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Allgemeines über die Fichte

Die botanische Bezeichnung für die Fichte lautet „Picea“. Sie gehört zur Familie der Kieferngewächse („Pinaceae“) und zur Ordnung der Koniferen („Coniferales“/ „Pinales“).

In Deutschland ist die Fichte mit einer Wuchsfläche von 2,76 Millionen Hektar die häufigste Baumart. Aufgrund der vielseitigen Verwendbarkeit ihres Holzes, ist sie auch als Brotbaum der Forstwirtschaft bekannt.
Speziell die gemeine Fichte wurde seit dem 19. Jahrhundert in Deutschland und in Mitteleuropa verstärkt im Wald angepflanzt, da sie viel gutes Nutzholz liefert.
Das einseitige Aufforsten hat jedoch wesentlich zum Waldsterben beigetragen.

Die Fichte wurde zum Baum des Jahres 2017 gewählt.

Beschreibung der Fichte

Die Fichte ist ein immergrüner Nadelbaum, der leicht mit der Tanne verwechselt wird. Mit einer Wuchshöhe von 20 bis 70 Metern gehören sie zu den mittelgroßen und großen Bäumen. Die Wuchsgeschwindigkeit ist hierbei normalerweise sehr schnell, wobei einige Arten eine Ausnahme bilden.
Der Stammdurchmesser kann einen bis zweieinhalb Meter betragen. Je nach Art werden Fichten bis zu 600 Jahre alt. Nach etwa 20 bis 40 Jahren blüht der Nadelbaum das erste Mal. Die Blütezeit ist von April bis Juni. In dieser Zeit können die männlichen Blütenpollen ganze Landstriche überdecken. Aus den weiblichen Blüten der Fichte entstehen später längliche, braune Zapfen, die von den Zweigen herabhängen und im September zu Boden fallen.
Die Vermehrung der Fichte erfolgt durch eine Windbestäubung.

Ein Kriterium zum Unterscheiden der Fichte und der Tanne, ist die Beschaffenheit der Nadeln. Hierzu gibt es ein Sprichwort, welches lautet: „Die Fichte sticht, die Tanne nicht.“ Im Gegensatz zu den weichen Nadeln der Tanne, sind die der Fichte spitz und stechen bei einer Berührung.

Die Nadeln der Fichte sind dunkelgrün und wachsen rund um den Zweig. Jedes Frühjahr treiben neue Nadeln aus, die zuerst eine hellgrüne Farbe haben und noch weich sind. Die Rinde ist rissig und die Baumkrone ist spitz und kegelförmig zulaufend. Fichten gehören zu den flach wurzelnden Baumarten.

 

Nutzung der Fichte

Nutzung in der Forstwirtschaft

Fichten zählen weltweit zu den wichtigsten Baumarten in der Forstwirtschaft und gelten hier außerdem als Brotbaum. Das liegt unter anderem daran, dass die Fichte sehr schnell wächst und schon im Alter von 80 bis 100 Jahren gefällt werden kann. Außerdem wiegt das Holz nur sehr wenig und ist relativ elastisch. Das Einsatzgebiet für das Holz der Fichte ist breit. Neben der Verarbeitung zu Papier, wird es ebenfalls als einfaches Bauholz, für Spanplatten, als Leimholz, als Brennholz, für Dachbalken und als Holzwolle genutzt. Zudem eignet es sich auch gut als Klangkörper für Musikinstrumente.

Fichtenholz ist leicht zu verarbeiten und gut behandelbar. Es kann leicht bemalt, gespaltet und verleimt werden. Durch den geraden Wuchs und die schwachen Äste der Fichte, sind die maschinellen Erntekosten vergleichsweise niedrig. Die Holzpreise halten sich stabil und hoch, was das Holz relativ ertragreich macht.

Allerdings ist Fichtenholz unbehandelt der Witterung ausgesetzt kaum haltbar und im Innenbereich nutzt es schnell ab.

Anwendung der Fichte als Heilpflanze

Schon in früheren Zeiten wurden die heilenden Kräfte der Fichte entdeckt und verwendet. Zum Beispiel im alten Ägypten, in China und in Mexiko wusste man die Pflanze damals schon zu schätzen. In der Volksmedizin findet die Fichte im Allgemeinen mehr Anwendungsbereiche als in der traditionellen Medizin. Ihre Sprossen, Nadeln und das Harz können bei verschiedenen Krankheiten angewendet werden. Die Wirkung der Fichte ist antiseptisch, durchblutungsfördernd, entzündungshemmend, harn- und schweißtreibend sowie hustenstillend, schleimlösend und krampfmildernd.

Mit diesen Eigenschaften hilft sie besonders gut bei Krankheiten wie Bronchitis, Husten, Hals- und Lungenkrankheiten, Rheuma, Blasenentzündungen, Krampfadern und Hautkrankheiten. Natürlich sollte vor einer Anwendung immer ein Arzt zur Rate gezogen werden.

Die ätherischen Öle, das Harz und die Vitamine der Pflanze finden Anwendung als Tinktur, Badezusatz, Terpentinöl oder Tee.

Nutzung der Fichte als Weihnachtsbaum

Im Christentum ist die Fichte ein traditioneller Weihnachtsbaum. Heute wird die Tanne der Fichte vorgezogen, da die Tannennadeln länger am Baum bleiben und nicht so spitz sind.
Allerdings sind Fichten meist günstiger als die beliebte Nordmanntanne, da die Fichte in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch ist. Dadurch fallen die Transportkosten geringer aus.

