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Tanne („Abies“) kaufen

 

Allgemeines über die Tanne

Die Tanne gehört zur Familie der Kieferngewächse („Pinacea“) und zur Ordnung der Koniferen („Coniferales, Pinales“). Vorzugsweise in Gebirgsregionen, kommt die Tanne überwiegend in der nördlichen gemäßigten Zone vor. Denn dort ist das Klima weder zu kalt noch zu heiß. Folglich liegt ihr Verbreitungsgebiet in Europa, Nordafrika, Nord- und Zentralasien sowie Nordamerika.
Bei uns in Deutschland findet man die Tanne als Mischbaumart häufig zusammen mit der Buche oder der Fichte. Hauptsächlich kommt sie im Schwarzwald und im bayrischen Wald vor.
Insgesamt ist die Tanne nach der Fichte und der Kiefer die dritthäufigste Nadelbaumart in unseren Wäldern.

Beschreibung der Tanne

Auf den ersten Blick sieht die Tanne der Fichte sehr ähnlich und kann somit leicht mit dieser verwechselt werden.
Der immergrüne Nadelbaum erreicht eine Wuchshöhe von 20 bis 90 Metern, wobei nur wenige der Arten eine Höhe von 20 Metern haben und damit eher klein bleiben. Die meisten Arten können einen Stammdurchmesser von einem bis drei Metern vorweisen.

Die Rinde der Tanne hat eine graue Farbe, dessen Beschaffenheit bei jüngeren Bäumen eher glatt ist und bei älteren Bäumen in kleine Platten zerfällt.
Ihre Nadeln werden unter allen Nadelbäumen am Ältesten, da diese nur alle acht bis elf Jahre abfallen. Die Form der Nadeln ist flach, außerdem sind diese leicht biegsam und haben auf der Unterseite helle Streifen. Mit einem verbreiterten Fuß sitzen sie unmittelbar auf den Ästen.

Die Tanne zählt zu den mächtigsten tiefwurzelnden Großbäumen. Dank ihrer Pfahlwurzeln, die sie sehr tief in die Erde ausbildet, ist sie auch bei starken Stürmen sehr standfest.

Ihre Blüten blühen erst nach ungefähr 40 bis 60 Jahren zum ersten Mal. An ihren Zweigen hat sie sowohl männliche als auch weibliche Zapfen. Diese sind nur in den obersten Zweigen am Wipfel zu finden und stehen dort aufrecht am Zweig. Die Achse des Zapfens bleibt am Baum bestehen, während nur seine Schuppen einzeln abfallen. Deshalb findet man auch keine Tannen-Zapfen auf dem Boden.

Holz der Tanne

Das Holz der Tanne ist weich, geruchslos und hat eine cremeweiße oder lohfarbene Farbgebung. Das Kernholz ist von ihrem Splintholz praktisch nicht zu unterscheiden. Die Holzfasern verlaufen gerade und es erfolgt keine Bildung von Harzkanälen.

 

Nutzung der Tanne

Nutzung als Christbaum und Adventskranz an Weihnachten

Die Tanne ist der am meisten verwendete Weihnachtsbaum in Deutschland. Besonders die Nordmanntanne und die Nobilis-Tanne werden auf den Plantagen angebaut, um zur Weihnachtszeit verkauft zu werden. Diese beiden Arten haben sehr stabile Äste und können ihre Nadeln auch im Zimmer noch sehr lange halten.

Die Zapfen der Tanne eignen sich sehr gut zum Basteln und zum Binden von Advents- und Türkränzen. Es gibt keine anderen Pflanzen, die so eng mit Weihnachten verbunden sind.

Nutzung in der Medizin und Naturheilkunde

Die Tannenspitzen, die Nadeln und das Harz der Tanne enthalten ätherische Öle, Vitamine und Enzyme. Daher wird der Baum in der Naturheilkunde sowie auch in der Medizin vielfältig eingesetzt.
Als Arzneipflanze hilft sie bei Erkältung, Husten, Rheuma und Verschleimung. Auch kann sie zu einer Stärkung der Lunge eingesetzt werden. Allerdings ist bei den Krankheiten Asthma und Keuchhusten äußerste Vorsicht geboten, da sie hier unter Umständen die Symptome verschlimmern kann.

Auch in der Aromatherapie findet die Tanne ihre Verwendung. Hier hat sie als Duftpflanze eine anregende, kräftigende und desinfizierende Wirkung.

In der Naturheilkunde hilft das gewonnene ätherische Öl als Mittel gegen Bronchitis, Hexenschuss oder Ischias-Schmerz.
Außerdem wird sie auch als Sauna-Aufguss sehr gerne verwendet.

Futter für Waldtiere

Da die Samen der Tanne sehr viel Fett enthalten, dienen sie häufig als Futter für Vögel, Eichhörnchen, Mäuse oder andere Waldtiere. Heruntergefallene Samen oder junge Triebe sind ein gefundenes Fressen für Rehe, Hirsche und weiteres Wild.
Viele Schmetterlinge hingegen nutzen den Nektar des Nadelbaumes als Nahrung. Unter der Rinde findet man außerdem zahlreiche Käferarten, die ihre Gänge bohren, sich von dem Holz ernähren und ihre Eier dort ablegen.

 

Arten und Sorten der Tanne

Es sind ungefähr 50 verschiedene Arten der Tanne bekannt, von denen einige Sorten ein Alter von bis zu 600 Jahren erreichen können.

