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Kleinblättrige Teppichmispel • Cotoneaster microphyllus
Kleinblättrige Teppichmispel • Cotoneaster...
Die kleinblättrige Teppichmispel (Cotoneaster microphyllus) mit ihrer geringen Wuchshöhe und ihrem langsam kriechenden Wuchs eignet sich als dekorativer, viel einsetzbarer Bodendecker an Hängen, in Steingärten, als Rasenersatz und...
ab 1,49 € *
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Zwergmispel (Cotoneaster) kaufen

 

Allgemeines über die Zwergmispel

Die Zwergmispel wird im Lateinischen Cotoneaster genannt, was übersetzt so viel Bedeutet wie wertlose Quitte. Sie gehört zur Pflanzengattung der Kernobstgewächse (Pyrinae) und zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae).  Umgangssprachlich wird sie auch als Teppichmispel oder Kriechmispel bezeichnet.

Natürlich kommt die Cotoneaster in Asien, Europa und Nordafrika vor. Hauptsächlich wächst sie allerdings im Himalaya und in Südwest China.

Die Zwergmispel gehört in Deutschland zu den farbintensivsten und attraktivsten Bodendeckern. Aufgrund der kräftigen Farben und der Fähigkeit Unkraut zu bekämpfen, ist die Zwergmispel bei Gärtnern besonders beliebt. Daher schmückt sie viele Gärten und Parkanlagen, wo sie insbesondere als Bodendecker zu finden ist.

Da die Pflanze so gut wie keine Pflege benötigt, ist sie besonders für Anfänger mit wenig Erfahrung rund um den Garten sehr gut geeignet.
Wichtig zu wissen ist allerdings, dass alle Pflanzenteile der Zwergmispel, besonders aber die Beeren, schwach giftig sind. In der Rinde, den Blüten und den Blättern befindet sich der Wirkstoff Prunasin und in den Früchten ist zusätzlich noch das Glycosid Amygdalin nachzuweisen.

Nach Verzehr kann es dadurch zu einer schwachen Blausäurevergiftung kommen, die sich durch Übelkeit, Erbrechen, Gastroenteritis und einem Brennen im Mund äußert. Kinder sollten daher nach Möglichkeit nicht in der Nähe einer Zwergmispel spielen.

Seit dem ersten Mai 2002 darf die Zwergmispel in der Schweiz weder eingeführt, noch in den Verkehr gebracht werden.

 

Beschreibung und Verwendung der Zwergmispel

Die Zwergmispel wächst sowohl als Bodendecker oder Strauch, selten aber auch als Kleinbaum. In deutschen Gärten findet man viele verschiedene Arten von ihr, die untereinander teilweise schwer zu unterscheiden sind. Je nach Art ist die Zwergmispel entweder winter-, sommer- oder immergrün und hat eine niederliegende, überhängende, kriechende, kugelige oder buschige Form. Aufgrund dieser großen Vielfalt eignet sie sich für jede Anwendung. Gerne kann sie im Kübel, als Hecke, als Rasenersatz oder zur Füllung von kahlen Hügeln oder Böschungen gepflanzt werden.

Je nach Sorte, fängt sie im Mai oder Juni an, kleine weiße, rosafarbene, hellviolette oder rote Blüten zu tragen, die in Rispen oder Trauben wachsen. Im Laufe des Sommers bilden sich schließlich Beeren aus. Diese färben sich im Spätsommer entweder rot bis orange oder manchmal auch schwarz und erinnern an kleine Quitten.

Die Blätter der Zwergmispel sind klein, ledrig und haben eine blaue oder grüne Farbgebung.

Die älteren, dunkelgrünen Blätter der sommergrünen Pflanzen können sich im Herbst in die verschiedensten gelb oder rot Töne verfärben.

Die Zwergmispel ist auch bei Tieren sehr beliebt. Im Frühling und im Sommer werden die Bienen von ihren Nektar angelockt, während die Beeren im Winter verschiedene Vogelarten ernähren.

 

Artenvielfalt der Zwergmispel

Die Artenvielfalt der Zwergmispeln ist groß. Es gibt sie in verschieden Kombinationen aus Farben und Formen. Insgesamt zählen mehr als 90 verschiedene Arten zu ihrer Gattung. Aufgrund häufiger Namensänderungen existieren teilweise uneinheitliche Namensgebungen. Hierbei variieren sowohl die deutschen als auch die botanischen Bezeichnungen.

Im Folgenden werden die häufigsten Bodendecker- sowie Strauch-Arten vorgestellt.

Teppich-Zwergmispel (Cotoneaster dammeri)

Die Teppich- Zwergmispel ist ein immergrüner, kriechender Spalierstrauch, dessen Wurzeln und Zweige auf dem Boden liegen. Mit einer Wuchshöhe von bis zu 30 Zentimetern und einer Wuchsbreite von bis zu 150 Zentimetern, ist sie der am meisten verwendete Bodendecker. Die Teppich-Zwergmispel trägt weiße Blüten mit roten Staubbeuteln und hellrote Früchte.

Zur Art der Cotoneaster dammeri gehören zahlreiche Sorten, wie die Cotoneaster dammeri Major, die besonders häufig gepflanzt wird. Des Weiteren sind die Feuerbrand resistente „Thiens“ und die besonders frostharte „Radicans“ sehr beliebte Sorten. 

Fächer- Zwergmispel (Cotoneaster horizontalis)

Zur Art der Fächer- Zwergmispel gehören fast ausschließlich Sträucher und selten auch kleine Bäume. Obwohl diese Art in Europa nicht natürlichen Ursprungs ist, findet sie doch sehr häufig Verwendung.

In Österreich und der Schweiz wird der sommergrüne Strauch auch Fächer-Steinmispel genannt.

Ihre Wuchshöhe erreicht maximal einen Meter, weswegen sie eher zu den kleineren Strauch-Arten gezählt wird.  Die Fächer-Zwergmispel wächst aufrecht, es gibt aber auch niederliegende Sorten.

