handelt es sich um einen kugelförmigen Nadelbaum. Sie ist besonders schnittverträglich und muss auch regelmäßig zurückgeschnitten werden, damit sie ihre Form behält. Ein Rückschnitt muss mindestens einmal pro Jahr erfolgen, am besten im Juni. Ein weiteres Mal kann die Kugel-Scheinzypresse auch im Spätwinter zurückgeschnitten werden. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass sie auch im Winter grün ist. Aus diesem Grund eignet sie sich sehr gut als Dekoration im Vorgarten oder auch als ganzjähriger Sichtschutz.

 

Herkunft

Die meisten Kugelbäume haben keine geografische Herkunft. Ihre Herkunft oder Sorte wird deshalb häufig mit dem Wort Cultivar umschrieben. Diese Bezeichnung geht zurück auf die englischen Begriffe cultivated (kultiviert) und variety (Varietät). So werden Pflanzen bezeichnet, die sich nicht auf natürlichem Wege entwickelt haben, sondern gezüchtet wurden, damit sie besondere Merkmale herausbilden. Bei den Kugelbäumen sind das die offensichtlichen Merkmale Größe und Form.

Die gängige Form der der Kultivierung bei Kugelbäumen ist die Veredelung. Dies geschieht fast immer in einer Baumschule. Zuerst wird eine sogenannte stammbildende Unterlage herangezogen. Damit der Stamm schön gerade wächst, werden seine Äste regelmäßig entfernt. Auf einer bestimmten Höhe, die von Kugelbaum zu Kugelbaum verschieden ist, wird eine andere Sorte aufgepfropft, also veredelt. Der Stamm wächst anschließend nicht weiter in die Höhe, sondern wird maximal noch etwas dicker, die veredelte Blattkrone wächst jedoch Jahr für Jahr, bei manchen Sorten schneller, bei anderen langsamer, und meistens sehr dicht und kompakt.

 

Verwendung

Kugelbäume bieten durch ihre unterschiedlichen Merkmale verschiedene Verwendungsmöglichkeiten und eignen sich für die verschiedensten Einsatzgebiete. Etwas kleiner, dafür aber exakt in ihre kugelrunde Form gestutzt, sind sie ein dekorativer Blickfang im schönen Vorgarten. Oft werden sie neben Zufahrtswegen oder als eine kleine Allee zur Garage oder Haustür gepflanzt. Größere Exemplare, die nicht regelmäßig beschnitten werden sollen oder können, dienen in öffentlichen Parks oder auf Grünflächen als Schattenspender. Überall da, wo zumindest alle paar Jahre ein Beschnitt durchgeführt werden soll, z. B. in Wohnsiedlungen, Parkanlagen oder Fußgängerzonen, eignen sich Kugelbäume besser als gewöhnliche Bäume, da sie durch ihre niedrigere Höhe besser erreicht werden können.

Schattenspender

Im heimischen Garten oder in öffentlichen Parkanlagen sind Kugelbäume als Schattenspender sehr beliebt. Gerade mittelgroße Gärten bieten gewöhnlichen Bäumen nicht genug Platz, da bei ihnen schnell der ganze Garten im Schatten liegt und ein Sonnenbad nicht mehr möglich ist. Auch auf Wiesen und Parkanlagen machen sich Kugelbäume gut. Sie wachsen dicht und kompakt, bilden ihre Form oftmals von ganz allein und brauchen nicht viel Pflege. Spaziergänger oder Radfahrer müssen auch bei Sturm und Unwetter nicht fürchten, von herabfallenden Ästen getroffen zu werden, da dies bei gesunden Kugelbäumen nicht passiert. Gerade Tiefwurzler sind so stark in der Erde verwurzelt, dass ihnen auch sehr starker Wind nichts anhaben kann.

Auch für den Garten empfehlen sich besonders Tiefwurzler. Anders als Flachwurzler, die mit ihren Wurzeln Beete aufreißen könnten, zerstören sie angrenzende Beete oder Wiesen nicht, sodass sie bspw. mit Gräsern oder Blumen unterpflanzt werden können.

Ein sehr schöner schattenspendender Baum ist der Kugel-Trompetenbaum. Er wächst nicht zu hoch. Seine dachziegelartigen Blätter sorgen nicht nur für ausreichenden Schutz vor der Sonne, sondern sind außerdem hübsch anzuschauen.

Sichtschutz

Die wenigsten Kugelbäume eignen sich als Sichtschutz, da die meisten von ihnen zum Winter hin ihre Blätter abwerfen. Die Kugel-Scheinzypresse ist einer der wenigen Kugelbäume, die auch im Winter grün sind und einen ausreichenden Sichtschutz bieten. Wird der Sichtschutz nur im Sommer benötigt, bspw. um neugierige Blicke der Nachbarn oder vorbeispazierenden Fußgänger beim Baden oder Sonnen zu verhindern, eignen sich wiederum fast alle Kugelbäume, da sie sehr kompakt und dicht wachsen. Natürlich muss dabei die richtige Baumgröße und vor allem -höhe gewählt werden.