Nahrung und Schutz für Tiere

Die großen Bäume der Fichte dienen als Brutplatz und Nahrungsgrundlage für Kleintiere, wie zum Beispiel Vögel. Eulen, Häher, der Fichtenkreuzschnabel und Spechte finden hier Unterschlupf.
Außerdem ernähren sich viele Schmetterlingsarten und Raupen von den Nadeln des Baumes.

Zudem ist die Fichte von großer ökologischer Bedeutung für Flechten. Beispielsweise die Bartflechte („Usnea barbata“), die auf der roten Liste für gefährdete Pflanzen steht, wächst an ihren Ästen und ihrem Stamm.

 

Arten und Sorten von Fichten

Weltweit wird je nach botanischer Systematik zwischen etwa 35 Arten der Fichte unterschieden. Eine grobe Unterscheidung erfolgt in Kammfichten, Plattenfichten und Bürstenfichten.
Kammfichten kommen eher in tiefen und mittleren Lagen vor und haben eine kegelige Kronenform. Ihr Verzweigungstyp ist länger und hängend.
Plattenfichten haben kurze, kräftige Äste und flache, kurze Seitenzweige. Ihre Krone ist eher säulenförmig. Diese Art ist primär in Hochlagen anzutreffen.
Bürstenfichten stellen eine Zwischenform der beiden genannten Formen dar und können nicht eindeutig einer Lage zugeordnet werden.

Europäische/Gemeine Fichte („Picea abies)

Die europäische oder auch gemeine Fichte ist die einzige in Europa heimische Fichtenart. Das natürliche Verbreitungsgebiet liegt in der nördlichen gemäßigten Zone. Ihr Vorkommen erstreckt sich demnach über den gesamten mittel- bis nordeuropäischen Raum bis ins nördliche Asien.

In Europa wird das Vorkommen in drei Bereiche eingeteilt. In Mittel- und Südosteuropa findet man die gemeine Fichte in den Alpen, der Jura, im Schwarzwald, im Balkan, den Karpaten, den Sudeten sowie in den meisten deutschen Mittelgebirgen.
Das nordosteuropäische Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Skandinavien, über das Baltikum und Russland bis zum Ural und das Sibirische Verbreitungsgebiet beginnt am Ural und endet am Ochotskischen Meer.

Sie wird auch als Rot-Fichte oder Rottanne bezeichnet, obwohl sie botanisch nicht zu den Tannen gehört. Der Name kommt von der Färbung der Rinde. Diese ist im Vergleich zur Weißtanne eher rötlich. Die Züchtungen der gemeinen Fichte sind vielfältig und reichen von Hängeformen bis zu niedrigen Zwergformen. Auch als Bonsai eignet sich diese Art sehr gut.

Kaukasus-Fichte („Picea orientalis“)

Die Kaukasus-Fichte wird auch Sapindus-Fichte, Orient-Fichte oder Morgenländische Fichte genannt. Ihr natürlicher Ursprung liegt in Asien, hauptsächlich im Kaukasus und im Taurus-Gebirge. Ab dem Jahr 1840 wurde die Kaukasus-Fichte nach Europa gebracht. Heutzutage ist sie häufig als Zierpflanze in Parks und Gärten zu finden. Von allen Arten hat sie die kürzesten Nadeln.

Eine besondere Zuchtform der Kaukasus-Fichte ist die orientalische Goldfichte („Picea orientalis aurea“). Diese erreicht eine Wuchshöhe von bis zu zehn Metern und hat goldgelbe junge Zweige, die meist im Laufe des Sommers vergrünen. Diese Form ist eher in Sammlungen und selten auch in Gärten zu finden.

Serbische Fichte („Picea omorika“)

Die Serbische Fichte, auch Omorika-Fichte genannt, ist im Balkan beheimaten und wurde 1881 in Europa eingeführt. Inzwischen ist sie in Europa sehr weit verbreitet und die am meisten anzutreffende Fichtenart in Parks, Gärten und auf Friedhöfen. Sie ist sowohl für Einzel- als auch für Gruppenstellungen sehr gut geeignet. Dank ihres dichten und kompakten Wuchses, eignet sie sich hervorragend als Sichtschutz und für Heckenpflanzungen.
Die Zapfen werden bis zu fünf Zentimeter lang und wechseln ihre Farbe von violett zu einem rotbraun.
Die Serbische Fichte ist in den USA als Christbaum sehr beliebt und dadurch um die Weihnachtszeit in einigen Haushallten zu finden.
Die gezüchtete Zwergform „Nana“ wird nur eineinhalb Meter hoch und hat eine kugelige Form mit dicken Zweigen.

Schwarz-Fichte („Picea mariana“)

Die Schwarz-Fichte ist in Nordamerika heimisch. Sie eignet sich sehr gut für die Gartenkultur. Außerdem ist sie an extreme Klima- und Standortbedingungen angepasst und wächst daher auch auf Brand- oder Sturmflächen. In Kanada ist sie einer der wichtigsten Lieferanten von Holz. Hier werden aus der Schwarz-Fichte Papier und Zellstoff hergestellt.