Ihre Blüten sind weiß bis rosa, die Früchte meist rot, gelegentlich aber auch schwärzlich und ihre Blätter färben sich zum Herbst in ein leuchtendes orange oder ein rötliches braun.

Bekannte Sorten dieser Art sind die Cotoneaster adpressus und die Cotoneaster nanshan mit ihren großen rosa Blüten

Kleinbättrige Zwergmispel (Cotoneaster microphyllus)

Die Kleinblättrige Zwergmispel ist ein immergrüner Strauch, der bis zu einem Meter hoch werden kann. An ihren niederliegenden Ästen wachsen auffallend kleine Blätter, die der Art ihren Namen verliehen haben.
Diese kleinen, sattgrünen und glänzenden Blätter sind der perfekte Kontrast zu den knallroten Früchten, die die Pflanze normalerweise ab August oder September trägt. Häufig findet die kleinblättrige Zwergmispel als Bodendecker Anwendung in Gärten.

Vielblütige Zwergmispel (Cotoneaster multifloris)

Die vielblütige Zwergmispel wird auch als hohe Blütenmispel oder Blüten-Felsenmispel bezeichnet. Häufig findet sie Verwendung als Heckenpflanze, eignet sich jedoch auch als Solitärpflanze, Gruppenpflanzung, zur Pflanzung in Gefäßen oder für Dachgärten.

Die Cotoneaster mulitfloris ist ein buschig und aufrecht wachsender Strauch, der normalerweise eine Wuchshöhe von ungefähr zwei bis drei Metern erreicht. Bei ausreichend Platz wird der sommergüne Strauch meist breiter als hoch.

Im Vergleich mit anderen Arten hat sie auffallend große Blätter und Blüten. Ihre weißen Blüten blühen in überreicher Anzahl und verströmen daher einen starken Duft. Die Blätter färben sich im Herbst gelblich bis rotbraun.

Kissenmispel (Cotoneaster adpressus)

Die Blätter der Kissenmispel treiben früh aus und sind mattgrün. Im Herbst färben sie sich in ein spektakuläres purpurrot bis leuchtend rot. Da sie jedoch kaum Früchte trägt, ist sie im Winter eher unscheinbar. Die Kissenmispel trägt weiße bis rosafarbene Blüten und hat eine Wuchshöhe von bis zu einem halben Meter. Die sommergrüne Pflanze gilt als sehr frosthart.

Gewöhnliche Zwergmispel (Cotoneaster integerrimus)

Die gewöhnliche Zwergmispel wird auch Felsen- Zwergmispel genannt. Sie ist sommergrün und erreicht eine Wuchshöhe von einem bis zwei Metern. Die gewöhnliche Zwergmispel wird allerdings eher selten als Zierpflanze verwendete, sondern wächst eher wild an trockenen Felshängen.

Felsenmispel (Cotoneaster praecox)

Die Felsenmispel eignet sich mit einem unregelmäßigen und bogenförmigen Wuchs hervorragend als Bodendecker. Sie erreicht eine Wuchshöhe von bis zu einem Meter. Die sommergrüne Pflanze gilt als sehr robust und frosthart. Ihr Laub verfärbt sich im Herbst purpur bis scharlachrot.

Weidenblättrige Zwergmispel (Cotoneaster salicifolius)

Die Weidenblättrige Zwergmispel wird gerne auch Weiden- Zwergmispel genannt. Die meisten ihrer Art sind immergrüne Pflanzen, die eine Wuchshöhe von bis zu fünf Metern erreichen.

 

Anforderungen der Zwergmispel an Standort, Boden, Pflege und Schnitt

Standort

Da die Zwergmispel sehr robust und widerstandsfähig ist, stellt sie nur wenige Ansprüche an ihren Standort. Auch bei eher ungünstigen Bedingungen kann sie sehr gut gedeihen.

Optimal ist allerdings ein Standort in der Sonne, weil sich die Blüten und Früchte hier besonders gut entwickeln können. Auch im Halbschatten oder im Schatten kann sie wachsen, unter Umständen bildet sie dort dann allerdings etwas weniger Blüten und Früchte aus.

Besonders wohl fühlt sich die Zwergmispel auch im Steingarten, beispielsweise neben Sommerphlox oder Mauerpfeiffer.

Kriechende Sorten können gerne an Böschungen stehen, unter Gehölzen, die etwas Licht durchlassen und an Mauerkronen.

Auch im Kübel auf dem Balkon oder der Terrasse fühlt sich die  Zwergmispel wohl.

Boden

Der für die Zwergmispel ideale Boden ist durchlässig, feucht und humusreich. Um den Boden etwas aufzulockern, kann gerne Sand verwendet werden.
Die Zwergmispel gibt sich allerdings auch mit weniger optimalen Bedingungen zufrieden, selbst kalkreiche oder karge Erde machen ihr nichts aus.

Pflege

Da die Zwergmispel als relativ anspruchslos gilt, ist nahezu keine Pflege notwendig.

Bei langen Trockenperioden ohne Niederschlag ist es empfehlenswert die Pflanze zu bewässern.

Ein gelegentliches Austrocknen des Wurzelballens kann die Zwergmispel relativ gut vertragen, solange dies nicht zu einem Dauerzustand wird.

Um das Austrocknen zu verhindern, kann im Frühjahr ein Mulchen durchgeführt werden. Starkes Bewässern und Staunässe sollten auf jeden Fall vermieden werden, damit die Wurzeln der Pflanze nicht anfangen zu faulen.

Ein zusätzliches Düngen der Pflanze ist normalerweise nicht nötig. Um ein optimales Wachstum zu garantieren, kann die Pflanze allerdings von April bis September einmal im Monat mit Flüssigdünger versorgt werden. 

Da die meisten Arten der Zwergmispel winterhart sind, können diese ohne weiteres Zutun im Freien überwintern. Optional kann eine Versorgung der Pflanze mit Mulch oder Vlies allerdings sehr hilfreich sein. Im Winter sollte die Pflanze hin und wieder gegossen werden. Wichtig zu beachten ist hierbei, dass das Gießen nur an Tagen ohne Frost durchgeführt wird.

