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Magnolia Daphne • Magnolia Daphne
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Sternmagnolie • Magnolia stellata
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Magnolien kaufen

 

Allgemeines über Magnolien

Eine der dekorativsten Pflanzen, die im Frühjahr die Grünanlagen in der Stadt oder auch den heimischen Garten zieren, ist die Magnolie (lat. Magnolia). So wie die Rose als Königin der Blumen gilt, gilt die Magnolie als Königin der Gehölze. Botanisch betrachtet handelt es sich bei der Magnolie um einen Strauch, der aufgrund seiner teils beachtlichen Höhe von bis zu 10 Metern auch das Erscheinungsbild eines Baumes haben kann. Ein blühender Magnolienbaum ist nach der kalten Jahreszeit eine echte Augenweide und ein unübersehbares Zeichen des Frühlings. Die zur Familie der Magnoliengewächse zählende Pflanze verdankt ihren Namen dem französischen Botaniker Pierre Magnol (1638 - 1715).  Ihren Ursprung hat die Magnolie in Asien und Nordamerika. Hier ziert sie von Nordamerika über Mittelamerika bis in die Karibik und Ostasien die Gärten und Parkanlagen.

Der Beginn der Entwicklung von Magnoliengewächsen liegt gemäß archäologischen Befunden jedoch schon mehr als unvorstellbare hundert Millionen Jahre zurück. Vor der Eiszeit zierten Magnoliengewächse auch mitteleuropäische Wälder.

Bekannt sind sie auch unter dem Namen Tulpenbäume, da ihre prachtvollen Blüten denen der Tulpen ähneln. Magnolien zählen zur Klasse der Bedecktsamer.

Die Blüten machen einen prächtigen Eindruck. Es gibt sie in verschiedenen Farben und Formen. Je nach Sorte kann die Magnolie in Weiß, Rosa, Violett oder Gelb erblühen. Aufgrund ihres edlen und anmutigen Erscheinungsbildes hielt man die Magnolie früher für eine ganz besondere Pflanze, die nicht für Jedermann bestimmt war. Daher dufte sie in China nur in den Gärten des chinesischen Kaisers gepflanzt und von ihm bewundert werden. Für alle anderen Bewohner Chinas war es dagegen verboten, einen Magnolienbaum zu kultivieren. Heute kann jeder Gartenfreund eine Magnolie in seinem Garten anpflanzen, die im Frühjahr für die langersehnte Blütenpracht sorgt. Jedoch bereiten Magnoliensorten, die schon besonders zeitig im Frühjahr blühen, ihren Besitzer auch die Sorge vor Nachtfrösten. Denn obwohl der überwiegende Teil der Magnoliensorten winterhart ist, sind doch die frischen Knospen frostanfällig. Wer dieser Sorge aus dem Weg gehen will, pflanzt besser eine Sorte, die erst ab Mai ihre Blütenpracht zur Schau stellt.

Wuchsart- und Höhe

Magnolien wachsen je nach Art entweder in Form eines Strauches oder eines Baumes. Die Wuchshöhe der Magnolien kann dabei sehr variieren. Die strauchartig wachsenden Zwergmagnolien erreichen im Vergleich zu den Bäumen eine eher geringe Wuchshöhe. Einige von den Magnolienbäumen können nämlich im vollständig ausgewachsenen Zustand eine Wuchshöhe von bis zu 20 Metern erreichen. Die Wuchsart der Bäume ist aufrecht, ausladend und überhängend. Wie hoch die jeweilige Magnolie tatsächlich wächst, hängt stark von den vorherrschenden klimatischen Bedingungen ab. In Regionen mit einem sehr milden Klima wachsen die Magnolienbäume zu einer wesentlich größeren Höhe heran als zu den hierzulande vorherrschenden Bedingungen.

Die Magnolienblüte

Die Blüten erstrahlen bei günstigen Wetterbedingungen für die Dauer von zwei bis drei Wochen. Manche Sorten blühen zu einem späteren Zeitpunkt allerdings ein zweites Mal. Stellt sich allerdings noch einmal eine kalte Wetterperiode mit Frost ein, sind die Magnolienblüten sehr empfindlich und verlieren ihre Schönheit. Auch langandauernde Regenfälle während der Blütezeit zerstören die zarten Blüten der Magnolie.

Die Blüten der Magnoliengewächse sitzen an den Enden der Äste und Triebe. Botanisch gesehen ist sie recht einfach gebaut. Die Bestäubung der Blüten erfolgt durch allerlei verschiedene Insekten wie zum Beispiel Käfer, Schmetterlinge, Bienen und viele mehr. Sie alle werden durch den betörenden Duft der Blüten angelockt.

