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Eibe • Taxus baccata
Eibe • Taxus baccata
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Tafel-Eibe • Taxus baccata Repandens
Tafel-Eibe • Taxus baccata Repandens
Hübsche Eiben Art für ausgefallene Flächenbegrünung Taxus baccata Repancens, auch genannt Kisseneibe oder Tafeleibe gehört zur Familie der Eibengewächse (Taxaceae) und wird seit der Renaissance in der Gestaltung von Gärten eingesetzt....
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Hänge-Eibe • Taxus baccata Dovastoniana
Hänge-Eibe • Taxus baccata Dovastoniana
Die Hänge-Eibe bevorzugt einen feuchten und nährstoffreichen Boden. Dieser sollte alkalisch und kalkhaltig sein. Zudem ist ein sonniger bis halbschattiger Standort von Vorteil. So kann der Nadelbaum unter guten Bedingungen eine Höhe von...
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Straucheibe • Taxus baccata Washingtonii
Straucheibe • Taxus baccata Washingtonii
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Gelbe Tafel-Eibe • Taxus baccata Summergold
Gelbe Tafel-Eibe • Taxus baccata Summergold
Mit ihrem goldgelben Nadelkleid kann die Gelbe Tafel-Eibe zu einer niedrigen Hecke angesiedelt oder als hübsche Unterpflanzung für höhere Sträucher und Bäume genutzt werden. Die Pflanze gilt als besonders anspruchslos und pflegeleicht....
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Gelbe Säulen-Eibe • Taxus baccata Fastigiata Aureomarginata
Gelbe Säulen-Eibe • Taxus baccata Fastigiata...
Die Gold-Säuleneibe ( Taxus baccata Fastgiata Aureomarginata ) verschönert mit ihren goldgelben bis grüngelben Nadeln den Hintergrund Ihrer bunten Blumenrabatten und Rosenbeete. Sie ist äußerst schnittverträglich und hat dichtes...
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Gelbe Hänge-Eibe • Taxus baccata Dovastonii Aurea
Gelbe Hänge-Eibe • Taxus baccata Dovastonii Aurea
Allgemeine Informationen, Wuchsform Die Taxus baccata Dovastonii Aurea ist eine kleine Konifere, die ihre Heimat in Europa sowie Nordamerika findet. Er wächst aufrecht bis zu einer Höhe von 3 bis 5 m und einer Breite von 3 bis 5 cm. Die...
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Kegel-Eibe • Taxus baccata Overeynderi
Kegel-Eibe • Taxus baccata Overeynderi
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Gold-Eibe • Taxus baccata Semperaurea
Gold-Eibe • Taxus baccata Semperaurea
Die Gold-Eibe gehört zu den Nadelgehölzen. Sie ist ebenso unter ihrem lateinischen Namen Taxus baccata Semperaurea bekannt. Sie wächst langsam und aufrecht. Im Laufe der Zeit entsteht so ein dichter und eng verzweigter Busch. Die...
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Säulen Eibe • Taxus baccata Fastigiata Robusta
Säulen Eibe • Taxus baccata Fastigiata Robusta
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Säulen-Eibe • Taxus baccata Fastigiata
Säulen-Eibe • Taxus baccata Fastigiata
Seit Jahrhunderten wir die Eibe als Zierbaum in Gärten angepflanzt - besonders Taxus baccata Fastigiata ist eine sehr beliebte Sorte. Sie behält ihre zigarrenförmige Wuchsform auch im Alter - und das kann mehrere hundert Jahre erreichen....
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Eibe kaufen

 

Allgemeines über die Eibe

Die Eibe wird botanisch als „Taxus“ bezeichnet (englisch: yew) und wird zu der Familie der Eiben-Gewächse („Taxaceae“) gezählt. In der botanischen Systematik wird die Eibe zudem der Klasse der Coniferopsida und der Ordnung der Koniferen („Coniferales“) zugeordnet. Es ist eine der ältesten Baumarten und wurde schon im Mittelalter gerne gepflanzt und verwendet. Der Name Eibe ist mit dem althochdeutschen Wort iwa verwandt, was Bogen bedeuten könnte (geschichtlich: Herstellung Eibe-Bögen), Taxus könnte für das lateinische taxare stehen, was „strafen“ bedeutet und auf die Giftigkeit der Pflanze anspielt. Es könnte aber auch aus dem neupersischen ta?š  abgeleitet sein, das Armbrust/ Pfeil bedeutet.

Bei der Eibe handelt sich um immergrüne Sträucher, beziehungsweise kleine Bäume, die natürlicherweise in der Strauchschicht feuchter Wälder (vor allem Laubmischwälder) auf kalkhaltigen Böden wachsen. Eiben kommen insgesamt eher in den gemäßigten Zonen der Nordhalbkugel vor, finden sich aber auch in den Tropen in Höhenlagen von 3000 Metern und in der Neuen Welt in Ländern wie Mexiko. Die Eibe wird nicht direkt zu den Nadelbaumarten (wie etwa die Fichten und Tannen) gerechnet, da sie sich in einigen Merkmalen von einem Nadelbaum unterscheidet. Sie besitzt keine Nadeln mit einem Harzkanal, bildet keine Zapfen sondern „Scheinfrüchte“ aus, hat einzeln stehende Samen, hat die Fähigkeit zum Stockausschlag und wächst zudem extrem langsam. Außerdem ist sie zweihäusig, das heißt ihre Samenpflanzen haben eine getrenntgeschlechtige Geschlechtsverteilung.

Aussehen und Eigenschaften der Eibe

Die Eibe wächst meist mehrstämmig als mittel-hoher Baum oder Großstrauch. Sie kann, je nach Sorte, zwischen 2 und 20 Meter hoch werden und einen Durchmesser von 5 bis 10 Metern erreichen. Zudem wächst sie entweder hoch oder eher breit kegelförmig (eiförmig) mit einer runden/ gewölbten Baumkrone (Wuchsgeschwindigkeit 2-25 cm pro Jahr, je nach Sorte). Die Eibe ist bis zum Boden beastet. Die Äste selbst haben einen eher unregelmäßigen und bogenförmigen Wuchs. Die Bäume können bis zu 1000 Jahre alt werden, daher handelt es sich beim ältesten Baum von Deutschland um eine Eibe. Es handelt sich hierbei um die Alte Eibe von Balderschwang im Oberallgäu. Dieser 7 Meter hohe Baum soll bis zu 1500 Jahre alt sein. 

 

Das genaue Alter eine Eibe zu schätzen ist nicht einfach, da durch den regelmäßigen Stockausschlag ganze (alte) Stammteile verschwinden können. Eine Jahresringanalyse ist deswegen nicht möglich, weswegen der Stammumfang als Parameter genutzt wird.
Der Umfang bei der alten Eibe von Balderschwang, die aus zwei Stammteilen besteht, liegt bei 8,1 Meter (Durchmesser 2,6m).