Schnitt

Um die Zwergmispel optimal zu pflegen, kann gerne ein regelmäßiger Schnitt durchgeführt werden. Besonders die Bodendecker vertragen einen radikalen Schnitt sehr gut.

Die sommergrünen Zwergmispeln müssen nur geschnitten werden, wenn sie sich zu stark ausgebreitet haben und zu viel Platz im Garten einnehmen. Bei immergrünen Pflanzen ist es empfehlenswert, den Schnitt regelmäßig einmal im Jahr durchzuführen, um ein gesundes Wachstum und die Ausbildung von Blüten zu unterstützen.

Am besten ist es, den Schnitt in der Höhe sowie auch in der Breite auszuführen.

Der richtige Zeitpunkt für einen Rückschnitt kann je nach Art der Zwergmispel variieren. So sollten die Laubabwerfenden Sorten in den Wintermonaten geschnitten werden, während die immergrünen Arten einen Frühjahrsschnitt sehr gut vertragen, damit die Ausbildung von Blüten und Früchten nicht gestört wird. Bei Hecken eignet sich der Monat August sehr gut.

Das Wetter sollte hierbei immer frostfrei und nicht zu sonnig sein. Außerdem darf zum Schneiden nur eine scharfe Schere benutzt werden. Ist das Werkzeug zu stumpf, besteht die Gefahr, die Zweige zu quetschen oder zu beschädigen.

Zur optimalen Ausführung des Schnitts wird die Schere direkt über der Knospe, die nach außen weist angesetzt. Sie muss dabei Schräg zum Zweig gehalten werden. Der Abstand zwischen Schnittkerbe und Knospe sollte in etwa einen Zentimeter betragen.  Beim Schnitt der Zwergmispel sollte darauf geachtet werden, dass abgestorbene Zweige sowie Triebe, die sich überkreuzen entfernt werden.

 

Pflanzung und Vermehrung der Zwergmispel

Die Pflanzzeit für Zwergmispeln beginnt im Oktober und endet im Mai. Lediglich bei starkem Frost sollte auf eine Einpflanzung verzichtet werden.

Wurzelwaren sollte vor dem Einsetzten in die Erde ungefähr eine halbe Stunde lang im Schlamm baden.

Zur Pflanzung der Zwergmispel wird zunächst eine Grube ausgehoben, in die die Pflanze dann hineingesetzt wird. Wichtig ist es, die Wurzeln der Pflanze gut auszubreiten. Anschließend muss das Erdloch mit der ausgehobenen Erde und etwas Humuserde wieder aufgefüllt werden.

Wichtig ist es, einen ausreichenden Pflanzabstand zwischen den Zwergmispeln zu lassen, da sich die Pflanzen im Jahr ungefähr zehn Zentimeter ausbreiten. Der Abstand hängt hierbei jedoch maßgeblich vom gewünschten Gesamtbild ab.

Wer die Zwergmispel als Bodendecker verwendet und einen dichten Wuchs wünscht, sollte acht Pflanzen pro Quadratmeter einrechnen. Wenn hingegen noch etwas freien Raum wünscht, sollte zu vier Pflanzen auf einem Quadratmeter greifen.

Generell kann ein Abstand von mindestens 60 Zentimetern bei jungen Pflanzen angeraten werden.

Nach dem Pflanzen brauchen die jungen Setzlinge ausreichend Wasser.

Allgemein ist darauf zu achten, die Zwergmispel in der Phase des Wachstums regelmäßig zu bewässern.

 

Vermehrung der Zwergmispel

Zur Vermehrung der Zwergmispel gibt es mehrere verschiedene Methoden, die mehr oder weniger zu empfehlen sind. So kann diese über die Aussaat reifer Beeren, eine Vermehrung durch Absenker, eine Vermehrung durch Ableger oder auch eine Vermehrung durch Stecklinge erfolgen.

Verehrung durch Ableger

Bei einer Vermehrung der Zwergmispel durch Ableger übernimmt die Pflanze fast die ganze Arbeit selber, weswegen die Methode nicht viel Arbeitsaufwand bedeutet. Die Ausläufer können im Spätherbst von der Mutterpflanze getrennt werden und brauchen nach dem Einpflanzen ungefähr ein Jahr zum Anwachsen.

Vermehrung durch Stecklinge

Bei immergrünen Pflanzen werden die Stecklinge im Spätsommer von ausgereiften Trieben entnommen, während bei den sommergrünen Pflanzen zum gleichen Zeitpunkt die halb ausgereiften Triebe entnommen werden.

Die Stecklinge werden mit einem scharfen Messer von der Mutterpflanze abgeschnitten und sollten ungefähr acht Zentimeter lang sein. Vor der Pflanzung im Topf, müssen im unteren Bereich alle Blätter und Früchte entfernt werden.  

Dann werden sie zur Bewurzelung in die Erde gesteckt. Eine hohe Luftfeuchtigkeit schafft die optimalen Bedingungen zum Anwachsen der Pflanzen. Diese kann künstlich mithilfe einer Plastikhaube geschaffen werden, die über die Stecklinge gezogen wird.

Insgesamt ist die Vermehrung durch Stecklinge eine sehr einfache und auch zuverlässige Art der Vermehrung.

Vermehrung durch Aussaat

Die Vermehrung durch Aussaat ist sehr aufwändig und braucht viel Geduld. Im Oktober wird eine Hand voll reifer Beeren von der Zwergmispel geerntet und anschließend müssen die Samen aus diesen Beeren herausgesucht werden. Diese werden dann gründlich gesäubert und stratifiziert, da vor der Aussaat kein Fruchtfleisch mehr an den Samen kleben darf. Alternativ können die Samen aber auch in einem Fachmarkt oder einer Gärtnerei erworben werden.

Die beste Jahreszeit zum Aussähen ist der November, die die Zwergmispel ein Kaltkeimer ist.