Weißtanne („Abies Alba“)

Die Weißtanne wird häufig auch Edeltanne, Tanne, Silbertanne oder Schwarzwaldtanne genannt. Sie ist vorwiegend in den mitteleuropäischen Gebirgen zuhause und erreicht eine Wuchshöhe von 30 bis 50 Metern. Sie gilt als schadstoffempfindlichste heimische Baumart und ist außerdem bei Frühfrost gefährdet. Die jungen Triebe der Weißtanne wachsen sehr langsam. Die Wuchsgeschwindigkeit nimmt allerdings mit fortlaufendem alter zu. 

Die Weißtanne wird gerne von der eingeschleppten Tannenlaus befallen.

Koreatanne („Abies koreana“)

Der Ursprung der Koreatanne liegt in den Bergwäldern Südkoreas. Vor ziemlich genau einem Jahrhundert wurde sie in Europa eingeführt und von vielen Züchtern als hervorragende Zuchtpflanze entdeckt. Deswegen existieren heutzutage besonders viele Zuchtsorten der Koreatanne.
Aufgrund ihres langsamen Wuchses, wird sie gerne als Zierbaum in Gärten angepflanzt. Ihre Wuchshöhe beträgt ungefähr 20 Meter, wobei sie in deutschen Gärten sogar  meist noch etwas kleiner bleibt. Die Koreatanne gilt als winterhart, allerdings ist sie spätfrostgefährdet.

Nordmanntanne („Abies nordmanniana“)

Die Nordmanntanne hat ihren Ursprung in Asien, hauptsächlich in dem Gebiet von Kleinasien bis zum westlichen Kaukasus. Sie wächst säulen- oder kegelförmig, wobei sie eine Wuchshöhe von bis zu 70 Metern erreichen kann. Auch diese Art wächst, wie die Weißtanne in jungen Jahren eher langsam und mit fortlaufendem Alter schneller. Der Zuwachs variiert daher von 15 bis 40 Zentimeter pro Jahr.
Die winterharte Nordmanntanne ist sehr empfindlich gegen Lufttrockenheit und Hitze.

Der populäre Weihnachtsbaum benötigt etwa zehn bis zwölf Jahre, um eine hierfür geeignete Höhe von zwei Metern zu erreichen.

Colorado-Tanne („Abies concolor“)

Die Colorado-Tanne ist auch unter den Namen gleichfarbige Tanne oder amerikanische Weißtanne bekannt. Sie ist im westlichen Nordamerika beheimatet. In den US-Bundesstaaten Colorado, Arizona und Kalifornien sowie auch in Mexiko ist sie besonders häufig vorzufinden.
Bei uns in Deutschland wird sie vorzugsweise in Parks und Gartenanlagen angepflanzt.
Die Colorado-Tanne erreicht eine Wuchshöhe von bis zu 50 Metern. Ihre blau-grünen, kammartigen Nadeln können bis zu acht Zentimeter lang werden. Im Mai entwickelt die amerikanische Weißtanne rote Blüten, während sie im Herbst ihre Zapfen trägt.
Auch diese Tanne ist an Weihnachten in den Wohnzimmern einiger Familien zu finden.

Nobilis-Tanne („Abies nobilis“)

Die Nobilis-Tanne ist besser unter dem Namen Silbertanne bekannt. Sie ist im westlichen Gebirge Nordamerikas, in den Bundestaaten Washington und Oregon beheimatet.
Die Edel-Tanne kann eine Wuchshöhe von bis zu 80 Metern erreichen. Ihr Wuchs ist dabei teilweise etwas unregelmäßig, aufgrund von lockeren Abständen zwischen den Ästen. Ihre grau-grünen Nadeln werden bis zu vier Zentimeter lang und wachsen sehr dicht. Häufig findet man diesen Nadelbaum in Parkanlagen.
Aufgrund ihrer langen Haltbarkeit und ihrer besonderen Nadelfestigkeit, ist auch die Nobilis-Tanne ein sehr beliebter Weihnachtsbaum.

Balsamtanne („Abies balsamea“)

Die Balsamtanne hat ihren Ursprung im östlichen Nordamerika, in der Gegend um New Hampshire. Hier wächst sie im sowohl im Tief- als auch im Bergland. Sie gilt ihrem Standort gegenüber als relativ Anspruchslos und ist sehr frosthart.
Die Balsamtanne kann eine Wuchshöhe von bis zu 30 Metern erreichen. Mit einem Höchstalter von 245 Jahren gilt sie unter den Nadelbäumen als relativ kurzlebig.
Die Nadeln der Balsamtanne verteilen einen wohlriechenden Duft, der der Tanne ihren Namen verliehen hat. In Kanada ist die Balsamtanne ein Wahrzeichen, ähnlich wie der Zuckerahorn.

Aufgrund ihres auffallend symmetrischen und dichten Wuchses, ist auch die Balsamtanne für eine Verwendung als Weihnachtsbaum gut geeignet.

Blautanne („Abies procera“)

Die Blautanne, auch Edeltanne genannt, hat blau-grüne Nadeln und sehr kleine Zapfen. Sie erreicht eine Wuchshöhe von 25 bis 45 Metern und ist somit eine beliebte Ziertanne in Gärten. Ursprünglich stammt die Blautanne aus Amerika.
Beliebte Sorten der Edeltanne sind die „blaue Hexe“, „Glauce“, „Glauca Prostata“, „Nobles Dwarf“, „Procumbens“ und „Wiesnmoornixe“.