Das Eibenholz ist besonders zäh, fest (abriebfest) und elastisch zugleich. Aufgrund dieser außergewöhnlichen Eigenschaften wurde es früher für die Herstellung von Bögen und Armbrüsten verwendet.
Im Querschnitt ist das Eibenholz in der Mitte rotbraun und außen gelblich gefärbt.
Die Borke ist braun-grau, eher dünn, gefurcht und löst sich in kleineren Platten ab. Im Gegensatz zu den harten, stabilen Nadeln der Nadelbäume, sind die dunkelgrünen Nadeln der Eibe eher weich und breit. Sie sind ca. zwei bis drei Zentimeter lang und haben auf der Unterseite eine etwas hellere und matte Farbgebung.

Die Eibe ist ein sehr langsam wachsender Baum und gehört zu den schweren Hölzern. Ein Kubikmeter Eibenholz ist bis zu 800 Kilogramm schwer und somit schwerer als Eichenholz.

Die Wurzeln der Eibe entsprechen einem intensiven dichten Faserwurzelwerk, da sie zu den Herz- bis Tiefwurzlern gehört.
Ihre Pollen können Allergien hervorrufen. So gehören sie zwar nicht zu den Hauptallergenen, werden aber dennoch von wenigen sensiblen Allergikern nicht vertragen und lösen beispielsweise Schnupfen (Rhinitis) aus. Die Hauptblütezeit der Eibe liegt in den Monaten April bis Juni.

Die Eibe ist auch als Brennholz gut geeignet (Brennstoffklasse B). Sie brennt langsam und entwickelt eine hohe Hitze und die Giftstoffe verschwinden durch die Hitze ebenso. Das Einatmen von dem Rauch ist natürlich trotz allem, wie bei jedem Holz bei Verbrennung, auch hier gesundheitsschädlich.

 

Die Giftstoffe der Eibe und deren Wirkung

Ein Großteil der Eiben enthält sehr giftige Inhaltsstoffe in der Rinde, den Nadeln und den Samen. Der rote Samenmantel selbst enthält kein Gift und schmeckt leicht süßlich. Die Toxine dienen für die Eibe als Abwehrmechanismus gegenüber Fressfeinden wie etwa Pferden und Kühen. Vielen Vogelarten allerdings werden zur Verbreitung der Samen benötigt und sind daher gegen das Gift resistent.
Zu den Giftstoffen der Eibe gehören das Taxin B, der Wirkstoff Paclitaxel und das Hormon Ecdysteron.

Paclitaxel

Das vor allen in der Pazifischen Eibe vorkommende Paclitaxel wird in der Medizin unter anderem zur Behandlung von Lungenkrebs, Brustkrebs und auch Eierstockkrebs eingesetzt, da es die Zellteilung von sich schnell teilenden Zellen hemmt.

Ecdysteron

Ecdysteron ist ein Steroidhormon, das von Bodybuildern als Anabolika-Ersatz benutzt wird.

Taxin

Taxin ist ein Giftstoff, der auf das Herz noch toxischer wirkt als Fingerhut. Bei einer Vergiftung kommt es nach etwa einer Stunde zu Erbrechen, Übelkeit und Schwindel. Die Pupillen weitern sich, die Herzfrequenz nimmt zu und die Lippen verfärben sich rot.
Nach etwa 1,5 Stunden kommt es zum Tod durch Herzstillstand.
Es gibt bis heute immer wieder Todesfälle von Menschen und Tieren, die durch eine tödliche Vergiftung durch die Eibe verursacht wurden. Besonders für Kinder, kranke und alte Menschen können schon geringe Mengen tödlich wirken.
Da die ungiftigen roten „Früchte“ die giftigen Samen enthalten, sollten auch diese nicht verzehrt werden. Selbst für einen erwachsenen Menschen kann die Aufnahme von 50-100 Gramm der Eibe-Nadeln tödlich sein. Weitere Vergiftungssymptome können Krämpfe, Durchfall, Herz- und Kreislaufkollaps sein.
Eine Vergiftungserscheinung bei Tieren ist vor allem eine Schaumbildung vor dem Mund. Ein alleiniger Hautkontakt und Berührung mit der Eibe stellt hingegen eine geringe Gefahr dar. Aufgrund der toxischen Eigenschaften sollten Eiben weder in der Nähe von Kinderspielplätzen, Kindergärten und Pferde- und Kuhweiden gepflanzt werden; auch Eibe-Abfälle sollten hier nicht entsorgt werden.

 

Vermehrung und Verbreitung der Eibe

Eiben tragen an ihren Zweigen Nadeln und kleine Knospen. Junge Eiben haben noch grüne Zweige, die im Laufe der Zeit eine rötlich-braune Farbe annehmen.
Es wird zwischen männlichen und weiblichen Eiben unterschieden. Die männlichen haben kleine, ca vier Millimeter lange, kugelige Blüten-Zapfen mit Pollensäcken, die in den Achseln der Nadel wachsen. Aus diesen wenden sich, wenn es warm genug ist, die Pollenkörner nach außen und werden vom Wind fortgetragen.
Die weiblichen Blüten-Zapfen sind ca. 1,5 Millimeter lang und tragen jeweils eine Samenanlage. Über diese bilden sie im Herbst einen Bestäubungstropfen aus, der die Pollenkörner aufnehmen kann.
Befruchtete Blüten bilden dann um die Samenanlage den sogenannten Arillus, einen fleischigen roten Samenmantel aus.

Für die Befruchtung werden die Pollen hauptsächlich über den Wind (Windbestäubung) und die Samen später mit der roten „Frucht“ über Vögel verbreitet (Fremdbestäubung). Daneben kann sich die Eibe auch über Stockausschlag vermehren. Der befruchtete Samen reift zwischen August und Oktober und kann bis zu sieben Millimeter lang und fünf Millimeter breit werden. Die Auskeimung erfolgt erst im zweiten Frühjahr.
Diesen Wechsel der Jahreszeiten/ Temperatur machen sich auch Züchter zunutze, indem sie die Samen vor der Aussaat künstlich einer mehrmonatigen Wärme- und Kältebehandlung unterziehen, da so der Keimerfolg nachweislich höher ist.

 

Verschiedene Sorten der Eibe

Es gibt um die zehn verschiedenen Eibe-Sorten, wobei die genauen Abgrenzungen der einzelnen Arten voneinander in der Literatur nicht einheitlich sind.

Europäische Eibe („Taxus baccata“)

Die europäische Eibe ist die einzige, die in Europa beheimatet ist. Sie wurde im Jahre 1994 zum Baum des Jahres und 2011 zur Giftpflanze des Jahres gewählt. Des Weiteren ist sie die älteste und schattenverträglichste Baumart in ganz Europa.


Des Weiteren gibt es die Pazifische Eibe („Taxus brevifolia“), die Kanadische Eibe („Taxus canadensis“), die Chinesische Eibe („Taxus chinensis“), die Japanische Eibe („Taxus cuspidata“), die Florida-Eibe („Taxus floridana“), die Mexikanische Eibe („Taxus globosa“) und die Himalaja-Eibe („Taxus wallichiana“).

Die giftigste Sorte ist die Pazifische Eibe. Eine Gemeinsamkeit aller Eiben-Sorten ist die Ausbildung eines (roten) Samenmantels. Unterscheiden können sich die Sorten beispielsweise in der Wuchshöhe, der Stärke des Giftes, in der Geschlechtigkeit, der Dichte der Nadeln, der Verwendung und im Aussehen.