Zum Anpflanzen werden die Samen dann einfach in die Erde gesteckt und ausreichend bewässert. Die ideale Temperatur für die Samen zum Anwachsen und Keimen ist bei 20 Grad Celsius. Nach etwa drei Wochen kann der Topf draußen in der Erde versenkt werden und mit Reisig oder Laub abgedeckt werden. Im Frühjahr wird der Topf dann wieder ausgegraben und zurück auf die Fensterbank gestellt.

Vermehrung durch Absenker

Wie auch bei der Vermehrung durch Aussaat ist hierbei sehr viel Geduld und Ausdauer gefragt, da es bis zu zwei Jahre dauern kann bis die Absenker bewurzelt sind und von der Mutterpflanze getrennt werden können. Die Vermehrung durch Absenker erfolgt dabei im Herbst oder im Frühjahr.

 

Krankheiten und Schädlinge

Die Zwergmispel kann von verschiedenen Krankheiten oder Schädlingen heimgesucht werden. Da die Pflanzen als sehr robust gelten, ist dies jedoch eher selten der Fall. Trotzdem ist ein Befall der Pflanze durch Blutläuse, Blattläuse, Rußtau, Pilzkrankheiten oder auch dem unter Gärtnern gefürchteten Feuerbrand nicht ausgeschlossen. 

Befall durch Blutläuse

Blutläuse wurden aus Amerika eingeschleppt und können die Zwergmispel bei beispielsweise Nährstoffmangel und Stickstoffüberdüngung befallen. Zu den natürlichen Feinden der Blutlaus gehören unter anderem Marienkäfer, Florfliegenlarven, Blutlauszehrwespen, Gallmücken, Raupenfliegen, Schlupfwespen, Vögel, Spinnen und Weichkäfer.

Bei einem hartnäckigen Befall kann die Entfernung am besten mithilfe eines scharfen Wasserstrahls, einer Natronlösung, einer Pflanzenöl-Emulsion oder einer Amoniaklösung erfolgen.

Befall durch Feuerbrand

Feuerbrand befällt neben der Zwergmispel auch gerne Obstbäume und muss schon bei einem Verdacht gemeldet werden. Nach einer Meldung an das regionale Pflanzenschutzamt erhält man Anweisungen zum weiteren Vorgang mit der Pflanze.

Anzeichen für den gefürchteten Feuerbrand sind vertrocknete Blätter, die wie verbrannt aussehen und  braune Blüten, die sich später schwarz färben. Außerdem verkümmern und vertrocknen die Triebe und es bilden sich Risse, aus denen eine schleimige Substanz austritt. Am Ende sieht die ganze Pflanze wie verbannt aus.

Auslöser der ansteckenden und unheilbaren Krankheit ist das Bakterium Erwinia amylovora. Bei einem Befall müssen die Pflanzen vernichtet werden und der Boden muss aufgearbeitet werden. Für Menschen ist der Feuerbrand nicht gefährlich, aber er überträgt sich schnell auf benachbarte Pflanzen. Um die Zwergmispeln vor der Krankheit zu schützen, sollten Schnittwerkzeuge immer gut desinfiziert werden.

Befall durch Blattläuse

Anzeichen für einen Befall der Zwergmispel durch Blattläuse erkennt man an stark eingerollten Blättern und klebrigen Pflanzenteilen. Die grün, braun oder schwarz gefärbten Blattläuse sind besonders an den Blättern und jungen Trieben zu finden. Meist sitzen sie dicht gedrängt an den Unterseiten der Blätter. Die Blattläuse saugen den Saft aus der Pflanze, wodurch die Blätter und Triebe verkümmern können.

Die Entfernung kann entweder natürlich durch den Marienkäfer erfolgen, welcher ein Fressfeind der Blattlaus ist oder mithilfe von Spritzbrühen, Wasser und Insektiziden erfolgen.

Befall durch Rußtau

Blattläuse lassen einen Honigtau auf der Zwergmispel zurück, auf dem sich Rußtau gerne ausbreitet. Rußtau ist ein schwarzer Belag, der von Pilzen verursacht wird. Die Pflanze wird hierbei nicht direkt geschädigt, sondern in ihrer Photosynthese beeinträchtigt. Mit einer Vernichtung der Blattläuse wird sich auch der Rußtau zurückbilden.

 

Zwergmispel als Bonsai

Wer gerne eine Zwergmispel im Garten anpflanzen möchte, aber nicht genug Platz für einen Bodendecker hat, kann auf einen Bonsai zurückgreifen. Der Bonsai ist nämlich eine Alternative, der vergleichsweise wenig Platz benötigt.

Da die Zwergmispel sehr schnittverträglich ist und einen raschen, kräftigen Austrieb vorweisen kann, eignet sie sich hervorragend als Bonsai. Aber auch die kleinen, glänzenden Blätter sowie die zierenden Blüten und Früchte und der kompakte Wuchs tragen zu dieser Eignung bei. Zudem ist sie das ganze Jahr über drahtbar.

Von den 90 Arten kommen nicht alle für eine Pflanzung als Bonsai in Frage. Sorten, die sich gut eignen sind die Cotoneaster horizontalis, die Cotoneaster preacox, die Cotoneaster microphyllus, die Cotoneaster conspicuus und die Cotoneaster congestus.

 

Die ansonsten als sehr pflegeleicht bekannte Zwergmispel, fordert als Bonsai etwas mehr Aufwand und Mühe ein. So ist alle zwei bis drei Jahre ein Umtopfen im Frühjahr nötig. Hierfür ist der Monat März sehr gut geeignet, da das Umtopfen vor dem Austrieb stattfinden muss. Das Umtopfen sollte für einen Wurzelschnitt an der Pflanze genutzt werden.

Außerdem erfordert ein Bonsai einen regelmäßigen Rückschnitt. Durch einen solchen kann eine stärkere Verzweigung und eine kompakte Form garantiert werden. Junge Pflanzen können ruhig um die Hälfte zurückgeschnitten werden.

Eine Düngung des Bonsais ist unerlässlich. Besonders im Sommer sollten alle zwei Wochen ein flüssig Dünger sowie ein spezieller Bonsai Dünger zum Einsatz kommen.

Des Weiteren möchte die Pflanze regelmäßig gewääsert werden. Im Sommer benötigt sie regelmäßig viel Wasser und im Winter sollte sie zumindest immer feucht gehalten werden.