Stech-Fichte („Picea pungens“)

Die Stech-Fichte, die auch Blaufichte genannt wird, ist im westlichen Nordamerika zuhause. Ihr Verbreitungsgebiet ist in den Rocky Mountains, in Utah sowie in Colorado.
Seit 1860 gibt es sie auch in Europa. Teilweise wird sie hier sogar forstwirtschaftlich angepflanzt. Außerdem ist sie eine der häufigsten Zierbäume in unseren Gärten und Parkanlagen. Die Stech-Fichte ist der Staatsbaum von Colorado und Utah.

Es gibt mindestens 38 Zuchtformen der Blaufichte, die von Zwergwuchs bis zu Arten mit hängenden Zweigen reichen. Beliebte Sorten sind „Fat Mac“, eine Zwergwüchsige Form mit nur zwei bis drei Zentimeter Jahreszuwachs und „Glauca“. Die meisten „Glauca“ Arten wurden gezüchtet, um eine möglichst graue bis blaue Nadelfärbung zu erreichen.

Weiß-Fichte („Picea glauca“)

Die Weiß-Fichte wird auch Schimmelfichte genannt. Sie kommt hauptsächlich in Kanada, Alaska und den nördlichen USA vor. Sie ist der offizielle Staatsbaum des US-Bundesstaates South Dakota und der offizielle Provinzbaum der kanadischen Provinz Manitoba.

Normalerweise wird die Schimmelfichte nicht größer als zwei bis zweieinhalb Meter.

 

Anforderungen der Fichte an ihren Standort

An ihren Standort stellt die Fichte keine sehr hohen Ansprüche. Der Boden, auf dem sie steht, kann sowohl feucht und nährstoffarm als auch aus Lehm sein. Wichtig sind nur eine gute Durchlüftung und das Verhindern von Staunässe.

Allgemein liebt die Fichte kühle und feuchte Standorte, was ihre hohe Verbreitung in den deutschen Mittelgebirgen belegt. Das Klima sollte nicht zu warm sein und ein ergibiger bis hoher Niederschlag sollte gegeben sein.

Ansonsten bevorzugt der Nadelbaum den Halbschatten. Da er zu den Schattenbaumarten gehört, ist er allerdings auch sehr schattentolerant und kann auch im Schatten größerer Bäume wachsen.

Außerdem ist die Fichte sehr gut an Schnee und die Kälte angepasst. Sie hält eine Art Winterruhe, in der die Photosynthese und ihr Wachstum stark eingestellt sind und die Nadeln mit einem natürlichen Frostschutz versorgt werden. Diese können damit Temperaturen bis zu – 50 Grad Celsius aushalten, ohne dass ihre Struktur leidet.

Nur mit trockenen und sehr heißen Sommern hat die Fichte etwas zu kämpfen. Denn hinsichtlich der Wasserversorgung ist der Baum etwas anspruchsvoller. Es sollte ganzjährig eine ausreichende Versorgung mit Wasser gewährleistet werden. Besonders im Sommer ist darauf zu achten, damit die Fichte Trockenperioden gut überstehen kann.

 

Pflanzen und Schnitt

Pflanzen

Der günstigste Zeitraum zum Einpflanzen der Fichte, sind die Frostfreiten Tage zwischen September und März. Wichtig ist, dass der Boden zum Zeitprunkt des Pflanzens nicht gefroren sein darf.

Schnitt

Ein regelmäßiges Zurückschneiden der Fichte regt Verzweigungen an und ist daher sehr empfehlenswert. Die Verzweigungen treiben allerdings nur an den Enden der Zweige aus.
Ein tiefer Schnitt sollte auf jeden Fall vermieden werden, da die Bäume ansonsten gar nicht mehr austreiben und Löcher in der Form bestehen bleiben.

 

Gefährdung, Krankheiten und Schädlinge

Schon im 19. Jahrhundert hatten die Forstwirtschaft und die Forstwissenschaft eine wichtige Erkenntnis, aus der ein Sprichwort entstand, welches bis heute bekannt ist. „Willst du einen Wald vernichten, dann pflanze nichts als lauter Fichten“.

Da die Fichte sehr gutes Nutzholz liefert, wurde sie im 19. Jahrhundert einseitig Aufgeforstet. Dies geschah zudem häufig an völlig unpassenden Standorten und hat wesentlich zum Waldsterben beigetragen.
Das Waldsterben ist ein Sammelbegriff für Schäden von unterschiedlichen Ursachen in den Waldgebieten.
Durch das aufforsten der Fichte sind alle bekannten Nachteile einer Monokultur mit Nadelbäumen entstanden. Die Böden wurden übersäuert und es entstand eine verstärkte Anfälligkeit für Schädlinge. Außerdem kam es zu Windbruch und Sturmschäden.

Die Fichte und der Klimawandel

Die Fichte gilt als die heimische Baumart mit dem geringsten Anpassungspotenzial an kommende Veränderungen, die der Klimawandel mit sich bringt. Eine Prognose lautet, dass bei einem Anstieg der Temperaturen um zwei Grad Celsius, die Fichte auf Standorten unterhalb einer Höhe von 700 Metern nicht überleben kann.
Durch den Klimawandel wird es wärmer und trockener. Die Bäume müssen ihr Erbgut an diese Veränderungen anpassen. Da eine einzige Baumgeneration jedoch schon mehr als 100 Jahre andauert, ist es unwahrscheinlich, dass diese Anpassung schnell genug möglich ist.