Züchtungen und Kreuzungen der Eibe

Es gibt inzwischen viele Züchtungen und Kreuzungen der Eiben-Sorten, wobei Züchtungen auf Basis der europäischen Eibe besonders beliebt sind.

Adlerschwingen-Eibe „Dovastoniana“ („Taxus baccata Dovastoniana“)

Die Adlerschwingen-Eibe „Dovastoniana“ oder auch Hänge-Eibe wächst aufrecht mit überhängenden Spitzen, hat eine dichte Benadelung und wird bis zu 7 Metern breit und bis zu 8 Metern hoch. Ihre Wuchsgeschwindigkeit ist mit 20 Zentimetern pro Jahr schnell. Ihre Farbe ist ein immergrünes kräftiges grün. Sie kann sowohl in Einzelstellung als auch als lockere Hecke verwendet werden und ist dabei sehr anspruchslos.

Gelbe Säuleneibe („Taxus baccata „Fastigiata Aureomarginata“)

Die gelbe Säuleneibe wächst in einer schmalen Säulenform. Ihre hellgrünen Nadeln haben einen breiten gelben Rand und sind namensgebend. Sie kann bis zu fünf Meter hoch werden bei einer schmalen Wuchsbreite von maximal zwei Metern und deutlich langsamerer Wuchsgeschwindigkeit von ca. fünf bis zehn Zentimetern im Jahr. Im Herbst bildet die Eibe die typischen, hier eher hellroten, „Früchte“ aus. Diese Sorte wird dekorativ gerne als Solitärgehölz verwendet, kann aber auch in Gruppen gepflanzt werden. Häufig wird es in Gärten, Parks (z.B. Allee) aber auch in Privatgärten, beispielsweise in Kübeln, oder auf Gräbern angetroffen.

Tafel- Eibe („Taxus baccata „Repandens“ )

Die Tafel-Eibe ist auch unter den Namen Kisseneibe oder Bodendeckereibe bekannt. Grund hierfür ist ihr ihr typisches teppichartiges Wachstumsmuster. Ihre maximale Wuchshöhe beträgt 60 Zentimeter, ihre Wuchsbreite bis zu zwei Meter. Daher sollte zwischen den Pflanzen ein Mindestabstand von einem bis zwei Metern eingehalten werden. Wie die meisten anderen Eiben-Sorten wächst diese sowohl im Schatten als auch im Halbschatten und in der Sonne. Da sie nährstoffreichen Boden bevorzugt, kann der Boden vor der Bepflanzung mit Kompost gedüngt werden.

 

Verschiedene Einsatzmöglichkeiten, Nutzungsmöglichkeiten und Formen der Eibe

Eiben und ihre verschiedenen Sorten und Züchtungen sind so vielseitig und unterschiedlich, dass auch ihre Einsatzmöglichkeiten dementsprechend breit gefächert und variabel sind. Die Eibe kann als Busch, Strauch, als Baum mit Stamm, als Kübelpflanze, als Garten-, Terrassen-, Grab- oder Balkonpflanze verwendet werden.
Da die Eibe als Zier- und Schnittpflanze in fast jede Form gebracht werden kann, ist sie auch für die Anlage von Rundbögen und Bogenbau geeignet. Darüber hinaus wird sie, neben der Herstellung von Medikamenten, auch zum Teil als Bestandteil von Rindenmulch genutzt.

Die nadeligen Äste mit den dekorativen roten Beeren eignen sich zudem als Blickfang für Kränze und Gestecke. Nur frei stehend auf Spielplätzen sollte die Eibe aufgrund ihrer Giftigkeit nicht gepflanzt werden, da Kinder ohne Aufsicht doch gerne einmal die giftigen „Früchte“ mit den Samen probieren. 

Das Holz der Eibe wird bis heute gerne für die Herstellung von Eibe-Möbeln, bestimmten Instrumenten und andere Holzschnitzereien verwendet. Da die Eibe heutzutage geschützt ist, kostet ein Furnierstamm allerdings bis zu 5000 Euro pro Quadratmeter.

In Deutschland werden Eiben in erster Linie als „Könige der Heckenpflanzen“ genutzt, da sie sich sehr gut zurückschneiden lassen, immer wieder kräftig austreiben, sehr robust und pflegeleicht sind, sehr alt werden können und einen blickdichten Wuchs aufweisen. So können sie als Sicht-, Wind- und Lärmschutz dienen und sehen gleichzeitig dekorativ aus. Je nach Belieben können die Eibe-Hecken sowohl als niedrige Hecke als auch als hoher Sichtschutz verwendet werden.

Doch auch als Zierpflanze und Formgehölze eignet sie sich sehr gut. Durch sorgfältiges Zurechtschneiden kann die Eibe in jede beliebige Form gebracht werden, was sie bis heute zu einer beliebten Pflanze in Gartenanlagen von Schlössern macht.
Ihr Vorteil gegenüber anderen Heckengewächsen ist, dass sie auch aus altem Holz wieder austreibt. Das minimiert die Gefahr einer Verkahlung von innen heraus.
Auch in Einzelstellung als Solitärgewächs kann die Eibe gepflanzt werden.

Ein besonderer Formschnitt der europäischen Eibe ist der Kugelschnitt, bzw. die Kugelform. Sorgfältig kann die robuste Pflanze in diesen Schnitt gebracht werden. In dieser Form wird sie gerne als Deko-Element in Kübeln verwendet, die sowohl auf Terrassen als auch Balkonen stehen können. Hierbei sollte jedoch immer ein Kübel mit Wasserablaufloch verwendet werden, damit keine Staunässe entstehen kann. Der Rückschnitt hält sich durch ein langsames Wachstum von einem bis drei Zentimeter in Grenzen.

 

Pflanzung, Schnitt und Pflege von Eiben

Pflanzung

Bei der Pflanzung der Eibe sollte, je nach Sorte, in der Regel ein eher sonniger Standort gewählt werden. Doch auch Halbschatten und eher schattige Lagen stören die meisten Eibe-Sorten nicht. Außerdem stellen sie einen relativ geringen Anspruch an den Boden und können sich gegebenenfalls sogar anpassen. Bevorzugt werden allerdings, besonders von der europäischen Eibe, frische, durchlässige und schwachsaure bis leicht alkalische Böden, die kalkhaltig sind.
Auch ein gewisser Nährstoffanteil sollte enthalten sein, weshalb gerne auch mit Dünger gearbeitet werden darf. Sowohl leichte Staunässe als auch Trockenheit können von der Eibe weggesteckt werden, weshalb sie als besonders robust gilt.

Je nach Sorte sollte ein gewisser Mindestabstand zwischen einzelnen Eiben und zu anderen Pflanzen gehalten werden.
Während die Sorte „Repandens“ durch ein eher flächiges Wachstum einen Abstand von einem bis zwei Metern benötigt, gibt die gelbnadelige Säulenform „Fastigiata Aureomarginata“ sich auch mit wenig Platz zufrieden, da sie bevorzugt in die Höhe wächst.