Für den Bonsai kommt im Sommer ein luftiger Standort im Halbschatten in Frage, während sie im Winter eher sonnig und geschützt stehen sollte.

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Allgemeines über die Zwergmispel

Die Zwergmispel wird im Lateinischen Cotoneaster genannt, was übersetzt so viel Bedeutet wie wertlose Quitte. Sie gehört zur Pflanzengattung der Kernobstgewächse (Pyrinae) und zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae).  Umgangssprachlich wird sie auch als Teppichmispel oder Kriechmispel bezeichnet.

Natürlich kommt die Cotoneaster in Asien, Europa und Nordafrika vor. Hauptsächlich wächst sie allerdings im Himalaya und in Südwest China.

Die Zwergmispel gehört in Deutschland zu den farbintensivsten und attraktivsten Bodendeckern. Aufgrund der kräftigen Farben und der Fähigkeit Unkraut zu bekämpfen, ist die Zwergmispel bei Gärtnern besonders beliebt. Daher schmückt sie viele Gärten und Parkanlagen, wo sie insbesondere als Bodendecker zu finden ist.

Da die Pflanze so gut wie keine Pflege benötigt, ist sie besonders für Anfänger mit wenig Erfahrung rund um den Garten sehr gut geeignet.
Wichtig zu wissen ist allerdings, dass alle Pflanzenteile der Zwergmispel, besonders aber die Beeren, schwach giftig sind. In der Rinde, den Blüten und den Blättern befindet sich der Wirkstoff Prunasin und in den Früchten ist zusätzlich noch das Glycosid Amygdalin nachzuweisen.

Nach Verzehr kann es dadurch zu einer schwachen Blausäurevergiftung kommen, die sich durch Übelkeit, Erbrechen, Gastroenteritis und einem Brennen im Mund äußert. Kinder sollten daher nach Möglichkeit nicht in der Nähe einer Zwergmispel spielen.

Seit dem ersten Mai 2002 darf die Zwergmispel in der Schweiz weder eingeführt, noch in den Verkehr gebracht werden.

 

Beschreibung und Verwendung der Zwergmispel

Die Zwergmispel wächst sowohl als Bodendecker oder Strauch, selten aber auch als Kleinbaum. In deutschen Gärten findet man viele verschiedene Arten von ihr, die untereinander teilweise schwer zu unterscheiden sind. Je nach Art ist die Zwergmispel entweder winter-, sommer- oder immergrün und hat eine niederliegende, überhängende, kriechende, kugelige oder buschige Form. Aufgrund dieser großen Vielfalt eignet sie sich für jede Anwendung. Gerne kann sie im Kübel, als Hecke, als Rasenersatz oder zur Füllung von kahlen Hügeln oder Böschungen gepflanzt werden.

Je nach Sorte, fängt sie im Mai oder Juni an, kleine weiße, rosafarbene, hellviolette oder rote Blüten zu tragen, die in Rispen oder Trauben wachsen. Im Laufe des Sommers bilden sich schließlich Beeren aus. Diese färben sich im Spätsommer entweder rot bis orange oder manchmal auch schwarz und erinnern an kleine Quitten.

Die Blätter der Zwergmispel sind klein, ledrig und haben eine blaue oder grüne Farbgebung.

Die älteren, dunkelgrünen Blätter der sommergrünen Pflanzen können sich im Herbst in die verschiedensten gelb oder rot Töne verfärben.

Die Zwergmispel ist auch bei Tieren sehr beliebt. Im Frühling und im Sommer werden die Bienen von ihren Nektar angelockt, während die Beeren im Winter verschiedene Vogelarten ernähren.

 

Artenvielfalt der Zwergmispel

Die Artenvielfalt der Zwergmispeln ist groß. Es gibt sie in verschieden Kombinationen aus Farben und Formen. Insgesamt zählen mehr als 90 verschiedene Arten zu ihrer Gattung. Aufgrund häufiger Namensänderungen existieren teilweise uneinheitliche Namensgebungen. Hierbei variieren sowohl die deutschen als auch die botanischen Bezeichnungen.

Im Folgenden werden die häufigsten Bodendecker- sowie Strauch-Arten vorgestellt.

Teppich-Zwergmispel (Cotoneaster dammeri)

Die Teppich- Zwergmispel ist ein immergrüner, kriechender Spalierstrauch, dessen Wurzeln und Zweige auf dem Boden liegen. Mit einer Wuchshöhe von bis zu 30 Zentimetern und einer Wuchsbreite von bis zu 150 Zentimetern, ist sie der am meisten verwendete Bodendecker. Die Teppich-Zwergmispel trägt weiße Blüten mit roten Staubbeuteln und hellrote Früchte.

Zur Art der Cotoneaster dammeri gehören zahlreiche Sorten, wie die Cotoneaster dammeri Major, die besonders häufig gepflanzt wird. Des Weiteren sind die Feuerbrand resistente „Thiens“ und die besonders frostharte „Radicans“ sehr beliebte Sorten. 

Fächer- Zwergmispel (Cotoneaster horizontalis)

Zur Art der Fächer- Zwergmispel gehören fast ausschließlich Sträucher und selten auch kleine Bäume. Obwohl diese Art in Europa nicht natürlichen Ursprungs ist, findet sie doch sehr häufig Verwendung.

In Österreich und der Schweiz wird der sommergrüne Strauch auch Fächer-Steinmispel genannt.

Ihre Wuchshöhe erreicht maximal einen Meter, weswegen sie eher zu den kleineren Strauch-Arten gezählt wird.  Die Fächer-Zwergmispel wächst aufrecht, es gibt aber auch niederliegende Sorten.

Ihre Blüten sind weiß bis rosa, die Früchte meist rot, gelegentlich aber auch schwärzlich und ihre Blätter färben sich zum Herbst in ein leuchtendes orange oder ein rötliches braun.