Purpurtanne („Abies amabilis“)

Die Purpurtanne stammt von der Westküste Nordamerikas. Sie trägt purpurfarbene Zapfen, die dem Nadelbaum seinen Namen verliehen haben. Ihre Borke hat eine rötlich-graue Farbgebung.

Die Purpurtanne erreicht eine Wuchshöhe von ungefähr 30 Metern und gilt als äußerst robust. Sie kommt sowohl mit sehr kalten Wintern, als auch mit langen Dürreperioden sehr gut zurecht. Außerdem ist sie die schattenverträglichste Baumart überhaupt. Mehrere Jahre im absoluten Schatten ist für diese Tanne kein Problem.

 

Ansprüche der Tanne an Standort und Boden

Die Tanne gehört zu den Schattenbaumarten. Das bedeutet, dass sie sehr schattentolerant ist und auch im Schatten größerer Bäume gut heranwachsen kann. Im Alter hingegen, bevorzugen alle Arten der Tanne einen relativ sonnigen Standort.

Der Boden sollte frisch, feucht und nährstoffreich sein. Außerdem braucht die Tanne eine ausreichende Tiefe, um ihre Wurzeln ausbreiten zu können. Aus diesem Grund sollte der Boden auch locker sein.
Das Substrat kann hierbei sowohl sandig, kiesig, lehmig, als auch tonig sein, denn die Tanne hat keine bestimmten Vorlieben.
Der pH-Wert des Bodens sollte sauer bis alkalisch sein. Wichtig ist, dass die Weißtanne nicht saurer als 6,5 Punkte stehen sollte. Die Nordmanntanne hingegen verträgt auch saurere Böden sehr gut.

Allgemein mögen die Tannen viel Niederschlag und sollten nicht an trockenen Standorten gepflanzt werden. Außerdem sollte Ihnen ausreichend Platz gelassen werden, damit sie sich auch nach einigen Jahren noch ungestört entwickeln können.

Je nach Art ist die Tanne bis zu -45 Grad Celsius winterhart und ihr Reisig bietet anderen Pflanzen einen optimalen Winterschutz.

 

Pflanzen, Pflege, Düngen und Schnitt

Pflanzen

Zum Einpflanzen von Tannen ist am besten der Herbst geeignet. Besonders empfehlenswert sind die frostfreien Tage im September oder Oktober, da die Pflanzen noch genug Zeit haben vor dem Winter richtig anzuwachsen.

Vor dem Einpflanzen muss der Boden tiefgründig umgegraben werden und aufgelockert werden. Das Auflockern kann mit Sand oder etwas Kies durchgeführt werden. Außerdem kann gerne etwas Kompost mit in die Erde eingearbeitet werden, um eine optimale Nährstoffversorgung der Jungpflanze zu gewährleisten.
Das ausgehobene Erdloch sollte mindestens doppelt so groß sein wie der Wurzelballen und eine Mindesttiefe von einem Meter aufweisen.

Zum Einpflanzen sind am besten junge Bäume geeignet. Diese müssen sehr vorsichtig in das Loch eingesetzt werden, da die Wurzeln auf keinen Fall knicken dürfen. Jedoch ist darauf zu achten, die Pflanzen so tief wie möglich in die Erde zu setzen.

Nach dem Pflanzen muss das Loch wieder mit Erde aufgefüllt werden. In den ersten Tagen ist es wichtig, die jungen Pflanzen gut zu wässern.

Pflege

Bis die Wurzeln der jungen Tannen richtig angewachsen sind, brauchen die Pflanzen ausreichend Wasser. Die ausgewachsenen Tannen haben dann so tiefe Wurzeln, dass sie sich über den Grundwasserspiegel versorgen können.

Wenn die Nadeln des Baumes sich braun färben, kann dies ein Hinweis sein darauf sein, dass dieser ausgetrocknet ist. In einigen Fällen könnte eine solche Verfärbung allerdings auch auf einen Nährstoffmangel hinweisen.
Ein Wassermangel kann auch zu einem Nadelverlust der Tanne führen.

Normalerweise braucht der Nadelbaum keinen Dünger. Maximal darf sie alle sechs Monate mit etwas Dünger versorgt werden.

Schnitt

Da die Tanne von Natur aus einen schönen Wuchs der Form vorweisen kann, braucht sie nur bei zu starken Wucherungen einen Schnitt. Durch einen Schnitt werden die Nadelbäume zur Verzweigung angeregt, diese treiben allerdings nur an den Enden der Zweige aus. Bei einem Schnitt, der zu tief geht, besteht die Gefahr, dass die Tanne gar nicht mehr austreibt und ein Loch in der Pflanze bestehen bleibt.

In den ersten zwei Lebensjahren der Tanne darf kein Schnitt erfolgen, um einen Kümmer- oder Krummwuchs zu verhindern. Nach diesen zwei Jahren können bei einem leichten Schnitt regelmäßig kranke und verkümmerte Triebe entfernt werden.