Junge Eiben sollten mit einem Pflanzstab gestützt werden, bis ihre Wurzeln tief genug sind um Stabilität zu gewährleisten. Bei der Pflanzung einer Hecke, die schnell zusammenwachsen soll, können zwei bis drei Eiben auf einem Meter gepflanzt werden. Für eine Hecke von circa zehn Metern sind etwa 25 bis 30 junge Pflanzen erforderlich.

Die Pflanzung selbst erfolgt am besten im Frühjahr. Der Boden, in dem die Eibe gepflanzt werden soll, kann zur Vorbereitung circa einen Meter tief ausgehoben und mit Kompost- und Humuserde aufgefüllt werden. Die Pflanzen bzw. Wurzeln selbst dürfen dann nicht zu tief in die Erde gesteckt werden. Die Oberfläche des erdigen Topfballens sollte nur ganz dünn mit Erde bedeckt sein und noch ca. einen bis zwei Zentimeter herausragen. Nach dem Einpflanzen müssen die Setzlinge gut gewässert werden. Außerdem kann ein Startdünger verwendet werden.

Pflege

Auch bei der weiteren Pflege kann der Boden hin und wieder gedüngt werden. Die Eibe ist zwar eine sehr anspruchslose Pflanze, wächst bei nährstoffreichem Boden aber meist dichter und schneller. Als Dünger können, besonders zu Beginn, organische Volldünger verwendet werden. Im zeitlichen Verlauf kann Kompost unter die Erde gemischt werden. Die Verwendung von qualitativ hochwertigen Rindenmulch, Rasenschnitt, Laub und Häckselgut kann genauso wie Komposterde Feuchtigkeit und Nährstoffe liefern. Zudem kann eine sechs bis acht Zentimeter dicke Schicht Rindenmulch auf einem Unkrautvlies um den Wurzelbereich aufgebracht werden. Dieser dient dann als Abwehr gegen Unkrautwuchs und trockenen Boden.

In den ersten beiden Jahren nach der Pflanzung sollte die Eibe regelmäßig gegossen werden. Staunässe sollte dabei vermieden werden. In dieser Zeit kann die Eibe ihr typisches Wurzelsystem ausbilden und sich anschließend selbst ausreichend mit Flüssigkeit versorgen. Weiteres Gießen ist dann nur in langanhaltenden Hitzeperioden nötig.

Wenn sich die Nadeln der Eibe gelb verfärebn, kann dies ein Hinweis auf einen Nährstoffmangel sein. Insbesondere nach einem Winter fehlen ihr häufig Magnesium oder Schwefel. Wenn dies der Fall ist, kann einmal im Frühjahr ca. 20 Gramm Bittersalz pro Quadratmeter als Dünger gegeben werden.
Sollten die Nadeln eher braun verfärbt sein, deutete das auf einen Kalium-Mangel hin, der besser durch speziellen Tannendünger ausgeglichen werden sollte. Der Industriedünger Blaukorn kann als Alternative verwendet werden. Da er sehr hochkonzentriert ist, sollte er sehr vorsichtig dosiert und bei Kübelpflanzen eher vermieden werden. Beim Düngen einfach einige Blaukorn-Kügelchen um den Stamm herum verteilen und anschließend gut wässern.

Schnitt

Eiben sind sehr schnittverträglich; so kann je nach Belieben eine Kegel-, Pyramiden-, Rund-, Eck- oder Spitzform gewählt werden. Für ein gleichmäßiges und dichtes Wachstum und zur Vermeidung eines zu starken Verholzens der Äste sollte einmal jährlich ein spärlicher Rückschnitt erfolgen. Hierbei sollte die Eibe maximal zwei bis drei Zentimeter gekürzt werden. Ganz zu Beginn können Jungpflanzen auch etwas stärker geschnitten werden, um in Form gebracht zu werden und das Dichtewachstum zu gewährleisten.
Zum Schneiden selber sind scharfe Heckenscheren am besten geeignet. Alle acht bis zehn Jahre kann ein etwas stärkerer Rückschnitt erfolgen.
Der Zeitpunkt der Schnittzeiten sollte die Vogelbrutzeiten berücksichtigen, da diese gerne in Eiben brüten.
Gute Monate für den Schnitt sind Juli und August. Allerdings sollte dieser an einem milden Tag stattfinden, da starke Hitze und Sonneneinstrahlung kleine verdeckte Triebe verbrennen kann. Prinzipiell kann die Eibe aber das ganze Jahr über geschnitten werden, außer bei starkem Frost
Achtung: Der Abfall sollte nicht einfach weg geschmissen werden. Das Material kann an einer Eibe-Abfall-Sammlung entsorgt werden, die regelmäßig angeboten werden. Auf diese Weise werden die Rohstoffe für Krebsmedikamente genutzt.

Die meisten Eibe-Sorten sind frosthart und brauchen im Winter keine besondere Behandlung. Ausgenommen hiervon sind Kübel- und Balkonpflanzen, denn im Winter kann es bei diesen durch etwas Staunässe im Topf zu einem Einfrieren des Bodens kommen. Das sollte vermieden und ggf. auf Winterschutz geachtet werden.

 

Feinde und Krankheiten der Eibe

Reh- und Rotwild sind ein natürlicher Feind der Eibe. In Wäldern müssen Eiben daher oft eingezäunt werden.
Die Eibenschildlaus ist ebenfalls ein Feind der Eibe, da durch die Bildung von Honigtau der für die Eibe gefährliche Rußschimmel auftreten kann.
Die Napfschildlaus überzieht die Eibe mit weißer wachsartiger Wolle aus Ei-Vorräten.
Die Larven der sogenannten Eiben-Gallmücke können die Knospen der Eibe befallen und deren Wachstum hemmen.
Ein weiterer Feind ist der Dickmaulrüssler, ein grauer, ungefähr 1 cm langer Käfer, der unter anderem die Nadeln der Eibe frisst.

Neben den Schädlingen ist die Eibe nach langen Wärmeperioden und bei Staunässe häufig von der Wurzelfäule „Phytophtera“ betroffen. Es kommt zu einer Nadelnekrose, wobei sich die grünen Nadeln erst gelb und schließlich braun färben. Die Verwendung von Gartenkupferkalk kann vor Wurzelfäule schützen.
Bei zu trockenen Standorten kann es hingegen passieren, dass die Eibe von den schädigenden Spinnmilben befallen wird.

Nach dem Winter und nach heißen Sommermonaten können dünne Zweige und Äste der Eibe vertrocknen. Diese  können dann im Frühjahr abgeschnitten werden.

 

Geschichte, Eibe-Bestände und Schutz

Vor vielen hundert Jahren gab es sehr große Eibenwälder in Deutschland. Der Bestand wurde jedoch vom Mittelalter bis ins 16. Jahrhundert deutlich reduziert, da dass das zähe und elastische Eibenholz zur Herstellung englischer Langbögen diente. Dieser wurden damals in Massen hergestellt und exportiert.
Heute steht sie daher in der Gefährdungsklasse drei auf der Roten Liste für gefährdete Arten. Die wirtschaftliche Nutzung ist auch dem Forstmann untersagt.
Holzhändler, die Eibenholz verkaufen, müssen eine Herkunftsbescheinigung von der Oberen Naturschutzbehörde vorweisen können.
In Deutschland gibt es aktuell ein Eibenvorkommen von 342, das rund 60.000 Bäume und Pflanzen umfasst. Diese sind hauptsächlich im Mitteldeutschen Berg- und Hügelland, in der Schwäbischen-Alb und in der Franken-Alb, im Oberpfälzer Jura und in der Schwäbisch-Bayerischen Jungmoräne verteilt.