Bekannte Sorten dieser Art sind die Cotoneaster adpressus und die Cotoneaster nanshan mit ihren großen rosa Blüten

Kleinbättrige Zwergmispel (Cotoneaster microphyllus)

Die Kleinblättrige Zwergmispel ist ein immergrüner Strauch, der bis zu einem Meter hoch werden kann. An ihren niederliegenden Ästen wachsen auffallend kleine Blätter, die der Art ihren Namen verliehen haben.
Diese kleinen, sattgrünen und glänzenden Blätter sind der perfekte Kontrast zu den knallroten Früchten, die die Pflanze normalerweise ab August oder September trägt. Häufig findet die kleinblättrige Zwergmispel als Bodendecker Anwendung in Gärten.

Vielblütige Zwergmispel (Cotoneaster multifloris)

Die vielblütige Zwergmispel wird auch als hohe Blütenmispel oder Blüten-Felsenmispel bezeichnet. Häufig findet sie Verwendung als Heckenpflanze, eignet sich jedoch auch als Solitärpflanze, Gruppenpflanzung, zur Pflanzung in Gefäßen oder für Dachgärten.

Die Cotoneaster mulitfloris ist ein buschig und aufrecht wachsender Strauch, der normalerweise eine Wuchshöhe von ungefähr zwei bis drei Metern erreicht. Bei ausreichend Platz wird der sommergüne Strauch meist breiter als hoch.

Im Vergleich mit anderen Arten hat sie auffallend große Blätter und Blüten. Ihre weißen Blüten blühen in überreicher Anzahl und verströmen daher einen starken Duft. Die Blätter färben sich im Herbst gelblich bis rotbraun.

Kissenmispel (Cotoneaster adpressus)

Die Blätter der Kissenmispel treiben früh aus und sind mattgrün. Im Herbst färben sie sich in ein spektakuläres purpurrot bis leuchtend rot. Da sie jedoch kaum Früchte trägt, ist sie im Winter eher unscheinbar. Die Kissenmispel trägt weiße bis rosafarbene Blüten und hat eine Wuchshöhe von bis zu einem halben Meter. Die sommergrüne Pflanze gilt als sehr frosthart.

Gewöhnliche Zwergmispel (Cotoneaster integerrimus)

Die gewöhnliche Zwergmispel wird auch Felsen- Zwergmispel genannt. Sie ist sommergrün und erreicht eine Wuchshöhe von einem bis zwei Metern. Die gewöhnliche Zwergmispel wird allerdings eher selten als Zierpflanze verwendete, sondern wächst eher wild an trockenen Felshängen.

Felsenmispel (Cotoneaster praecox)

Die Felsenmispel eignet sich mit einem unregelmäßigen und bogenförmigen Wuchs hervorragend als Bodendecker. Sie erreicht eine Wuchshöhe von bis zu einem Meter. Die sommergrüne Pflanze gilt als sehr robust und frosthart. Ihr Laub verfärbt sich im Herbst purpur bis scharlachrot.

Weidenblättrige Zwergmispel (Cotoneaster salicifolius)

Die Weidenblättrige Zwergmispel wird gerne auch Weiden- Zwergmispel genannt. Die meisten ihrer Art sind immergrüne Pflanzen, die eine Wuchshöhe von bis zu fünf Metern erreichen.

 

Anforderungen der Zwergmispel an Standort, Boden, Pflege und Schnitt

Standort

Da die Zwergmispel sehr robust und widerstandsfähig ist, stellt sie nur wenige Ansprüche an ihren Standort. Auch bei eher ungünstigen Bedingungen kann sie sehr gut gedeihen.

Optimal ist allerdings ein Standort in der Sonne, weil sich die Blüten und Früchte hier besonders gut entwickeln können. Auch im Halbschatten oder im Schatten kann sie wachsen, unter Umständen bildet sie dort dann allerdings etwas weniger Blüten und Früchte aus.

Besonders wohl fühlt sich die Zwergmispel auch im Steingarten, beispielsweise neben Sommerphlox oder Mauerpfeiffer.

Kriechende Sorten können gerne an Böschungen stehen, unter Gehölzen, die etwas Licht durchlassen und an Mauerkronen.

Auch im Kübel auf dem Balkon oder der Terrasse fühlt sich die  Zwergmispel wohl.

Boden

Der für die Zwergmispel ideale Boden ist durchlässig, feucht und humusreich. Um den Boden etwas aufzulockern, kann gerne Sand verwendet werden.
Die Zwergmispel gibt sich allerdings auch mit weniger optimalen Bedingungen zufrieden, selbst kalkreiche oder karge Erde machen ihr nichts aus.

Pflege

Da die Zwergmispel als relativ anspruchslos gilt, ist nahezu keine Pflege notwendig.

Bei langen Trockenperioden ohne Niederschlag ist es empfehlenswert die Pflanze zu bewässern.

Ein gelegentliches Austrocknen des Wurzelballens kann die Zwergmispel relativ gut vertragen, solange dies nicht zu einem Dauerzustand wird.

Um das Austrocknen zu verhindern, kann im Frühjahr ein Mulchen durchgeführt werden. Starkes Bewässern und Staunässe sollten auf jeden Fall vermieden werden, damit die Wurzeln der Pflanze nicht anfangen zu faulen.

Ein zusätzliches Düngen der Pflanze ist normalerweise nicht nötig. Um ein optimales Wachstum zu garantieren, kann die Pflanze allerdings von April bis September einmal im Monat mit Flüssigdünger versorgt werden. 

Da die meisten Arten der Zwergmispel winterhart sind, können diese ohne weiteres Zutun im Freien überwintern. Optional kann eine Versorgung der Pflanze mit Mulch oder Vlies allerdings sehr hilfreich sein. Im Winter sollte die Pflanze hin und wieder gegossen werden. Wichtig zu beachten ist hierbei, dass das Gießen nur an Tagen ohne Frost durchgeführt wird.

Schnitt

Um die Zwergmispel optimal zu pflegen, kann gerne ein regelmäßiger Schnitt durchgeführt werden. Besonders die Bodendecker vertragen einen radikalen Schnitt sehr gut.