Gefährdung der Fichte durch Windbruch

Auf Böden, die gut durchlüftet sind, kann die Fichte ein stabiles Wurzelsystem ausbilden. Dieses ragt ungefähr 2 Meter in die Erde.
Wenn die Böden hingegen sehr feucht oder nass sind, dann kann die Fichte ihre Wurzeln nicht richtig ausbilden. Sie bekommt sogenannte Tellerwurzeln, die nur 20 bis 30 Zentimeter tief in die Erde reichen. Diese bieten dem Nadelbaum nur sehr wenig halt, wodurch er stark windwurfgefährdet ist.

Schädlinge

Buchdrucker („Ips typographus“)

Der Buchdrucker ist ein etwa vier Millimeter großer, brauner Borkenkäfer. Dieser schwärmt im Frühjahr aus und frisst Löcher in die Stammrinde der Fichte.
Bei völlig gesunden Bäumen werden diese Käfer von dem entstehenden Saftstrom ertränkt. Kranke Bäume können dagegen nicht genug Saft produzieren, um den Käfer zu vertreiben.
Wenn sie einen solchen geeigneten, kranken Baum gefunden haben, können sie dies den anderen Buchdruckern durch ein bestimmtes Pheronom mitteilen. Viele von ihnen legen sich dann unter der Rinde Hochzeitskammern an. Ein männlicher Käfer befruchtet daraufhin zwei bis drei weibliche Käfer, von denen dann jeder ungefähr 60 Eier zwischen dem Holz und der Rinde ablegt.
Ein Baum kann somit von bis zu 25.000 Buchdruckern befallen sein, die außerdem auch unter der Rinde überwintern können.

Anzeichen für einen Befall der Fichte durch den Buchdrucker sind braunes Bohrmehl unterhalb der Befallstellen, Nadelfall sowie Kronen, die sich bräunlich verfärben.

Die Bekämpfung kann entweder über ein chemisch hergestelltes Pheronom erfolgen, durch das die Käfer angelockt werden. Diese können dann vernichtet werden. Ansonsten müssen die befallenen Bäume gefällt werden.
Durch eine gute Pflege der Bäume, einem tiefgründigen Umgraben des Bodens vor der Pflanzung und durch die Verhinderung von Wurzelfäule kann ein Befall auch vermieden werden. Denn damit kann sichergestellt werden, dass der Baum gesund bleibt und ausreichend Saft produzieren kann.

Fichtenrüsselkäfer („Hylobius abietis“)

Der Fichtenrüsselkäfer ist etwa zehn bis dreizehn Millimeter lang und hat einen langen, ziemlich dicken Rüssel, der etwas nach unten gekrümmt ist. Aufgrund seiner langen Lebensdauer und der aufwendigen Bekämpfung, gilt er in den Forstkulturen als gefährlichster Schädling.

Von Oktober bis Mai lebt der Fichtenrüsselkäfer auf den Nadelbäumen und ernährt sich von der Rinde und den Knospen. Die Larven legt der Käfer in den Wurzeln des Baumes ab. Diese überwintern dort und entwickeln sich im folgenden Jahr.
Der Fichtenrüsselkäfer kann starke Schäden in den Bäumen anrichten, unter Umständen sterben diese sogar ab.
Bei der geringsten spürbaren Erschütterung lässt sich der Käfer vom Zweig fallen und stellt sich tot. Eine Bekämpfung ist durch Schlagruhe, Chemische Verfahren oder Fangrinde möglich.

Grauschimmel („Botrytis cinera“)

Der Grauschimmel ist einer der am weitesten verbreiteten Pilzkrankheiten. Die Infizierung läuft über verletze und geschwächte Pflanzen, die dem Erreger nichts entgegen zu setzen haben.
Der Pilz breitet sich besonders unter feucht warmen Bedingungen gut aus und geht dann auch auf das gesunde Gewebe der Pflanzen über.
Grauschimmel wird durch Regen, Spritzwasser oder Wind auf umliegende Pflanzen übertragen.
Der Befall ist an braunen, bald faulenden Flecken auf Blättern, Blüten, Nadeln, Knospen und Triebspitzen zu erkennen. Später wird die Pflanze von einer Decke aus Schimmel überzogen, die grau und pelzig ist und aus unzähligen Sporen besteht. Wenn der Befall zu stark ist, stirbt die ganze Pflanze ab.
Im Boden kann der Pilz mehrere Jahre überdauern, um sich bei den optimalen Bedingungen wieder auszubreiten.
Da sich die Bekämpfung etwas schwerer gestaltet, sollten die günstigen Bedingungen zur Entstehung direkt vermieden werden. Ein ausreichender Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen ist hierbei ratsam.
Kranke Pflanzen müssen bis auf das gesunde Gewebe zurückgeschnitten werden. Wichtig ist es, die abgeschnittenen, kranken Zweige direkt zu entsorgen, damit der Pilz sich nicht weiter ausbreiten kann. Auf keinen Fall darf die Entsorgung über den Kompost geschehen, da der Pilz auch dort mehrere Jahre lang überleben würde.
Wenn der Befall sehr stark ist helfen auch Pflanzenschutzmittel bei der Bekämpfung.