Viele Ortsnamen, die die Silbe „ib“ beinhalten weisen darauf hin, dass es dort früher größere Eibe-Bestände gab, zum Teil bis heute. Ein Beispiel hierfür ist das Dorf Unteribental.

Neben der Herstellung von Pfeil und Bogen diente die Eibe früher aufgrund ihrer giftigen Eigenschaften noch für weitere Zwecke. Im alten Volksglauben stand sie aufgrund ihres Alters und der Giftigkeit für ewiges Leben, Tod und Wiedergeburt zugleich.
Die giftige Wirkung wurde sowohl für Morde und die Herstellung tödlicher, vergifteter Waffen verwendet, als auch in niedriger Dosierung, in Form von Tee für eine Abtreibung bei Frauen angewandt.
Letzteres hatte oft schwerwiegende gesundheitliche Folgen bis hin zum Tod.
Heute wird die Eibe neben der Medizin auch in der Homöopathie und Mystik verwendet. Hildegard von Bingen nannte den Rauch von Eibenholz als Hausmittel gegen Schnupfen und Husten. Rund um das Haus gepflanzt und in Form von Amuletten schützt die Eibe vor bösen Geistern. Auch interessant zu wissen ist, dass der  Zauberstab von Lord Voldemort aus den Harry Potter Büchern, der sowohl das Böse als auch Tod und die Wiedergeburt verkörpert, ebenfalls aus Eibenholz gefertigt ist.

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Allgemeines über die Eibe

Die Eibe wird botanisch als „Taxus“ bezeichnet (englisch: yew) und wird zu der Familie der Eiben-Gewächse („Taxaceae“) gezählt. In der botanischen Systematik wird die Eibe zudem der Klasse der Coniferopsida und der Ordnung der Koniferen („Coniferales“) zugeordnet. Es ist eine der ältesten Baumarten und wurde schon im Mittelalter gerne gepflanzt und verwendet. Der Name Eibe ist mit dem althochdeutschen Wort iwa verwandt, was Bogen bedeuten könnte (geschichtlich: Herstellung Eibe-Bögen), Taxus könnte für das lateinische taxare stehen, was „strafen“ bedeutet und auf die Giftigkeit der Pflanze anspielt. Es könnte aber auch aus dem neupersischen ta?š  abgeleitet sein, das Armbrust/ Pfeil bedeutet.

Bei der Eibe handelt sich um immergrüne Sträucher, beziehungsweise kleine Bäume, die natürlicherweise in der Strauchschicht feuchter Wälder (vor allem Laubmischwälder) auf kalkhaltigen Böden wachsen. Eiben kommen insgesamt eher in den gemäßigten Zonen der Nordhalbkugel vor, finden sich aber auch in den Tropen in Höhenlagen von 3000 Metern und in der Neuen Welt in Ländern wie Mexiko. Die Eibe wird nicht direkt zu den Nadelbaumarten (wie etwa die Fichten und Tannen) gerechnet, da sie sich in einigen Merkmalen von einem Nadelbaum unterscheidet. Sie besitzt keine Nadeln mit einem Harzkanal, bildet keine Zapfen sondern „Scheinfrüchte“ aus, hat einzeln stehende Samen, hat die Fähigkeit zum Stockausschlag und wächst zudem extrem langsam. Außerdem ist sie zweihäusig, das heißt ihre Samenpflanzen haben eine getrenntgeschlechtige Geschlechtsverteilung.

Aussehen und Eigenschaften der Eibe

Die Eibe wächst meist mehrstämmig als mittel-hoher Baum oder Großstrauch. Sie kann, je nach Sorte, zwischen 2 und 20 Meter hoch werden und einen Durchmesser von 5 bis 10 Metern erreichen. Zudem wächst sie entweder hoch oder eher breit kegelförmig (eiförmig) mit einer runden/ gewölbten Baumkrone (Wuchsgeschwindigkeit 2-25 cm pro Jahr, je nach Sorte). Die Eibe ist bis zum Boden beastet. Die Äste selbst haben einen eher unregelmäßigen und bogenförmigen Wuchs. Die Bäume können bis zu 1000 Jahre alt werden, daher handelt es sich beim ältesten Baum von Deutschland um eine Eibe. Es handelt sich hierbei um die Alte Eibe von Balderschwang im Oberallgäu. Dieser 7 Meter hohe Baum soll bis zu 1500 Jahre alt sein. 

 

Das genaue Alter eine Eibe zu schätzen ist nicht einfach, da durch den regelmäßigen Stockausschlag ganze (alte) Stammteile verschwinden können. Eine Jahresringanalyse ist deswegen nicht möglich, weswegen der Stammumfang als Parameter genutzt wird.
Der Umfang bei der alten Eibe von Balderschwang, die aus zwei Stammteilen besteht, liegt bei 8,1 Meter (Durchmesser 2,6m).

Das Eibenholz ist besonders zäh, fest (abriebfest) und elastisch zugleich. Aufgrund dieser außergewöhnlichen Eigenschaften wurde es früher für die Herstellung von Bögen und Armbrüsten verwendet.
Im Querschnitt ist das Eibenholz in der Mitte rotbraun und außen gelblich gefärbt.
Die Borke ist braun-grau, eher dünn, gefurcht und löst sich in kleineren Platten ab. Im Gegensatz zu den harten, stabilen Nadeln der Nadelbäume, sind die dunkelgrünen Nadeln der Eibe eher weich und breit. Sie sind ca. zwei bis drei Zentimeter lang und haben auf der Unterseite eine etwas hellere und matte Farbgebung.

Die Eibe ist ein sehr langsam wachsender Baum und gehört zu den schweren Hölzern. Ein Kubikmeter Eibenholz ist bis zu 800 Kilogramm schwer und somit schwerer als Eichenholz.

Die Wurzeln der Eibe entsprechen einem intensiven dichten Faserwurzelwerk, da sie zu den Herz- bis Tiefwurzlern gehört.
Ihre Pollen können Allergien hervorrufen. So gehören sie zwar nicht zu den Hauptallergenen, werden aber dennoch von wenigen sensiblen Allergikern nicht vertragen und lösen beispielsweise Schnupfen (Rhinitis) aus. Die Hauptblütezeit der Eibe liegt in den Monaten April bis Juni.

Die Eibe ist auch als Brennholz gut geeignet (Brennstoffklasse B). Sie brennt langsam und entwickelt eine hohe Hitze und die Giftstoffe verschwinden durch die Hitze ebenso. Das Einatmen von dem Rauch ist natürlich trotz allem, wie bei jedem Holz bei Verbrennung, auch hier gesundheitsschädlich.