Die sommergrünen Zwergmispeln müssen nur geschnitten werden, wenn sie sich zu stark ausgebreitet haben und zu viel Platz im Garten einnehmen. Bei immergrünen Pflanzen ist es empfehlenswert, den Schnitt regelmäßig einmal im Jahr durchzuführen, um ein gesundes Wachstum und die Ausbildung von Blüten zu unterstützen.

Am besten ist es, den Schnitt in der Höhe sowie auch in der Breite auszuführen.

Der richtige Zeitpunkt für einen Rückschnitt kann je nach Art der Zwergmispel variieren. So sollten die Laubabwerfenden Sorten in den Wintermonaten geschnitten werden, während die immergrünen Arten einen Frühjahrsschnitt sehr gut vertragen, damit die Ausbildung von Blüten und Früchten nicht gestört wird. Bei Hecken eignet sich der Monat August sehr gut.

Das Wetter sollte hierbei immer frostfrei und nicht zu sonnig sein. Außerdem darf zum Schneiden nur eine scharfe Schere benutzt werden. Ist das Werkzeug zu stumpf, besteht die Gefahr, die Zweige zu quetschen oder zu beschädigen.

Zur optimalen Ausführung des Schnitts wird die Schere direkt über der Knospe, die nach außen weist angesetzt. Sie muss dabei Schräg zum Zweig gehalten werden. Der Abstand zwischen Schnittkerbe und Knospe sollte in etwa einen Zentimeter betragen.  Beim Schnitt der Zwergmispel sollte darauf geachtet werden, dass abgestorbene Zweige sowie Triebe, die sich überkreuzen entfernt werden.

 

Pflanzung und Vermehrung der Zwergmispel

Die Pflanzzeit für Zwergmispeln beginnt im Oktober und endet im Mai. Lediglich bei starkem Frost sollte auf eine Einpflanzung verzichtet werden.

Wurzelwaren sollte vor dem Einsetzten in die Erde ungefähr eine halbe Stunde lang im Schlamm baden.

Zur Pflanzung der Zwergmispel wird zunächst eine Grube ausgehoben, in die die Pflanze dann hineingesetzt wird. Wichtig ist es, die Wurzeln der Pflanze gut auszubreiten. Anschließend muss das Erdloch mit der ausgehobenen Erde und etwas Humuserde wieder aufgefüllt werden.

Wichtig ist es, einen ausreichenden Pflanzabstand zwischen den Zwergmispeln zu lassen, da sich die Pflanzen im Jahr ungefähr zehn Zentimeter ausbreiten. Der Abstand hängt hierbei jedoch maßgeblich vom gewünschten Gesamtbild ab.

Wer die Zwergmispel als Bodendecker verwendet und einen dichten Wuchs wünscht, sollte acht Pflanzen pro Quadratmeter einrechnen. Wenn hingegen noch etwas freien Raum wünscht, sollte zu vier Pflanzen auf einem Quadratmeter greifen.

Generell kann ein Abstand von mindestens 60 Zentimetern bei jungen Pflanzen angeraten werden.

Nach dem Pflanzen brauchen die jungen Setzlinge ausreichend Wasser.

Allgemein ist darauf zu achten, die Zwergmispel in der Phase des Wachstums regelmäßig zu bewässern.

 

Vermehrung der Zwergmispel

Zur Vermehrung der Zwergmispel gibt es mehrere verschiedene Methoden, die mehr oder weniger zu empfehlen sind. So kann diese über die Aussaat reifer Beeren, eine Vermehrung durch Absenker, eine Vermehrung durch Ableger oder auch eine Vermehrung durch Stecklinge erfolgen.

Verehrung durch Ableger

Bei einer Vermehrung der Zwergmispel durch Ableger übernimmt die Pflanze fast die ganze Arbeit selber, weswegen die Methode nicht viel Arbeitsaufwand bedeutet. Die Ausläufer können im Spätherbst von der Mutterpflanze getrennt werden und brauchen nach dem Einpflanzen ungefähr ein Jahr zum Anwachsen.

Vermehrung durch Stecklinge

Bei immergrünen Pflanzen werden die Stecklinge im Spätsommer von ausgereiften Trieben entnommen, während bei den sommergrünen Pflanzen zum gleichen Zeitpunkt die halb ausgereiften Triebe entnommen werden.

Die Stecklinge werden mit einem scharfen Messer von der Mutterpflanze abgeschnitten und sollten ungefähr acht Zentimeter lang sein. Vor der Pflanzung im Topf, müssen im unteren Bereich alle Blätter und Früchte entfernt werden.  

Dann werden sie zur Bewurzelung in die Erde gesteckt. Eine hohe Luftfeuchtigkeit schafft die optimalen Bedingungen zum Anwachsen der Pflanzen. Diese kann künstlich mithilfe einer Plastikhaube geschaffen werden, die über die Stecklinge gezogen wird.

Insgesamt ist die Vermehrung durch Stecklinge eine sehr einfache und auch zuverlässige Art der Vermehrung.

Vermehrung durch Aussaat

Die Vermehrung durch Aussaat ist sehr aufwändig und braucht viel Geduld. Im Oktober wird eine Hand voll reifer Beeren von der Zwergmispel geerntet und anschließend müssen die Samen aus diesen Beeren herausgesucht werden. Diese werden dann gründlich gesäubert und stratifiziert, da vor der Aussaat kein Fruchtfleisch mehr an den Samen kleben darf. Alternativ können die Samen aber auch in einem Fachmarkt oder einer Gärtnerei erworben werden.

Die beste Jahreszeit zum Aussähen ist der November, die die Zwergmispel ein Kaltkeimer ist.

Zum Anpflanzen werden die Samen dann einfach in die Erde gesteckt und ausreichend bewässert. Die ideale Temperatur für die Samen zum Anwachsen und Keimen ist bei 20 Grad Celsius. Nach etwa drei Wochen kann der Topf draußen in der Erde versenkt werden und mit Reisig oder Laub abgedeckt werden. Im Frühjahr wird der Topf dann wieder ausgegraben und zurück auf die Fensterbank gestellt.