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Allgemeines über die Fichte

Die botanische Bezeichnung für die Fichte lautet „Picea“. Sie gehört zur Familie der Kieferngewächse („Pinaceae“) und zur Ordnung der Koniferen („Coniferales“/ „Pinales“).

In Deutschland ist die Fichte mit einer Wuchsfläche von 2,76 Millionen Hektar die häufigste Baumart. Aufgrund der vielseitigen Verwendbarkeit ihres Holzes, ist sie auch als Brotbaum der Forstwirtschaft bekannt.
Speziell die gemeine Fichte wurde seit dem 19. Jahrhundert in Deutschland und in Mitteleuropa verstärkt im Wald angepflanzt, da sie viel gutes Nutzholz liefert.
Das einseitige Aufforsten hat jedoch wesentlich zum Waldsterben beigetragen.

Die Fichte wurde zum Baum des Jahres 2017 gewählt.

Beschreibung der Fichte

Die Fichte ist ein immergrüner Nadelbaum, der leicht mit der Tanne verwechselt wird. Mit einer Wuchshöhe von 20 bis 70 Metern gehören sie zu den mittelgroßen und großen Bäumen. Die Wuchsgeschwindigkeit ist hierbei normalerweise sehr schnell, wobei einige Arten eine Ausnahme bilden.
Der Stammdurchmesser kann einen bis zweieinhalb Meter betragen. Je nach Art werden Fichten bis zu 600 Jahre alt. Nach etwa 20 bis 40 Jahren blüht der Nadelbaum das erste Mal. Die Blütezeit ist von April bis Juni. In dieser Zeit können die männlichen Blütenpollen ganze Landstriche überdecken. Aus den weiblichen Blüten der Fichte entstehen später längliche, braune Zapfen, die von den Zweigen herabhängen und im September zu Boden fallen.
Die Vermehrung der Fichte erfolgt durch eine Windbestäubung.

Ein Kriterium zum Unterscheiden der Fichte und der Tanne, ist die Beschaffenheit der Nadeln. Hierzu gibt es ein Sprichwort, welches lautet: „Die Fichte sticht, die Tanne nicht.“ Im Gegensatz zu den weichen Nadeln der Tanne, sind die der Fichte spitz und stechen bei einer Berührung.

Die Nadeln der Fichte sind dunkelgrün und wachsen rund um den Zweig. Jedes Frühjahr treiben neue Nadeln aus, die zuerst eine hellgrüne Farbe haben und noch weich sind. Die Rinde ist rissig und die Baumkrone ist spitz und kegelförmig zulaufend. Fichten gehören zu den flach wurzelnden Baumarten.

 

Nutzung der Fichte

Nutzung in der Forstwirtschaft

Fichten zählen weltweit zu den wichtigsten Baumarten in der Forstwirtschaft und gelten hier außerdem als Brotbaum. Das liegt unter anderem daran, dass die Fichte sehr schnell wächst und schon im Alter von 80 bis 100 Jahren gefällt werden kann. Außerdem wiegt das Holz nur sehr wenig und ist relativ elastisch. Das Einsatzgebiet für das Holz der Fichte ist breit. Neben der Verarbeitung zu Papier, wird es ebenfalls als einfaches Bauholz, für Spanplatten, als Leimholz, als Brennholz, für Dachbalken und als Holzwolle genutzt. Zudem eignet es sich auch gut als Klangkörper für Musikinstrumente.

Fichtenholz ist leicht zu verarbeiten und gut behandelbar. Es kann leicht bemalt, gespaltet und verleimt werden. Durch den geraden Wuchs und die schwachen Äste der Fichte, sind die maschinellen Erntekosten vergleichsweise niedrig. Die Holzpreise halten sich stabil und hoch, was das Holz relativ ertragreich macht.

Allerdings ist Fichtenholz unbehandelt der Witterung ausgesetzt kaum haltbar und im Innenbereich nutzt es schnell ab.

Anwendung der Fichte als Heilpflanze

Schon in früheren Zeiten wurden die heilenden Kräfte der Fichte entdeckt und verwendet. Zum Beispiel im alten Ägypten, in China und in Mexiko wusste man die Pflanze damals schon zu schätzen. In der Volksmedizin findet die Fichte im Allgemeinen mehr Anwendungsbereiche als in der traditionellen Medizin. Ihre Sprossen, Nadeln und das Harz können bei verschiedenen Krankheiten angewendet werden. Die Wirkung der Fichte ist antiseptisch, durchblutungsfördernd, entzündungshemmend, harn- und schweißtreibend sowie hustenstillend, schleimlösend und krampfmildernd.

Mit diesen Eigenschaften hilft sie besonders gut bei Krankheiten wie Bronchitis, Husten, Hals- und Lungenkrankheiten, Rheuma, Blasenentzündungen, Krampfadern und Hautkrankheiten. Natürlich sollte vor einer Anwendung immer ein Arzt zur Rate gezogen werden.

Die ätherischen Öle, das Harz und die Vitamine der Pflanze finden Anwendung als Tinktur, Badezusatz, Terpentinöl oder Tee.

Nutzung der Fichte als Weihnachtsbaum

Im Christentum ist die Fichte ein traditioneller Weihnachtsbaum. Heute wird die Tanne der Fichte vorgezogen, da die Tannennadeln länger am Baum bleiben und nicht so spitz sind.
Allerdings sind Fichten meist günstiger als die beliebte Nordmanntanne, da die Fichte in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch ist. Dadurch fallen die Transportkosten geringer aus.