 

Die Giftstoffe der Eibe und deren Wirkung

Ein Großteil der Eiben enthält sehr giftige Inhaltsstoffe in der Rinde, den Nadeln und den Samen. Der rote Samenmantel selbst enthält kein Gift und schmeckt leicht süßlich. Die Toxine dienen für die Eibe als Abwehrmechanismus gegenüber Fressfeinden wie etwa Pferden und Kühen. Vielen Vogelarten allerdings werden zur Verbreitung der Samen benötigt und sind daher gegen das Gift resistent.
Zu den Giftstoffen der Eibe gehören das Taxin B, der Wirkstoff Paclitaxel und das Hormon Ecdysteron.

Paclitaxel

Das vor allen in der Pazifischen Eibe vorkommende Paclitaxel wird in der Medizin unter anderem zur Behandlung von Lungenkrebs, Brustkrebs und auch Eierstockkrebs eingesetzt, da es die Zellteilung von sich schnell teilenden Zellen hemmt.

Ecdysteron

Ecdysteron ist ein Steroidhormon, das von Bodybuildern als Anabolika-Ersatz benutzt wird.

Taxin

Taxin ist ein Giftstoff, der auf das Herz noch toxischer wirkt als Fingerhut. Bei einer Vergiftung kommt es nach etwa einer Stunde zu Erbrechen, Übelkeit und Schwindel. Die Pupillen weitern sich, die Herzfrequenz nimmt zu und die Lippen verfärben sich rot.
Nach etwa 1,5 Stunden kommt es zum Tod durch Herzstillstand.
Es gibt bis heute immer wieder Todesfälle von Menschen und Tieren, die durch eine tödliche Vergiftung durch die Eibe verursacht wurden. Besonders für Kinder, kranke und alte Menschen können schon geringe Mengen tödlich wirken.
Da die ungiftigen roten „Früchte“ die giftigen Samen enthalten, sollten auch diese nicht verzehrt werden. Selbst für einen erwachsenen Menschen kann die Aufnahme von 50-100 Gramm der Eibe-Nadeln tödlich sein. Weitere Vergiftungssymptome können Krämpfe, Durchfall, Herz- und Kreislaufkollaps sein.
Eine Vergiftungserscheinung bei Tieren ist vor allem eine Schaumbildung vor dem Mund. Ein alleiniger Hautkontakt und Berührung mit der Eibe stellt hingegen eine geringe Gefahr dar. Aufgrund der toxischen Eigenschaften sollten Eiben weder in der Nähe von Kinderspielplätzen, Kindergärten und Pferde- und Kuhweiden gepflanzt werden; auch Eibe-Abfälle sollten hier nicht entsorgt werden.

 

Vermehrung und Verbreitung der Eibe

Eiben tragen an ihren Zweigen Nadeln und kleine Knospen. Junge Eiben haben noch grüne Zweige, die im Laufe der Zeit eine rötlich-braune Farbe annehmen.
Es wird zwischen männlichen und weiblichen Eiben unterschieden. Die männlichen haben kleine, ca vier Millimeter lange, kugelige Blüten-Zapfen mit Pollensäcken, die in den Achseln der Nadel wachsen. Aus diesen wenden sich, wenn es warm genug ist, die Pollenkörner nach außen und werden vom Wind fortgetragen.
Die weiblichen Blüten-Zapfen sind ca. 1,5 Millimeter lang und tragen jeweils eine Samenanlage. Über diese bilden sie im Herbst einen Bestäubungstropfen aus, der die Pollenkörner aufnehmen kann.
Befruchtete Blüten bilden dann um die Samenanlage den sogenannten Arillus, einen fleischigen roten Samenmantel aus.

Für die Befruchtung werden die Pollen hauptsächlich über den Wind (Windbestäubung) und die Samen später mit der roten „Frucht“ über Vögel verbreitet (Fremdbestäubung). Daneben kann sich die Eibe auch über Stockausschlag vermehren. Der befruchtete Samen reift zwischen August und Oktober und kann bis zu sieben Millimeter lang und fünf Millimeter breit werden. Die Auskeimung erfolgt erst im zweiten Frühjahr.
Diesen Wechsel der Jahreszeiten/ Temperatur machen sich auch Züchter zunutze, indem sie die Samen vor der Aussaat künstlich einer mehrmonatigen Wärme- und Kältebehandlung unterziehen, da so der Keimerfolg nachweislich höher ist.

 

Verschiedene Sorten der Eibe

Es gibt um die zehn verschiedenen Eibe-Sorten, wobei die genauen Abgrenzungen der einzelnen Arten voneinander in der Literatur nicht einheitlich sind.

Europäische Eibe („Taxus baccata“)

Die europäische Eibe ist die einzige, die in Europa beheimatet ist. Sie wurde im Jahre 1994 zum Baum des Jahres und 2011 zur Giftpflanze des Jahres gewählt. Des Weiteren ist sie die älteste und schattenverträglichste Baumart in ganz Europa.


Des Weiteren gibt es die Pazifische Eibe („Taxus brevifolia“), die Kanadische Eibe („Taxus canadensis“), die Chinesische Eibe („Taxus chinensis“), die Japanische Eibe („Taxus cuspidata“), die Florida-Eibe („Taxus floridana“), die Mexikanische Eibe („Taxus globosa“) und die Himalaja-Eibe („Taxus wallichiana“).

Die giftigste Sorte ist die Pazifische Eibe. Eine Gemeinsamkeit aller Eiben-Sorten ist die Ausbildung eines (roten) Samenmantels. Unterscheiden können sich die Sorten beispielsweise in der Wuchshöhe, der Stärke des Giftes, in der Geschlechtigkeit, der Dichte der Nadeln, der Verwendung und im Aussehen.


Züchtungen und Kreuzungen der Eibe

Es gibt inzwischen viele Züchtungen und Kreuzungen der Eiben-Sorten, wobei Züchtungen auf Basis der europäischen Eibe besonders beliebt sind.

Adlerschwingen-Eibe „Dovastoniana“ („Taxus baccata Dovastoniana“)

Die Adlerschwingen-Eibe „Dovastoniana“ oder auch Hänge-Eibe wächst aufrecht mit überhängenden Spitzen, hat eine dichte Benadelung und wird bis zu 7 Metern breit und bis zu 8 Metern hoch. Ihre Wuchsgeschwindigkeit ist mit 20 Zentimetern pro Jahr schnell. Ihre Farbe ist ein immergrünes kräftiges grün. Sie kann sowohl in Einzelstellung als auch als lockere Hecke verwendet werden und ist dabei sehr anspruchslos.

Gelbe Säuleneibe („Taxus baccata „Fastigiata Aureomarginata“)

Die gelbe Säuleneibe wächst in einer schmalen Säulenform. Ihre hellgrünen Nadeln haben einen breiten gelben Rand und sind namensgebend. Sie kann bis zu fünf Meter hoch werden bei einer schmalen Wuchsbreite von maximal zwei Metern und deutlich langsamerer Wuchsgeschwindigkeit von ca. fünf bis zehn Zentimetern im Jahr. Im Herbst bildet die Eibe die typischen, hier eher hellroten, „Früchte“ aus. Diese Sorte wird dekorativ gerne als Solitärgehölz verwendet, kann aber auch in Gruppen gepflanzt werden. Häufig wird es in Gärten, Parks (z.B. Allee) aber auch in Privatgärten, beispielsweise in Kübeln, oder auf Gräbern angetroffen.