 

Schädlinge und Krankheiten der Tanne

Tannenkrebs („Melampsorella caryophyllacearum“)

Der Tannenkrebs tritt hauptsächlich im Verbreitungsgebiet der Weißtanne auf. Besonders bevorzugt er hierbei die Ostalpen an besonders feuchten Standorten. Jedoch wird nicht nur die Weißtanne, sondern auch andere Tannen Arten vom Tannenkrebs befallen. Auch die nordamerikanischen Arten, die bei uns häufig als Zierpflanzen verwendet werden sind gefährdet.
Tannenkrebs wird durch den einheimischen Rostpilz „Melampsorella caryophyllacearum“ verursacht.
Zu erkennen ist ein Befall durch Anschwellungen an den jungen Zweigen der Nadelbäume. Außerdem bilden sich Faserstörungen im Holz und das Rindengewebe bekommt Risse. Kennzeichnend für die Krankheit ist zudem ein abnormes Wachstum der Triebe. Wenn der Leittrieb oder der Stamm einer Tanne befallen sind leidet die Qualität des Holzes.
Bereits im Jahre 1894 wurde der Tannenkrebs als teils gravierender Schadfaktor erkannt.
Durch einen Umbau der Nadelwälder zu Mischwäldern soll versucht werden die Bestände zu stabilisieren.

Die Tannen können im Frühjahr von dem Rostpilz infiziert werden. Dies geschieht normalerweise über die jungen Nadeln. Von dort aus wächst der Pilz dann in die Zweigachse hinein.
An den betroffenen Stellen sind die Nadeln etwas heller gefärbt. Außerdem werden die Nadeln nicht besonders alt und fallen schon im Spätsommer wieder ab. Im Winter bleiben die Zweige dann Kahl.

Der Pilz wird nicht von Tanne zu Tanne übertragen, sondern über Nelkengewächse. Um einen Befall zu verhindern, sollten die Nadelbäume demnach nicht in der Nähe von Gräben, Waldstraßen und Rückegassen gepflanzt werden.

Tannennadelrost (Pucciniastrum)

Der Tannennadelrost ist bei Gärtnern auch unter dem Namen Fuchsienrost bekannt, da er auch Fuchsienkulturen gerne besiedelt.
Der Erreger dieser Krankheit ist der Rostpilz („Pucciniastrum epilobii“). Von diesem Rostpilz werden die jüngsten Triebe von Tannenverjüngungen angefallen. Bei diesen wachsen dann aus der Nadelunterseite stiftförmige Sporenlager.
Die befallenen Nadeln färben sich erst gelb und später braun. Nach einiger Zeit fallen diese dann einfach ab.
Der Tannennadelrost lässt die Nadelbäume sehr zerzaust und struppig aussehen.
Auch bei dieser Krankheit findet keine Übertragung von Tanne zu Tanne oder durch andere Nadeln statt. Stattdessen sind abgestorbene Weidenröschen mit überwinternden Teleutsporen der Auslöser.
Auch bei mehrmaligem Befall stellt die Krankheit normalerweise keine ernsthafte Bedrohung für die Tanne dar. Um sie zu bekämpfen, wird am besten der Zwischenwirt, das Weidenröschen entfernt.

Grauschimmel („Botrytis cinerea“)

Der Grauschimmel ist einer der am weitesten verbreiteten Pilzkrankheiten. Die Infizierung läuft über verletze und geschwächte Pflanzen, die dem Erreger nichts entgegen zu setzen haben.
Der Pilz breitet sich besonders unter feucht warmen Bedingungen gut aus und geht dann auch auf das gesunde Gewebe der Pflanzen über.
Grauschimmel wird durch Regen, Spritzwasser oder Wind auf umliegende Pflanzen übertragen.
Der Befall ist an braunen, bald faulenden Flecken auf Blättern, Blüten, Nadeln, Knospen und Triebspitzen zu erkennen. Später wird die Pflanze von einer Decke aus Schimmel überzogen, die grau und pelzig ist und aus unzähligen Sporen besteht. Wenn der Befall zu stark ist, stirbt die ganze Pflanze ab.
Im Boden kann der Pilz mehrere Jahre überdauern, um sich bei den optimalen Bedingungen wieder auszubreiten.
Da sich die Bekämpfung etwas schwerer gestaltet, sollten die günstigen Bedingungen zur Entstehung direkt vermieden werden. Ein ausreichender Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen ist hierbei ratsam.
Kranke Pflanzen müssen bis auf das gesunde Gewebe zurückgeschnitten werden. Wichtig ist es, die abgeschnittenen, kranken Zweige direkt zu entsorgen, damit der Pilz sich nicht weiter ausbreiten kann. Auf keinen Fall darf die Entsorgung über den Kompost geschehen, da der Pilz auch dort mehrere Jahre lang überleben würde.
Wenn der Befall sehr stark ist helfen auch Pflanzenschutzmittel bei der Bekämpfung.

Tannennadelritzenschorf („Lirula nervisequia“)

Auch der Tannennadelritzenschorf ist eine Pilzerkrankung. Diese trifft allerdings nicht die ganze Tanne, sondern nur einzelne Nadeln. Zwischen der Infektion und den ersten Symptomen können gut ein bis zwei Jahre liegen.
Anzeichen für den Befall sind einzelne Nadeln, die sich gelb oder braun verfärben. Bis diese Abfallen, kann allerdings noch ein ganzes Jahr vergehen. Außerdem bilden sich Fruchtkörper auf den Nadeln.