Nahrung und Schutz für Tiere

Die großen Bäume der Fichte dienen als Brutplatz und Nahrungsgrundlage für Kleintiere, wie zum Beispiel Vögel. Eulen, Häher, der Fichtenkreuzschnabel und Spechte finden hier Unterschlupf.
Außerdem ernähren sich viele Schmetterlingsarten und Raupen von den Nadeln des Baumes.

Zudem ist die Fichte von großer ökologischer Bedeutung für Flechten. Beispielsweise die Bartflechte („Usnea barbata“), die auf der roten Liste für gefährdete Pflanzen steht, wächst an ihren Ästen und ihrem Stamm.

 

Arten und Sorten von Fichten

Weltweit wird je nach botanischer Systematik zwischen etwa 35 Arten der Fichte unterschieden. Eine grobe Unterscheidung erfolgt in Kammfichten, Plattenfichten und Bürstenfichten.
Kammfichten kommen eher in tiefen und mittleren Lagen vor und haben eine kegelige Kronenform. Ihr Verzweigungstyp ist länger und hängend.
Plattenfichten haben kurze, kräftige Äste und flache, kurze Seitenzweige. Ihre Krone ist eher säulenförmig. Diese Art ist primär in Hochlagen anzutreffen.
Bürstenfichten stellen eine Zwischenform der beiden genannten Formen dar und können nicht eindeutig einer Lage zugeordnet werden.

Europäische/Gemeine Fichte („Picea abies)

Die europäische oder auch gemeine Fichte ist die einzige in Europa heimische Fichtenart. Das natürliche Verbreitungsgebiet liegt in der nördlichen gemäßigten Zone. Ihr Vorkommen erstreckt sich demnach über den gesamten mittel- bis nordeuropäischen Raum bis ins nördliche Asien.

In Europa wird das Vorkommen in drei Bereiche eingeteilt. In Mittel- und Südosteuropa findet man die gemeine Fichte in den Alpen, der Jura, im Schwarzwald, im Balkan, den Karpaten, den Sudeten sowie in den meisten deutschen Mittelgebirgen.
Das nordosteuropäische Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Skandinavien, über das Baltikum und Russland bis zum Ural und das Sibirische Verbreitungsgebiet beginnt am Ural und endet am Ochotskischen Meer.

Sie wird auch als Rot-Fichte oder Rottanne bezeichnet, obwohl sie botanisch nicht zu den Tannen gehört. Der Name kommt von der Färbung der Rinde. Diese ist im Vergleich zur Weißtanne eher rötlich. Die Züchtungen der gemeinen Fichte sind vielfältig und reichen von Hängeformen bis zu niedrigen Zwergformen. Auch als Bonsai eignet sich diese Art sehr gut.

Kaukasus-Fichte („Picea orientalis“)

Die Kaukasus-Fichte wird auch Sapindus-Fichte, Orient-Fichte oder Morgenländische Fichte genannt. Ihr natürlicher Ursprung liegt in Asien, hauptsächlich im Kaukasus und im Taurus-Gebirge. Ab dem Jahr 1840 wurde die Kaukasus-Fichte nach Europa gebracht. Heutzutage ist sie häufig als Zierpflanze in Parks und Gärten zu finden. Von allen Arten hat sie die kürzesten Nadeln.

Eine besondere Zuchtform der Kaukasus-Fichte ist die orientalische Goldfichte („Picea orientalis aurea“). Diese erreicht eine Wuchshöhe von bis zu zehn Metern und hat goldgelbe junge Zweige, die meist im Laufe des Sommers vergrünen. Diese Form ist eher in Sammlungen und selten auch in Gärten zu finden.

Serbische Fichte („Picea omorika“)

Die Serbische Fichte, auch Omorika-Fichte genannt, ist im Balkan beheimaten und wurde 1881 in Europa eingeführt. Inzwischen ist sie in Europa sehr weit verbreitet und die am meisten anzutreffende Fichtenart in Parks, Gärten und auf Friedhöfen. Sie ist sowohl für Einzel- als auch für Gruppenstellungen sehr gut geeignet. Dank ihres dichten und kompakten Wuchses, eignet sie sich hervorragend als Sichtschutz und für Heckenpflanzungen.
Die Zapfen werden bis zu fünf Zentimeter lang und wechseln ihre Farbe von violett zu einem rotbraun.
Die Serbische Fichte ist in den USA als Christbaum sehr beliebt und dadurch um die Weihnachtszeit in einigen Haushallten zu finden.
Die gezüchtete Zwergform „Nana“ wird nur eineinhalb Meter hoch und hat eine kugelige Form mit dicken Zweigen.

Schwarz-Fichte („Picea mariana“)

Die Schwarz-Fichte ist in Nordamerika heimisch. Sie eignet sich sehr gut für die Gartenkultur. Außerdem ist sie an extreme Klima- und Standortbedingungen angepasst und wächst daher auch auf Brand- oder Sturmflächen. In Kanada ist sie einer der wichtigsten Lieferanten von Holz. Hier werden aus der Schwarz-Fichte Papier und Zellstoff hergestellt.