Tafel- Eibe („Taxus baccata „Repandens“ )

Die Tafel-Eibe ist auch unter den Namen Kisseneibe oder Bodendeckereibe bekannt. Grund hierfür ist ihr ihr typisches teppichartiges Wachstumsmuster. Ihre maximale Wuchshöhe beträgt 60 Zentimeter, ihre Wuchsbreite bis zu zwei Meter. Daher sollte zwischen den Pflanzen ein Mindestabstand von einem bis zwei Metern eingehalten werden. Wie die meisten anderen Eiben-Sorten wächst diese sowohl im Schatten als auch im Halbschatten und in der Sonne. Da sie nährstoffreichen Boden bevorzugt, kann der Boden vor der Bepflanzung mit Kompost gedüngt werden.

 

Verschiedene Einsatzmöglichkeiten, Nutzungsmöglichkeiten und Formen der Eibe

Eiben und ihre verschiedenen Sorten und Züchtungen sind so vielseitig und unterschiedlich, dass auch ihre Einsatzmöglichkeiten dementsprechend breit gefächert und variabel sind. Die Eibe kann als Busch, Strauch, als Baum mit Stamm, als Kübelpflanze, als Garten-, Terrassen-, Grab- oder Balkonpflanze verwendet werden.
Da die Eibe als Zier- und Schnittpflanze in fast jede Form gebracht werden kann, ist sie auch für die Anlage von Rundbögen und Bogenbau geeignet. Darüber hinaus wird sie, neben der Herstellung von Medikamenten, auch zum Teil als Bestandteil von Rindenmulch genutzt.

Die nadeligen Äste mit den dekorativen roten Beeren eignen sich zudem als Blickfang für Kränze und Gestecke. Nur frei stehend auf Spielplätzen sollte die Eibe aufgrund ihrer Giftigkeit nicht gepflanzt werden, da Kinder ohne Aufsicht doch gerne einmal die giftigen „Früchte“ mit den Samen probieren. 

Das Holz der Eibe wird bis heute gerne für die Herstellung von Eibe-Möbeln, bestimmten Instrumenten und andere Holzschnitzereien verwendet. Da die Eibe heutzutage geschützt ist, kostet ein Furnierstamm allerdings bis zu 5000 Euro pro Quadratmeter.

In Deutschland werden Eiben in erster Linie als „Könige der Heckenpflanzen“ genutzt, da sie sich sehr gut zurückschneiden lassen, immer wieder kräftig austreiben, sehr robust und pflegeleicht sind, sehr alt werden können und einen blickdichten Wuchs aufweisen. So können sie als Sicht-, Wind- und Lärmschutz dienen und sehen gleichzeitig dekorativ aus. Je nach Belieben können die Eibe-Hecken sowohl als niedrige Hecke als auch als hoher Sichtschutz verwendet werden.

Doch auch als Zierpflanze und Formgehölze eignet sie sich sehr gut. Durch sorgfältiges Zurechtschneiden kann die Eibe in jede beliebige Form gebracht werden, was sie bis heute zu einer beliebten Pflanze in Gartenanlagen von Schlössern macht.
Ihr Vorteil gegenüber anderen Heckengewächsen ist, dass sie auch aus altem Holz wieder austreibt. Das minimiert die Gefahr einer Verkahlung von innen heraus.
Auch in Einzelstellung als Solitärgewächs kann die Eibe gepflanzt werden.

Ein besonderer Formschnitt der europäischen Eibe ist der Kugelschnitt, bzw. die Kugelform. Sorgfältig kann die robuste Pflanze in diesen Schnitt gebracht werden. In dieser Form wird sie gerne als Deko-Element in Kübeln verwendet, die sowohl auf Terrassen als auch Balkonen stehen können. Hierbei sollte jedoch immer ein Kübel mit Wasserablaufloch verwendet werden, damit keine Staunässe entstehen kann. Der Rückschnitt hält sich durch ein langsames Wachstum von einem bis drei Zentimeter in Grenzen.

 

Pflanzung, Schnitt und Pflege von Eiben

Pflanzung

Bei der Pflanzung der Eibe sollte, je nach Sorte, in der Regel ein eher sonniger Standort gewählt werden. Doch auch Halbschatten und eher schattige Lagen stören die meisten Eibe-Sorten nicht. Außerdem stellen sie einen relativ geringen Anspruch an den Boden und können sich gegebenenfalls sogar anpassen. Bevorzugt werden allerdings, besonders von der europäischen Eibe, frische, durchlässige und schwachsaure bis leicht alkalische Böden, die kalkhaltig sind.
Auch ein gewisser Nährstoffanteil sollte enthalten sein, weshalb gerne auch mit Dünger gearbeitet werden darf. Sowohl leichte Staunässe als auch Trockenheit können von der Eibe weggesteckt werden, weshalb sie als besonders robust gilt.

Je nach Sorte sollte ein gewisser Mindestabstand zwischen einzelnen Eiben und zu anderen Pflanzen gehalten werden.
Während die Sorte „Repandens“ durch ein eher flächiges Wachstum einen Abstand von einem bis zwei Metern benötigt, gibt die gelbnadelige Säulenform „Fastigiata Aureomarginata“ sich auch mit wenig Platz zufrieden, da sie bevorzugt in die Höhe wächst.

Junge Eiben sollten mit einem Pflanzstab gestützt werden, bis ihre Wurzeln tief genug sind um Stabilität zu gewährleisten. Bei der Pflanzung einer Hecke, die schnell zusammenwachsen soll, können zwei bis drei Eiben auf einem Meter gepflanzt werden. Für eine Hecke von circa zehn Metern sind etwa 25 bis 30 junge Pflanzen erforderlich.

Die Pflanzung selbst erfolgt am besten im Frühjahr. Der Boden, in dem die Eibe gepflanzt werden soll, kann zur Vorbereitung circa einen Meter tief ausgehoben und mit Kompost- und Humuserde aufgefüllt werden. Die Pflanzen bzw. Wurzeln selbst dürfen dann nicht zu tief in die Erde gesteckt werden. Die Oberfläche des erdigen Topfballens sollte nur ganz dünn mit Erde bedeckt sein und noch ca. einen bis zwei Zentimeter herausragen. Nach dem Einpflanzen müssen die Setzlinge gut gewässert werden. Außerdem kann ein Startdünger verwendet werden.

Pflege

Auch bei der weiteren Pflege kann der Boden hin und wieder gedüngt werden. Die Eibe ist zwar eine sehr anspruchslose Pflanze, wächst bei nährstoffreichem Boden aber meist dichter und schneller. Als Dünger können, besonders zu Beginn, organische Volldünger verwendet werden. Im zeitlichen Verlauf kann Kompost unter die Erde gemischt werden. Die Verwendung von qualitativ hochwertigen Rindenmulch, Rasenschnitt, Laub und Häckselgut kann genauso wie Komposterde Feuchtigkeit und Nährstoffe liefern. Zudem kann eine sechs bis acht Zentimeter dicke Schicht Rindenmulch auf einem Unkrautvlies um den Wurzelbereich aufgebracht werden. Dieser dient dann als Abwehr gegen Unkrautwuchs und trockenen Boden.