Tanne („Abies“) kaufen Allgemeines über die Tanne Nutzung der Tanne Arten und Sorten der Tanne Weißtanne Koreatanne... mehr erfahren »
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Tanne („Abies“) kaufen

 

Allgemeines über die Tanne

Die Tanne gehört zur Familie der Kieferngewächse („Pinacea“) und zur Ordnung der Koniferen („Coniferales, Pinales“). Vorzugsweise in Gebirgsregionen, kommt die Tanne überwiegend in der nördlichen gemäßigten Zone vor. Denn dort ist das Klima weder zu kalt noch zu heiß. Folglich liegt ihr Verbreitungsgebiet in Europa, Nordafrika, Nord- und Zentralasien sowie Nordamerika.
Bei uns in Deutschland findet man die Tanne als Mischbaumart häufig zusammen mit der Buche oder der Fichte. Hauptsächlich kommt sie im Schwarzwald und im bayrischen Wald vor.
Insgesamt ist die Tanne nach der Fichte und der Kiefer die dritthäufigste Nadelbaumart in unseren Wäldern.

Beschreibung der Tanne

Auf den ersten Blick sieht die Tanne der Fichte sehr ähnlich und kann somit leicht mit dieser verwechselt werden.
Der immergrüne Nadelbaum erreicht eine Wuchshöhe von 20 bis 90 Metern, wobei nur wenige der Arten eine Höhe von 20 Metern haben und damit eher klein bleiben. Die meisten Arten können einen Stammdurchmesser von einem bis drei Metern vorweisen.

Die Rinde der Tanne hat eine graue Farbe, dessen Beschaffenheit bei jüngeren Bäumen eher glatt ist und bei älteren Bäumen in kleine Platten zerfällt.
Ihre Nadeln werden unter allen Nadelbäumen am Ältesten, da diese nur alle acht bis elf Jahre abfallen. Die Form der Nadeln ist flach, außerdem sind diese leicht biegsam und haben auf der Unterseite helle Streifen. Mit einem verbreiterten Fuß sitzen sie unmittelbar auf den Ästen.

Die Tanne zählt zu den mächtigsten tiefwurzelnden Großbäumen. Dank ihrer Pfahlwurzeln, die sie sehr tief in die Erde ausbildet, ist sie auch bei starken Stürmen sehr standfest.

Ihre Blüten blühen erst nach ungefähr 40 bis 60 Jahren zum ersten Mal. An ihren Zweigen hat sie sowohl männliche als auch weibliche Zapfen. Diese sind nur in den obersten Zweigen am Wipfel zu finden und stehen dort aufrecht am Zweig. Die Achse des Zapfens bleibt am Baum bestehen, während nur seine Schuppen einzeln abfallen. Deshalb findet man auch keine Tannen-Zapfen auf dem Boden.

Holz der Tanne

Das Holz der Tanne ist weich, geruchslos und hat eine cremeweiße oder lohfarbene Farbgebung. Das Kernholz ist von ihrem Splintholz praktisch nicht zu unterscheiden. Die Holzfasern verlaufen gerade und es erfolgt keine Bildung von Harzkanälen.

 

Nutzung der Tanne

Nutzung als Christbaum und Adventskranz an Weihnachten

Die Tanne ist der am meisten verwendete Weihnachtsbaum in Deutschland. Besonders die Nordmanntanne und die Nobilis-Tanne werden auf den Plantagen angebaut, um zur Weihnachtszeit verkauft zu werden. Diese beiden Arten haben sehr stabile Äste und können ihre Nadeln auch im Zimmer noch sehr lange halten.

Die Zapfen der Tanne eignen sich sehr gut zum Basteln und zum Binden von Advents- und Türkränzen. Es gibt keine anderen Pflanzen, die so eng mit Weihnachten verbunden sind.

Nutzung in der Medizin und Naturheilkunde

Die Tannenspitzen, die Nadeln und das Harz der Tanne enthalten ätherische Öle, Vitamine und Enzyme. Daher wird der Baum in der Naturheilkunde sowie auch in der Medizin vielfältig eingesetzt.
Als Arzneipflanze hilft sie bei Erkältung, Husten, Rheuma und Verschleimung. Auch kann sie zu einer Stärkung der Lunge eingesetzt werden. Allerdings ist bei den Krankheiten Asthma und Keuchhusten äußerste Vorsicht geboten, da sie hier unter Umständen die Symptome verschlimmern kann.

Auch in der Aromatherapie findet die Tanne ihre Verwendung. Hier hat sie als Duftpflanze eine anregende, kräftigende und desinfizierende Wirkung.

In der Naturheilkunde hilft das gewonnene ätherische Öl als Mittel gegen Bronchitis, Hexenschuss oder Ischias-Schmerz.
Außerdem wird sie auch als Sauna-Aufguss sehr gerne verwendet.

Futter für Waldtiere

Da die Samen der Tanne sehr viel Fett enthalten, dienen sie häufig als Futter für Vögel, Eichhörnchen, Mäuse oder andere Waldtiere. Heruntergefallene Samen oder junge Triebe sind ein gefundenes Fressen für Rehe, Hirsche und weiteres Wild.
Viele Schmetterlinge hingegen nutzen den Nektar des Nadelbaumes als Nahrung. Unter der Rinde findet man außerdem zahlreiche Käferarten, die ihre Gänge bohren, sich von dem Holz ernähren und ihre Eier dort ablegen.