Stech-Fichte („Picea pungens“)

Die Stech-Fichte, die auch Blaufichte genannt wird, ist im westlichen Nordamerika zuhause. Ihr Verbreitungsgebiet ist in den Rocky Mountains, in Utah sowie in Colorado.
Seit 1860 gibt es sie auch in Europa. Teilweise wird sie hier sogar forstwirtschaftlich angepflanzt. Außerdem ist sie eine der häufigsten Zierbäume in unseren Gärten und Parkanlagen. Die Stech-Fichte ist der Staatsbaum von Colorado und Utah.

Es gibt mindestens 38 Zuchtformen der Blaufichte, die von Zwergwuchs bis zu Arten mit hängenden Zweigen reichen. Beliebte Sorten sind „Fat Mac“, eine Zwergwüchsige Form mit nur zwei bis drei Zentimeter Jahreszuwachs und „Glauca“. Die meisten „Glauca“ Arten wurden gezüchtet, um eine möglichst graue bis blaue Nadelfärbung zu erreichen.

Weiß-Fichte („Picea glauca“)

Die Weiß-Fichte wird auch Schimmelfichte genannt. Sie kommt hauptsächlich in Kanada, Alaska und den nördlichen USA vor. Sie ist der offizielle Staatsbaum des US-Bundesstaates South Dakota und der offizielle Provinzbaum der kanadischen Provinz Manitoba.

Normalerweise wird die Schimmelfichte nicht größer als zwei bis zweieinhalb Meter.

 

Anforderungen der Fichte an ihren Standort

An ihren Standort stellt die Fichte keine sehr hohen Ansprüche. Der Boden, auf dem sie steht, kann sowohl feucht und nährstoffarm als auch aus Lehm sein. Wichtig sind nur eine gute Durchlüftung und das Verhindern von Staunässe.

Allgemein liebt die Fichte kühle und feuchte Standorte, was ihre hohe Verbreitung in den deutschen Mittelgebirgen belegt. Das Klima sollte nicht zu warm sein und ein ergibiger bis hoher Niederschlag sollte gegeben sein.

Ansonsten bevorzugt der Nadelbaum den Halbschatten. Da er zu den Schattenbaumarten gehört, ist er allerdings auch sehr schattentolerant und kann auch im Schatten größerer Bäume wachsen.

Außerdem ist die Fichte sehr gut an Schnee und die Kälte angepasst. Sie hält eine Art Winterruhe, in der die Photosynthese und ihr Wachstum stark eingestellt sind und die Nadeln mit einem natürlichen Frostschutz versorgt werden. Diese können damit Temperaturen bis zu – 50 Grad Celsius aushalten, ohne dass ihre Struktur leidet.

Nur mit trockenen und sehr heißen Sommern hat die Fichte etwas zu kämpfen. Denn hinsichtlich der Wasserversorgung ist der Baum etwas anspruchsvoller. Es sollte ganzjährig eine ausreichende Versorgung mit Wasser gewährleistet werden. Besonders im Sommer ist darauf zu achten, damit die Fichte Trockenperioden gut überstehen kann.

 

Pflanzen und Schnitt

Pflanzen

Der günstigste Zeitraum zum Einpflanzen der Fichte, sind die Frostfreiten Tage zwischen September und März. Wichtig ist, dass der Boden zum Zeitprunkt des Pflanzens nicht gefroren sein darf.

Schnitt

Ein regelmäßiges Zurückschneiden der Fichte regt Verzweigungen an und ist daher sehr empfehlenswert. Die Verzweigungen treiben allerdings nur an den Enden der Zweige aus.
Ein tiefer Schnitt sollte auf jeden Fall vermieden werden, da die Bäume ansonsten gar nicht mehr austreiben und Löcher in der Form bestehen bleiben.

 

Gefährdung, Krankheiten und Schädlinge

Schon im 19. Jahrhundert hatten die Forstwirtschaft und die Forstwissenschaft eine wichtige Erkenntnis, aus der ein Sprichwort entstand, welches bis heute bekannt ist. „Willst du einen Wald vernichten, dann pflanze nichts als lauter Fichten“.

Da die Fichte sehr gutes Nutzholz liefert, wurde sie im 19. Jahrhundert einseitig Aufgeforstet. Dies geschah zudem häufig an völlig unpassenden Standorten und hat wesentlich zum Waldsterben beigetragen.
Das Waldsterben ist ein Sammelbegriff für Schäden von unterschiedlichen Ursachen in den Waldgebieten.
Durch das aufforsten der Fichte sind alle bekannten Nachteile einer Monokultur mit Nadelbäumen entstanden. Die Böden wurden übersäuert und es entstand eine verstärkte Anfälligkeit für Schädlinge. Außerdem kam es zu Windbruch und Sturmschäden.

Die Fichte und der Klimawandel

Die Fichte gilt als die heimische Baumart mit dem geringsten Anpassungspotenzial an kommende Veränderungen, die der Klimawandel mit sich bringt. Eine Prognose lautet, dass bei einem Anstieg der Temperaturen um zwei Grad Celsius, die Fichte auf Standorten unterhalb einer Höhe von 700 Metern nicht überleben kann.
Durch den Klimawandel wird es wärmer und trockener. Die Bäume müssen ihr Erbgut an diese Veränderungen anpassen. Da eine einzige Baumgeneration jedoch schon mehr als 100 Jahre andauert, ist es unwahrscheinlich, dass diese Anpassung schnell genug möglich ist.