Dekoration

Kugelbäume können mit mindestens drei dekorativen Elementen aufwarten: mit ihrer perfekten Form, mit ihren interessanten Blättern oder mit ihren außergewöhnlichen Farben.

Gärtner, die viel Wert auf perfekt in Form gestutzte Pflanzen legen, sollten zu langsam wachsenden oder besonders schnittverträglichen Kugelbäumen wie dem Kugel-Ginkgobaum, der Kugel-Esche oder Kugel-Scheinzypresse greifen. Bei ihnen muss zum einen nicht so häufig und zu anderen nicht so stark zurückgeschnitten werden und sie bleiben auch nach dem Schnitt noch lange in ihrer Form.

Nahezu alle Kugelbäume färben im Herbst ihre Blätter und werfen sie anschließend ab. Bei manchen von ihnen ist dieser Vorgang besonders imposant und schön anzusehen. Wer sich also im Herbst an den schönen Farben der Kugelbäume erfreuen möchte, ist mit der Kugel-Robinie oder dem Kugel-Amberbaum (Liquidambar styraciflua) bestens beraten. Bei beiden färben sich die Blätter im Herbst besonders farbenprächtig.

Die Kugel-Platane ist im Frühjahr und Sommer eher unscheinbar. Sie trägt im Mai zwar Blüten, aber diese sind nicht sonderlich auffällig. Im Herbst jedoch besticht sie mit ihren großen Blättern, die sich ockergelb färben, und ihren kugeligen, borstigen Früchten. Auffallende Früchte, nämliche braune Eicheln, und schöne Blätter trägt auch die Kugel-Sumpfeiche . Noch dazu zeigt sie goldfarbene Kätzchen.

Vorgarten

Kugelbäume im Vorgarten haben meist einen rein dekorativen Charakter. Sie sollen den Weg zur Haustür oder Garage bzw. den Eingangsbereich optisch aufwerten und dem ganzen Erscheinungsbild des Hauses ein besonderes Flair verleihen. Empfehlenswert ist aus diesem Grund ein immergrüner Kugelbaum wie z. B. die Kugel-Scheinzypresse. Aber auch die Kugel-Esche und der Kugel-Amberbaum sind als Vorgartenbäume sehr beliebt, ebenso wie die Kugel-Steppenkirsche. Sie zählen zu den Tiefwurzlern und können so im vielleicht etwas engeren Vorgarten keinen Schaden anrichten. Flachwurzler, wie z. B. der Kugel-Spitzahorn oder die Kugel-Robinie, hingegen sind für den Vorgarten gänzlich ungeeignet. Ihre starken Wurzeln würden nach ein paar Jahren andere Pflanzen und den befestigten Weg oder sogar das Haus beschädigen. Generell sollten im Vorgarten nur Bäume angepflanzt werden, die überschaubare Maße erreichen, da sie sonst das Haus eher verdecken als aufwerten.

Terrasse

Auch direkt neben oder in einem kleinen Beet sogar innerhalb der Terrasse kann ein Kugelbaum sehr schön aussehen und einen wichtigen Zweck erfüllen. Er ersetzt dort den Sonnenschirm und bildet einen natürlichen Sonnenschutz. Besonders wichtig ist dabei, dass am besten nur Tiefwurzler, in Ausnahmefälle auch Herzwurzler, auf keinen Fall aber Flachwurzler verwendet werden, da sie die Terrasse von unten her anheben und aufbrechen könnten. Geeignet sind deshalb z. B. die Kugel-Esche, der Kugel-Trompetenbaum oder der Kugel-Amberbaum.

Kübel

Die ersten Jahre ist der Kugel-Trompetenbaum für eine Bepflanzung im Blumenkübel geeignet. Da Pflanzkübel jedoch sehr schnell zufrieren, benötigt er dann aber zwingend einen Winterschutz. Auch der Kugel-Ginkgobaum kann im Kübel gehalten werden, Jungpflanzen müssen aber ebenfalls vor Frost geschützt werden. Das geht unter Umständen im Keller, da er im Winter auch dunkel stehen kann. Im Kübel wird er generell nur maximal 150 Zentimeter hoch.

Die Zuckerhutfichte (Picea glauca var. albertiana Conica) ist ein sehr langsam wachsender Nadelbaum und ebenfalls gut für einen Kübel geeignet.

Da Kugelbäume im Kübel nicht so groß werden wie ihre Artgenossen auf der Wiese oder im Park, haben auch pflanzenbegeisterte Kinder viel Freude an ihnen. Sie können sich ab einem gewissen Alter selber um ihren Kugelbaum kümmern und ihn entsprechend pflegen.