 

Arten und Sorten der Tanne

Es sind ungefähr 50 verschiedene Arten der Tanne bekannt, von denen einige Sorten ein Alter von bis zu 600 Jahren erreichen können.

Weißtanne („Abies Alba“)

Die Weißtanne wird häufig auch Edeltanne, Tanne, Silbertanne oder Schwarzwaldtanne genannt. Sie ist vorwiegend in den mitteleuropäischen Gebirgen zuhause und erreicht eine Wuchshöhe von 30 bis 50 Metern. Sie gilt als schadstoffempfindlichste heimische Baumart und ist außerdem bei Frühfrost gefährdet. Die jungen Triebe der Weißtanne wachsen sehr langsam. Die Wuchsgeschwindigkeit nimmt allerdings mit fortlaufendem alter zu. 

Die Weißtanne wird gerne von der eingeschleppten Tannenlaus befallen.

Koreatanne („Abies koreana“)

Der Ursprung der Koreatanne liegt in den Bergwäldern Südkoreas. Vor ziemlich genau einem Jahrhundert wurde sie in Europa eingeführt und von vielen Züchtern als hervorragende Zuchtpflanze entdeckt. Deswegen existieren heutzutage besonders viele Zuchtsorten der Koreatanne.
Aufgrund ihres langsamen Wuchses, wird sie gerne als Zierbaum in Gärten angepflanzt. Ihre Wuchshöhe beträgt ungefähr 20 Meter, wobei sie in deutschen Gärten sogar  meist noch etwas kleiner bleibt. Die Koreatanne gilt als winterhart, allerdings ist sie spätfrostgefährdet.

Nordmanntanne („Abies nordmanniana“)

Die Nordmanntanne hat ihren Ursprung in Asien, hauptsächlich in dem Gebiet von Kleinasien bis zum westlichen Kaukasus. Sie wächst säulen- oder kegelförmig, wobei sie eine Wuchshöhe von bis zu 70 Metern erreichen kann. Auch diese Art wächst, wie die Weißtanne in jungen Jahren eher langsam und mit fortlaufendem Alter schneller. Der Zuwachs variiert daher von 15 bis 40 Zentimeter pro Jahr.
Die winterharte Nordmanntanne ist sehr empfindlich gegen Lufttrockenheit und Hitze.

Der populäre Weihnachtsbaum benötigt etwa zehn bis zwölf Jahre, um eine hierfür geeignete Höhe von zwei Metern zu erreichen.

Colorado-Tanne („Abies concolor“)

Die Colorado-Tanne ist auch unter den Namen gleichfarbige Tanne oder amerikanische Weißtanne bekannt. Sie ist im westlichen Nordamerika beheimatet. In den US-Bundesstaaten Colorado, Arizona und Kalifornien sowie auch in Mexiko ist sie besonders häufig vorzufinden.
Bei uns in Deutschland wird sie vorzugsweise in Parks und Gartenanlagen angepflanzt.
Die Colorado-Tanne erreicht eine Wuchshöhe von bis zu 50 Metern. Ihre blau-grünen, kammartigen Nadeln können bis zu acht Zentimeter lang werden. Im Mai entwickelt die amerikanische Weißtanne rote Blüten, während sie im Herbst ihre Zapfen trägt.
Auch diese Tanne ist an Weihnachten in den Wohnzimmern einiger Familien zu finden.

Nobilis-Tanne („Abies nobilis“)

Die Nobilis-Tanne ist besser unter dem Namen Silbertanne bekannt. Sie ist im westlichen Gebirge Nordamerikas, in den Bundestaaten Washington und Oregon beheimatet.
Die Edel-Tanne kann eine Wuchshöhe von bis zu 80 Metern erreichen. Ihr Wuchs ist dabei teilweise etwas unregelmäßig, aufgrund von lockeren Abständen zwischen den Ästen. Ihre grau-grünen Nadeln werden bis zu vier Zentimeter lang und wachsen sehr dicht. Häufig findet man diesen Nadelbaum in Parkanlagen.
Aufgrund ihrer langen Haltbarkeit und ihrer besonderen Nadelfestigkeit, ist auch die Nobilis-Tanne ein sehr beliebter Weihnachtsbaum.

Balsamtanne („Abies balsamea“)

Die Balsamtanne hat ihren Ursprung im östlichen Nordamerika, in der Gegend um New Hampshire. Hier wächst sie im sowohl im Tief- als auch im Bergland. Sie gilt ihrem Standort gegenüber als relativ Anspruchslos und ist sehr frosthart.
Die Balsamtanne kann eine Wuchshöhe von bis zu 30 Metern erreichen. Mit einem Höchstalter von 245 Jahren gilt sie unter den Nadelbäumen als relativ kurzlebig.
Die Nadeln der Balsamtanne verteilen einen wohlriechenden Duft, der der Tanne ihren Namen verliehen hat. In Kanada ist die Balsamtanne ein Wahrzeichen, ähnlich wie der Zuckerahorn.

Aufgrund ihres auffallend symmetrischen und dichten Wuchses, ist auch die Balsamtanne für eine Verwendung als Weihnachtsbaum gut geeignet.