In den ersten beiden Jahren nach der Pflanzung sollte die Eibe regelmäßig gegossen werden. Staunässe sollte dabei vermieden werden. In dieser Zeit kann die Eibe ihr typisches Wurzelsystem ausbilden und sich anschließend selbst ausreichend mit Flüssigkeit versorgen. Weiteres Gießen ist dann nur in langanhaltenden Hitzeperioden nötig.

Wenn sich die Nadeln der Eibe gelb verfärebn, kann dies ein Hinweis auf einen Nährstoffmangel sein. Insbesondere nach einem Winter fehlen ihr häufig Magnesium oder Schwefel. Wenn dies der Fall ist, kann einmal im Frühjahr ca. 20 Gramm Bittersalz pro Quadratmeter als Dünger gegeben werden.
Sollten die Nadeln eher braun verfärbt sein, deutete das auf einen Kalium-Mangel hin, der besser durch speziellen Tannendünger ausgeglichen werden sollte. Der Industriedünger Blaukorn kann als Alternative verwendet werden. Da er sehr hochkonzentriert ist, sollte er sehr vorsichtig dosiert und bei Kübelpflanzen eher vermieden werden. Beim Düngen einfach einige Blaukorn-Kügelchen um den Stamm herum verteilen und anschließend gut wässern.

Schnitt

Eiben sind sehr schnittverträglich; so kann je nach Belieben eine Kegel-, Pyramiden-, Rund-, Eck- oder Spitzform gewählt werden. Für ein gleichmäßiges und dichtes Wachstum und zur Vermeidung eines zu starken Verholzens der Äste sollte einmal jährlich ein spärlicher Rückschnitt erfolgen. Hierbei sollte die Eibe maximal zwei bis drei Zentimeter gekürzt werden. Ganz zu Beginn können Jungpflanzen auch etwas stärker geschnitten werden, um in Form gebracht zu werden und das Dichtewachstum zu gewährleisten.
Zum Schneiden selber sind scharfe Heckenscheren am besten geeignet. Alle acht bis zehn Jahre kann ein etwas stärkerer Rückschnitt erfolgen.
Der Zeitpunkt der Schnittzeiten sollte die Vogelbrutzeiten berücksichtigen, da diese gerne in Eiben brüten.
Gute Monate für den Schnitt sind Juli und August. Allerdings sollte dieser an einem milden Tag stattfinden, da starke Hitze und Sonneneinstrahlung kleine verdeckte Triebe verbrennen kann. Prinzipiell kann die Eibe aber das ganze Jahr über geschnitten werden, außer bei starkem Frost
Achtung: Der Abfall sollte nicht einfach weg geschmissen werden. Das Material kann an einer Eibe-Abfall-Sammlung entsorgt werden, die regelmäßig angeboten werden. Auf diese Weise werden die Rohstoffe für Krebsmedikamente genutzt.

Die meisten Eibe-Sorten sind frosthart und brauchen im Winter keine besondere Behandlung. Ausgenommen hiervon sind Kübel- und Balkonpflanzen, denn im Winter kann es bei diesen durch etwas Staunässe im Topf zu einem Einfrieren des Bodens kommen. Das sollte vermieden und ggf. auf Winterschutz geachtet werden.

 

Feinde und Krankheiten der Eibe

Reh- und Rotwild sind ein natürlicher Feind der Eibe. In Wäldern müssen Eiben daher oft eingezäunt werden.
Die Eibenschildlaus ist ebenfalls ein Feind der Eibe, da durch die Bildung von Honigtau der für die Eibe gefährliche Rußschimmel auftreten kann.
Die Napfschildlaus überzieht die Eibe mit weißer wachsartiger Wolle aus Ei-Vorräten.
Die Larven der sogenannten Eiben-Gallmücke können die Knospen der Eibe befallen und deren Wachstum hemmen.
Ein weiterer Feind ist der Dickmaulrüssler, ein grauer, ungefähr 1 cm langer Käfer, der unter anderem die Nadeln der Eibe frisst.

Neben den Schädlingen ist die Eibe nach langen Wärmeperioden und bei Staunässe häufig von der Wurzelfäule „Phytophtera“ betroffen. Es kommt zu einer Nadelnekrose, wobei sich die grünen Nadeln erst gelb und schließlich braun färben. Die Verwendung von Gartenkupferkalk kann vor Wurzelfäule schützen.
Bei zu trockenen Standorten kann es hingegen passieren, dass die Eibe von den schädigenden Spinnmilben befallen wird.

Nach dem Winter und nach heißen Sommermonaten können dünne Zweige und Äste der Eibe vertrocknen. Diese  können dann im Frühjahr abgeschnitten werden.

 

Geschichte, Eibe-Bestände und Schutz

Vor vielen hundert Jahren gab es sehr große Eibenwälder in Deutschland. Der Bestand wurde jedoch vom Mittelalter bis ins 16. Jahrhundert deutlich reduziert, da dass das zähe und elastische Eibenholz zur Herstellung englischer Langbögen diente. Dieser wurden damals in Massen hergestellt und exportiert.
Heute steht sie daher in der Gefährdungsklasse drei auf der Roten Liste für gefährdete Arten. Die wirtschaftliche Nutzung ist auch dem Forstmann untersagt.
Holzhändler, die Eibenholz verkaufen, müssen eine Herkunftsbescheinigung von der Oberen Naturschutzbehörde vorweisen können.
In Deutschland gibt es aktuell ein Eibenvorkommen von 342, das rund 60.000 Bäume und Pflanzen umfasst. Diese sind hauptsächlich im Mitteldeutschen Berg- und Hügelland, in der Schwäbischen-Alb und in der Franken-Alb, im Oberpfälzer Jura und in der Schwäbisch-Bayerischen Jungmoräne verteilt.

Viele Ortsnamen, die die Silbe „ib“ beinhalten weisen darauf hin, dass es dort früher größere Eibe-Bestände gab, zum Teil bis heute. Ein Beispiel hierfür ist das Dorf Unteribental.

Neben der Herstellung von Pfeil und Bogen diente die Eibe früher aufgrund ihrer giftigen Eigenschaften noch für weitere Zwecke. Im alten Volksglauben stand sie aufgrund ihres Alters und der Giftigkeit für ewiges Leben, Tod und Wiedergeburt zugleich.
Die giftige Wirkung wurde sowohl für Morde und die Herstellung tödlicher, vergifteter Waffen verwendet, als auch in niedriger Dosierung, in Form von Tee für eine Abtreibung bei Frauen angewandt.
Letzteres hatte oft schwerwiegende gesundheitliche Folgen bis hin zum Tod.
Heute wird die Eibe neben der Medizin auch in der Homöopathie und Mystik verwendet. Hildegard von Bingen nannte den Rauch von Eibenholz als Hausmittel gegen Schnupfen und Husten. Rund um das Haus gepflanzt und in Form von Amuletten schützt die Eibe vor bösen Geistern. Auch interessant zu wissen ist, dass der  Zauberstab von Lord Voldemort aus den Harry Potter Büchern, der sowohl das Böse als auch Tod und die Wiedergeburt verkörpert, ebenfalls aus Eibenholz gefertigt ist.

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