 

Pflege

Da es sich bei den Kugelbäumen um gewöhnliche Laub- bzw. Nadelbäume handelt, stellen die meisten von ihnen keine besonderen Ansprüche an den Gärtner. Sie sind robust und pflegeleicht und auch für Anfänger gut geeignet.

Der perfekte Zeitpunkt für den Rückschnitt ist von Baum zu Baum verschieden und kann deshalb nicht allgemein angegeben werden. Die meisten von ihnen müssen auch gar nicht zurückgeschnitten werden.

Der Kugel-Spitzahorn bspw. muss eigentlich überhaupt nicht zurückgeschnitten werden. Natürlich kann ein Rückschnitt trotzdem gewünscht sein. In diesem Fall muss bis spätestens Ende Januar zurückgeschnitten werden. Hat der Saftstrom erst einmal begonnen, könnte ein Zurückschneiden schlimme Folgen haben. Beim Zurückschneiden gibt es zwei mögliche Vorgehensweisen. So kann der Rückschnitt vorsichtig geschehen, so dass z. B. hauptsächlich kranke oder abgestorbene Äste entfernt werden. Dieses Vorgehen wird auch als Auslichten bezeichnet. Er kann jedoch auch ganz radikal zurückgeschnitten werden. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn die Baumkrone mit der Zeit zu stark gelitten hat und ein kompletter Neuaufbau gewünscht ist. Dabei werden dann Zweige stark zurückgeschnitten. Radikal heißt in diesem Fall jedoch nicht grob oder rabiat. Sollte der Baum beim Schneidevorgang verletzt werden, muss er unbedingt mit einem Wundverschlussmittel behandelt werden.

Der Kugel-Ginkgobaum gehört auch zu den Bäumen, die ihre Form von allein ausbilden und einen regelmäßigen Schnitt nicht nötig haben. Er wird auch ohne Rückschnitt nur etwa drei bis vier Meter hoch und weniger als einen Meter breit. Nur bei älteren Bäumen bietet sich ein regelmäßiger Schnitt an, da sie dadurch verjüngt werden können.  Aber auch in jungen Jahren ist er schnittverträglich und kann, bspw. um seinen Wuchs zu begrenzen, zurückgeschnitten werden. Ein Rückschnitt sollte immer nur im Frühjahr vorgenommen werden.

Auch die Kugel-Robinie kann regelmäßig auf die gewünschte Höhe zurückgeschnitten werden, muss aber nicht. Wenn ein Rückschnitt gewünscht ist, sollte dies wie beim Kugel-Spitzahorn zum Ende des Winters hin geschehen. Hat der Saftstrom bereits begonnen, ist es für einen Rückschnitt zu spät. Die Kugel-Robinie wächst sehr schnell. Sollte der Baum also z. B. eine maximale Wuchsbreite nicht überschreiten, muss vermutlich jährlich und teilweise radikal zurückgeschnitten werden. Das verträgt sie aber problemlos. Bei jedem Rückschnitt, egal ob leicht oder radikal, ist auf jeden Fall Vorsicht geboten. Die Kugel-Robinie ist giftig und besonders in der Rinde findet sich die größte Giftkonzentration.

Auch die Kugel-Sumpfeiche muss normalerweise nicht zurückgeschnitten werden, verträgt einen Rückschnitt aber recht gut. Sinnvoll ist ein Rückschnitt vor allem dann, wenn die Wuchsdichte nicht ausreichend erscheint und mehr Verzweigungen gewünscht werden. Wird die Kugel-Sumpfeiche im Herbst zurückgeschnitten, sorgt das für einen dichteren Wuchs.

Für den Kugel-Trompetenbaum sind Februar und März die passenden Schnittmonate. Hier dürfen die Äste allerdings nicht mehr als zwei Drittel gekürzt werden, einen besonders radikalen Rückschnitt verträgt er ganz und gar nicht. Dafür wächst er sehr schnell und treibt bald wieder aus.

 

Anschaffung

Die Anschaffung eines Kugelbaums sollte wohl durchdacht sein, denn er bietet gegenüber anderen Pflanzen sowohl Vor- als auch Nachteile. Die meisten von ihnen liegen auf der Hand, immerhin handelt es sich um einen Baum.

Der Gärtner oder Hausbesitzer hat meist jahrelang Freude an ihm. Während der Ertrag von Erntepflanzen mit der Zeit nachlassen kann und ein Austausch der Pflanze notwendig wird, wächst ein Kugelbaum einfach vor sich hin. Er ist dekorativ und praktisch, spendet zum Beispiel Schatten und dient als Sichtschutz. Plant der Gärtner oder Hausbesitzer nach ein paar Jahren seinen Garten oder Vorgarten jedoch neu, ist es oftmals nur schwer oder gar nicht möglich, den Baum erfolgreich umzupflanzen.

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