Vermehrung durch Absenker

Wie auch bei der Vermehrung durch Aussaat ist hierbei sehr viel Geduld und Ausdauer gefragt, da es bis zu zwei Jahre dauern kann bis die Absenker bewurzelt sind und von der Mutterpflanze getrennt werden können. Die Vermehrung durch Absenker erfolgt dabei im Herbst oder im Frühjahr.

 

Krankheiten und Schädlinge

Die Zwergmispel kann von verschiedenen Krankheiten oder Schädlingen heimgesucht werden. Da die Pflanzen als sehr robust gelten, ist dies jedoch eher selten der Fall. Trotzdem ist ein Befall der Pflanze durch Blutläuse, Blattläuse, Rußtau, Pilzkrankheiten oder auch dem unter Gärtnern gefürchteten Feuerbrand nicht ausgeschlossen. 

Befall durch Blutläuse

Blutläuse wurden aus Amerika eingeschleppt und können die Zwergmispel bei beispielsweise Nährstoffmangel und Stickstoffüberdüngung befallen. Zu den natürlichen Feinden der Blutlaus gehören unter anderem Marienkäfer, Florfliegenlarven, Blutlauszehrwespen, Gallmücken, Raupenfliegen, Schlupfwespen, Vögel, Spinnen und Weichkäfer.

Bei einem hartnäckigen Befall kann die Entfernung am besten mithilfe eines scharfen Wasserstrahls, einer Natronlösung, einer Pflanzenöl-Emulsion oder einer Amoniaklösung erfolgen.

Befall durch Feuerbrand

Feuerbrand befällt neben der Zwergmispel auch gerne Obstbäume und muss schon bei einem Verdacht gemeldet werden. Nach einer Meldung an das regionale Pflanzenschutzamt erhält man Anweisungen zum weiteren Vorgang mit der Pflanze.

Anzeichen für den gefürchteten Feuerbrand sind vertrocknete Blätter, die wie verbrannt aussehen und  braune Blüten, die sich später schwarz färben. Außerdem verkümmern und vertrocknen die Triebe und es bilden sich Risse, aus denen eine schleimige Substanz austritt. Am Ende sieht die ganze Pflanze wie verbannt aus.

Auslöser der ansteckenden und unheilbaren Krankheit ist das Bakterium Erwinia amylovora. Bei einem Befall müssen die Pflanzen vernichtet werden und der Boden muss aufgearbeitet werden. Für Menschen ist der Feuerbrand nicht gefährlich, aber er überträgt sich schnell auf benachbarte Pflanzen. Um die Zwergmispeln vor der Krankheit zu schützen, sollten Schnittwerkzeuge immer gut desinfiziert werden.

Befall durch Blattläuse

Anzeichen für einen Befall der Zwergmispel durch Blattläuse erkennt man an stark eingerollten Blättern und klebrigen Pflanzenteilen. Die grün, braun oder schwarz gefärbten Blattläuse sind besonders an den Blättern und jungen Trieben zu finden. Meist sitzen sie dicht gedrängt an den Unterseiten der Blätter. Die Blattläuse saugen den Saft aus der Pflanze, wodurch die Blätter und Triebe verkümmern können.

Die Entfernung kann entweder natürlich durch den Marienkäfer erfolgen, welcher ein Fressfeind der Blattlaus ist oder mithilfe von Spritzbrühen, Wasser und Insektiziden erfolgen.

Befall durch Rußtau

Blattläuse lassen einen Honigtau auf der Zwergmispel zurück, auf dem sich Rußtau gerne ausbreitet. Rußtau ist ein schwarzer Belag, der von Pilzen verursacht wird. Die Pflanze wird hierbei nicht direkt geschädigt, sondern in ihrer Photosynthese beeinträchtigt. Mit einer Vernichtung der Blattläuse wird sich auch der Rußtau zurückbilden.

 

Zwergmispel als Bonsai

Wer gerne eine Zwergmispel im Garten anpflanzen möchte, aber nicht genug Platz für einen Bodendecker hat, kann auf einen Bonsai zurückgreifen. Der Bonsai ist nämlich eine Alternative, der vergleichsweise wenig Platz benötigt.

Da die Zwergmispel sehr schnittverträglich ist und einen raschen, kräftigen Austrieb vorweisen kann, eignet sie sich hervorragend als Bonsai. Aber auch die kleinen, glänzenden Blätter sowie die zierenden Blüten und Früchte und der kompakte Wuchs tragen zu dieser Eignung bei. Zudem ist sie das ganze Jahr über drahtbar.

Von den 90 Arten kommen nicht alle für eine Pflanzung als Bonsai in Frage. Sorten, die sich gut eignen sind die Cotoneaster horizontalis, die Cotoneaster preacox, die Cotoneaster microphyllus, die Cotoneaster conspicuus und die Cotoneaster congestus.

 

Die ansonsten als sehr pflegeleicht bekannte Zwergmispel, fordert als Bonsai etwas mehr Aufwand und Mühe ein. So ist alle zwei bis drei Jahre ein Umtopfen im Frühjahr nötig. Hierfür ist der Monat März sehr gut geeignet, da das Umtopfen vor dem Austrieb stattfinden muss. Das Umtopfen sollte für einen Wurzelschnitt an der Pflanze genutzt werden.

Außerdem erfordert ein Bonsai einen regelmäßigen Rückschnitt. Durch einen solchen kann eine stärkere Verzweigung und eine kompakte Form garantiert werden. Junge Pflanzen können ruhig um die Hälfte zurückgeschnitten werden.

Eine Düngung des Bonsais ist unerlässlich. Besonders im Sommer sollten alle zwei Wochen ein flüssig Dünger sowie ein spezieller Bonsai Dünger zum Einsatz kommen.

Des Weiteren möchte die Pflanze regelmäßig gewääsert werden. Im Sommer benötigt sie regelmäßig viel Wasser und im Winter sollte sie zumindest immer feucht gehalten werden.

Für den Bonsai kommt im Sommer ein luftiger Standort im Halbschatten in Frage, während sie im Winter eher sonnig und geschützt stehen sollte.

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