Gefährdung der Fichte durch Windbruch

Auf Böden, die gut durchlüftet sind, kann die Fichte ein stabiles Wurzelsystem ausbilden. Dieses ragt ungefähr 2 Meter in die Erde.
Wenn die Böden hingegen sehr feucht oder nass sind, dann kann die Fichte ihre Wurzeln nicht richtig ausbilden. Sie bekommt sogenannte Tellerwurzeln, die nur 20 bis 30 Zentimeter tief in die Erde reichen. Diese bieten dem Nadelbaum nur sehr wenig halt, wodurch er stark windwurfgefährdet ist.

Schädlinge

Buchdrucker („Ips typographus“)

Der Buchdrucker ist ein etwa vier Millimeter großer, brauner Borkenkäfer. Dieser schwärmt im Frühjahr aus und frisst Löcher in die Stammrinde der Fichte.
Bei völlig gesunden Bäumen werden diese Käfer von dem entstehenden Saftstrom ertränkt. Kranke Bäume können dagegen nicht genug Saft produzieren, um den Käfer zu vertreiben.
Wenn sie einen solchen geeigneten, kranken Baum gefunden haben, können sie dies den anderen Buchdruckern durch ein bestimmtes Pheronom mitteilen. Viele von ihnen legen sich dann unter der Rinde Hochzeitskammern an. Ein männlicher Käfer befruchtet daraufhin zwei bis drei weibliche Käfer, von denen dann jeder ungefähr 60 Eier zwischen dem Holz und der Rinde ablegt.
Ein Baum kann somit von bis zu 25.000 Buchdruckern befallen sein, die außerdem auch unter der Rinde überwintern können.

Anzeichen für einen Befall der Fichte durch den Buchdrucker sind braunes Bohrmehl unterhalb der Befallstellen, Nadelfall sowie Kronen, die sich bräunlich verfärben.

Die Bekämpfung kann entweder über ein chemisch hergestelltes Pheronom erfolgen, durch das die Käfer angelockt werden. Diese können dann vernichtet werden. Ansonsten müssen die befallenen Bäume gefällt werden.
Durch eine gute Pflege der Bäume, einem tiefgründigen Umgraben des Bodens vor der Pflanzung und durch die Verhinderung von Wurzelfäule kann ein Befall auch vermieden werden. Denn damit kann sichergestellt werden, dass der Baum gesund bleibt und ausreichend Saft produzieren kann.

Fichtenrüsselkäfer („Hylobius abietis“)

Der Fichtenrüsselkäfer ist etwa zehn bis dreizehn Millimeter lang und hat einen langen, ziemlich dicken Rüssel, der etwas nach unten gekrümmt ist. Aufgrund seiner langen Lebensdauer und der aufwendigen Bekämpfung, gilt er in den Forstkulturen als gefährlichster Schädling.

Von Oktober bis Mai lebt der Fichtenrüsselkäfer auf den Nadelbäumen und ernährt sich von der Rinde und den Knospen. Die Larven legt der Käfer in den Wurzeln des Baumes ab. Diese überwintern dort und entwickeln sich im folgenden Jahr.
Der Fichtenrüsselkäfer kann starke Schäden in den Bäumen anrichten, unter Umständen sterben diese sogar ab.
Bei der geringsten spürbaren Erschütterung lässt sich der Käfer vom Zweig fallen und stellt sich tot. Eine Bekämpfung ist durch Schlagruhe, Chemische Verfahren oder Fangrinde möglich.

Grauschimmel („Botrytis cinera“)

Der Grauschimmel ist einer der am weitesten verbreiteten Pilzkrankheiten. Die Infizierung läuft über verletze und geschwächte Pflanzen, die dem Erreger nichts entgegen zu setzen haben.
Der Pilz breitet sich besonders unter feucht warmen Bedingungen gut aus und geht dann auch auf das gesunde Gewebe der Pflanzen über.
Grauschimmel wird durch Regen, Spritzwasser oder Wind auf umliegende Pflanzen übertragen.
Der Befall ist an braunen, bald faulenden Flecken auf Blättern, Blüten, Nadeln, Knospen und Triebspitzen zu erkennen. Später wird die Pflanze von einer Decke aus Schimmel überzogen, die grau und pelzig ist und aus unzähligen Sporen besteht. Wenn der Befall zu stark ist, stirbt die ganze Pflanze ab.
Im Boden kann der Pilz mehrere Jahre überdauern, um sich bei den optimalen Bedingungen wieder auszubreiten.
Da sich die Bekämpfung etwas schwerer gestaltet, sollten die günstigen Bedingungen zur Entstehung direkt vermieden werden. Ein ausreichender Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen ist hierbei ratsam.
Kranke Pflanzen müssen bis auf das gesunde Gewebe zurückgeschnitten werden. Wichtig ist es, die abgeschnittenen, kranken Zweige direkt zu entsorgen, damit der Pilz sich nicht weiter ausbreiten kann. Auf keinen Fall darf die Entsorgung über den Kompost geschehen, da der Pilz auch dort mehrere Jahre lang überleben würde.
Wenn der Befall sehr stark ist helfen auch Pflanzenschutzmittel bei der Bekämpfung.

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