Blautanne („Abies procera“)

Die Blautanne, auch Edeltanne genannt, hat blau-grüne Nadeln und sehr kleine Zapfen. Sie erreicht eine Wuchshöhe von 25 bis 45 Metern und ist somit eine beliebte Ziertanne in Gärten. Ursprünglich stammt die Blautanne aus Amerika.
Beliebte Sorten der Edeltanne sind die „blaue Hexe“, „Glauce“, „Glauca Prostata“, „Nobles Dwarf“, „Procumbens“ und „Wiesnmoornixe“.

Purpurtanne („Abies amabilis“)

Die Purpurtanne stammt von der Westküste Nordamerikas. Sie trägt purpurfarbene Zapfen, die dem Nadelbaum seinen Namen verliehen haben. Ihre Borke hat eine rötlich-graue Farbgebung.

Die Purpurtanne erreicht eine Wuchshöhe von ungefähr 30 Metern und gilt als äußerst robust. Sie kommt sowohl mit sehr kalten Wintern, als auch mit langen Dürreperioden sehr gut zurecht. Außerdem ist sie die schattenverträglichste Baumart überhaupt. Mehrere Jahre im absoluten Schatten ist für diese Tanne kein Problem.

 

Ansprüche der Tanne an Standort und Boden

Die Tanne gehört zu den Schattenbaumarten. Das bedeutet, dass sie sehr schattentolerant ist und auch im Schatten größerer Bäume gut heranwachsen kann. Im Alter hingegen, bevorzugen alle Arten der Tanne einen relativ sonnigen Standort.

Der Boden sollte frisch, feucht und nährstoffreich sein. Außerdem braucht die Tanne eine ausreichende Tiefe, um ihre Wurzeln ausbreiten zu können. Aus diesem Grund sollte der Boden auch locker sein.
Das Substrat kann hierbei sowohl sandig, kiesig, lehmig, als auch tonig sein, denn die Tanne hat keine bestimmten Vorlieben.
Der pH-Wert des Bodens sollte sauer bis alkalisch sein. Wichtig ist, dass die Weißtanne nicht saurer als 6,5 Punkte stehen sollte. Die Nordmanntanne hingegen verträgt auch saurere Böden sehr gut.

Allgemein mögen die Tannen viel Niederschlag und sollten nicht an trockenen Standorten gepflanzt werden. Außerdem sollte Ihnen ausreichend Platz gelassen werden, damit sie sich auch nach einigen Jahren noch ungestört entwickeln können.

Je nach Art ist die Tanne bis zu -45 Grad Celsius winterhart und ihr Reisig bietet anderen Pflanzen einen optimalen Winterschutz.

 

Pflanzen, Pflege, Düngen und Schnitt

Pflanzen

Zum Einpflanzen von Tannen ist am besten der Herbst geeignet. Besonders empfehlenswert sind die frostfreien Tage im September oder Oktober, da die Pflanzen noch genug Zeit haben vor dem Winter richtig anzuwachsen.

Vor dem Einpflanzen muss der Boden tiefgründig umgegraben werden und aufgelockert werden. Das Auflockern kann mit Sand oder etwas Kies durchgeführt werden. Außerdem kann gerne etwas Kompost mit in die Erde eingearbeitet werden, um eine optimale Nährstoffversorgung der Jungpflanze zu gewährleisten.
Das ausgehobene Erdloch sollte mindestens doppelt so groß sein wie der Wurzelballen und eine Mindesttiefe von einem Meter aufweisen.

Zum Einpflanzen sind am besten junge Bäume geeignet. Diese müssen sehr vorsichtig in das Loch eingesetzt werden, da die Wurzeln auf keinen Fall knicken dürfen. Jedoch ist darauf zu achten, die Pflanzen so tief wie möglich in die Erde zu setzen.

Nach dem Pflanzen muss das Loch wieder mit Erde aufgefüllt werden. In den ersten Tagen ist es wichtig, die jungen Pflanzen gut zu wässern.

Pflege

Bis die Wurzeln der jungen Tannen richtig angewachsen sind, brauchen die Pflanzen ausreichend Wasser. Die ausgewachsenen Tannen haben dann so tiefe Wurzeln, dass sie sich über den Grundwasserspiegel versorgen können.

Wenn die Nadeln des Baumes sich braun färben, kann dies ein Hinweis sein darauf sein, dass dieser ausgetrocknet ist. In einigen Fällen könnte eine solche Verfärbung allerdings auch auf einen Nährstoffmangel hinweisen.
Ein Wassermangel kann auch zu einem Nadelverlust der Tanne führen.

Normalerweise braucht der Nadelbaum keinen Dünger. Maximal darf sie alle sechs Monate mit etwas Dünger versorgt werden.

Schnitt

Da die Tanne von Natur aus einen schönen Wuchs der Form vorweisen kann, braucht sie nur bei zu starken Wucherungen einen Schnitt. Durch einen Schnitt werden die Nadelbäume zur Verzweigung angeregt, diese treiben allerdings nur an den Enden der Zweige aus. Bei einem Schnitt, der zu tief geht, besteht die Gefahr, dass die Tanne gar nicht mehr austreibt und ein Loch in der Pflanze bestehen bleibt.

In den ersten zwei Lebensjahren der Tanne darf kein Schnitt erfolgen, um einen Kümmer- oder Krummwuchs zu verhindern. Nach diesen zwei Jahren können bei einem leichten Schnitt regelmäßig kranke und verkümmerte Triebe entfernt werden.

 

Schädlinge und Krankheiten der Tanne

Tannenkrebs („Melampsorella caryophyllacearum“)

Der Tannenkrebs tritt hauptsächlich im Verbreitungsgebiet der Weißtanne auf. Besonders bevorzugt er hierbei die Ostalpen an besonders feuchten Standorten. Jedoch wird nicht nur die Weißtanne, sondern auch andere Tannen Arten vom Tannenkrebs befallen. Auch die nordamerikanischen Arten, die bei uns häufig als Zierpflanzen verwendet werden sind gefährdet.
Tannenkrebs wird durch den einheimischen Rostpilz „Melampsorella caryophyllacearum“ verursacht.
Zu erkennen ist ein Befall durch Anschwellungen an den jungen Zweigen der Nadelbäume. Außerdem bilden sich Faserstörungen im Holz und das Rindengewebe bekommt Risse. Kennzeichnend für die Krankheit ist zudem ein abnormes Wachstum der Triebe. Wenn der Leittrieb oder der Stamm einer Tanne befallen sind leidet die Qualität des Holzes.
Bereits im Jahre 1894 wurde der Tannenkrebs als teils gravierender Schadfaktor erkannt.
Durch einen Umbau der Nadelwälder zu Mischwäldern soll versucht werden die Bestände zu stabilisieren.

Die Tannen können im Frühjahr von dem Rostpilz infiziert werden. Dies geschieht normalerweise über die jungen Nadeln. Von dort aus wächst der Pilz dann in die Zweigachse hinein.
An den betroffenen Stellen sind die Nadeln etwas heller gefärbt. Außerdem werden die Nadeln nicht besonders alt und fallen schon im Spätsommer wieder ab. Im Winter bleiben die Zweige dann Kahl.

Der Pilz wird nicht von Tanne zu Tanne übertragen, sondern über Nelkengewächse. Um einen Befall zu verhindern, sollten die Nadelbäume demnach nicht in der Nähe von Gräben, Waldstraßen und Rückegassen gepflanzt werden.

Tannennadelrost (Pucciniastrum)

Der Tannennadelrost ist bei Gärtnern auch unter dem Namen Fuchsienrost bekannt, da er auch Fuchsienkulturen gerne besiedelt.
Der Erreger dieser Krankheit ist der Rostpilz („Pucciniastrum epilobii“). Von diesem Rostpilz werden die jüngsten Triebe von Tannenverjüngungen angefallen. Bei diesen wachsen dann aus der Nadelunterseite stiftförmige Sporenlager.
Die befallenen Nadeln färben sich erst gelb und später braun. Nach einiger Zeit fallen diese dann einfach ab.
Der Tannennadelrost lässt die Nadelbäume sehr zerzaust und struppig aussehen.
Auch bei dieser Krankheit findet keine Übertragung von Tanne zu Tanne oder durch andere Nadeln statt. Stattdessen sind abgestorbene Weidenröschen mit überwinternden Teleutsporen der Auslöser.
Auch bei mehrmaligem Befall stellt die Krankheit normalerweise keine ernsthafte Bedrohung für die Tanne dar. Um sie zu bekämpfen, wird am besten der Zwischenwirt, das Weidenröschen entfernt.

Grauschimmel („Botrytis cinerea“)

Der Grauschimmel ist einer der am weitesten verbreiteten Pilzkrankheiten. Die Infizierung läuft über verletze und geschwächte Pflanzen, die dem Erreger nichts entgegen zu setzen haben.
Der Pilz breitet sich besonders unter feucht warmen Bedingungen gut aus und geht dann auch auf das gesunde Gewebe der Pflanzen über.
Grauschimmel wird durch Regen, Spritzwasser oder Wind auf umliegende Pflanzen übertragen.
Der Befall ist an braunen, bald faulenden Flecken auf Blättern, Blüten, Nadeln, Knospen und Triebspitzen zu erkennen. Später wird die Pflanze von einer Decke aus Schimmel überzogen, die grau und pelzig ist und aus unzähligen Sporen besteht. Wenn der Befall zu stark ist, stirbt die ganze Pflanze ab.
Im Boden kann der Pilz mehrere Jahre überdauern, um sich bei den optimalen Bedingungen wieder auszubreiten.
Da sich die Bekämpfung etwas schwerer gestaltet, sollten die günstigen Bedingungen zur Entstehung direkt vermieden werden. Ein ausreichender Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen ist hierbei ratsam.
Kranke Pflanzen müssen bis auf das gesunde Gewebe zurückgeschnitten werden. Wichtig ist es, die abgeschnittenen, kranken Zweige direkt zu entsorgen, damit der Pilz sich nicht weiter ausbreiten kann. Auf keinen Fall darf die Entsorgung über den Kompost geschehen, da der Pilz auch dort mehrere Jahre lang überleben würde.
Wenn der Befall sehr stark ist helfen auch Pflanzenschutzmittel bei der Bekämpfung.

Tannennadelritzenschorf („Lirula nervisequia“)

Auch der Tannennadelritzenschorf ist eine Pilzerkrankung. Diese trifft allerdings nicht die ganze Tanne, sondern nur einzelne Nadeln. Zwischen der Infektion und den ersten Symptomen können gut ein bis zwei Jahre liegen.
Anzeichen für den Befall sind einzelne Nadeln, die sich gelb oder braun verfärben. Bis diese Abfallen, kann allerdings noch ein ganzes Jahr vergehen. Außerdem bilden sich Fruchtkörper auf den Nadeln.

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