Früchte der Magnolie

Nachdem ihre prachtvollen Blüten verblüht sind, bildet die Magnolienpflanze ihre Früchte aus. Diese sind nicht zum Verzehr geeignet. Man bezeichnet die Früchte als sogenannte Balgfrüchte. Diese Form der Samenverkapselung bildete sich evolutionsgeschichtlich schon sehr früh heraus und ist die ursprünglichste Fruchtform der Bedecktsamer. Das Erscheinungsbild einer Magnolienfrucht erinnert an einen Kiefernzapfen. Sind die Samen reif, öffnet sich die Frucht. Zum Vorschein kommen an feinen Fäden gehaltene Samenkerne sowie ein rotes Fruchtfleisch.

 

Sorten von Magnolien

Zur Gattung der Magnolien gehören zurzeit ungefähr 230 verschiedene Sorten. Davon sind aber nur etwa 100 Sorten für das hier vorherrschende mitteleuropäische Klima geeignet. Jährlich werden von Züchtern zahlreiche neue Sorten der Magnolie hervorgebracht.

Tulpenmagnolie (Magnolia soulangiana)

Die Tulpenmagnolie (Magnolia soulangiana) ist hierzulande wohl die bekannteste Vertreterin der Magnoliengewächse und gleichzeitig auch eine der ältesten existierenden Magnolienzüchtungen. Gekreuzt wurde diese Art aus der chinesichen Yulang-Magnolie und der Purpur-Magnolie. Mit bis zu fünf Metern Wuchshöhe und ebenso fünf Metern Wuchsbreite ist eine ausgewachsene Tulpenmagnolie ein imposanter Hingucker in Parks und Grünanlagen. Der Großstrauch kann unter optimalen Wachstumsbedingungen sogar eine acht bis zehn Meter breite Kronen entwickeln. Ihre eierförmigen, grünen Blätter werden bis zu 20 Zentimeter lang. Im Winter verliert die Tulpenmagnolie ihr Laub. Bevor im kommenden Jahr die neuen Blätter austreiben, zeigen sich die eindrucksvollen Blüten. Etwa im April schmücken die glockenförmigen Blüten in den Farben Weiß, Rosa und Violett das Magnoliengewächs. 

Sternmagnolie (Magnolia stellata)

Eine weitere sehr dekorative Sorte ist die Sternmagnolie (Magnolia stellata). Diese gedeiht am besten in milderen Gebieten, da sie sehr empfindlich auf Spätfrost reagiert. Ihre Sternförmigen, rein weißen Blüten zeigen sich ab März oder April. Zudem verbreiten die weißen Blüten einen angenehmen Duft. Nach der Blütezeit trägt die Sternmagnolie mattgrünes, sehr kräftiges Laub, welches sie auch während des Sommers zum zierenden Großstrauch in jedem Garten oder öffentlichen Grünanlagen macht.

Magnolie Genie (Magnolia Genie)

Neben den weißen und rosafarbenen Magnolienarten gibt es auch Magnolien, deren Blüten in einem tiefen Violett bis Purpurrot erstrahlen. Ein Beispiel dafür ist die Magnolie Genie (Magnolia Genie). Diese Vertreterin der Magnolien trägt in den Monaten April und Mai tief purpurrote Blüten. Diese Blütenfarbe überdauert die gesamte Blütezeit, welche sehr lang andauert. Außerdem verbreiten auch diese Blüten einen angenehmen Duft. Besonders beliebt ist Magnolia Genie wegen ihrer ausgesprochenen Widerstandsfähigkeit gegen Frost. Auch ein sehr strenger Winter kann dem Ziergehölz nichts anhaben.

Immergrüne Magnolie (Magnolia Grandiflora)

Wer im Winter keine kahlen Äste sehen möchte, der sollte sich für die immergrüne "Magnolia grandiflora" entscheiden. Sie hat sehr große Blätter, die auch im Winter an den Ästen und Zweigen der Magnolie verbleiben. Sie ist daher als Sicht- und Windschutz optimal geeignet.

 

Magnolie pflanzen

Damit sich die Magnolie gut entwickelt und problemlos anwächst, sollte sie im Frühling oder im Herbst gepflanzt werden. Mitte Oktober ist der letzte Zeitpunkt die Magnolie in die Erde zu setzen, da sie vor dem Eintreffen des ersten Frostes anwachsen muss. Denn Frost in der Phase des Anwachsens gefährdet die weitere Wurzelbildung sowie das weitere Wachstum.

Wer einen Magnolienbaum pflanzen möchte, hat die Wahl zwischen dem Kauf einer Pflanze mit Wurzelballen sowie der Containerware. Die Magnolien mit Wurzelballen wurden in einer Baumschule aufgezogen und sind dort im Boden gewachsen. Zum Verkauf wurden sie ausgegraben und verpackt. Diese Pflanzen wachsen beim Umzug aus der Baumschule an ihren neuen Standort in der Regel problemlos an.
Containerpflanzen sind im Gegensatz dazu in einem Pflanztopf herangewachsen. Bei der Pflanzung im Herbst sollten diese mit einem zusätzlichen Winterschutz versehen werden. Dann ist auch bei diesen ein zügiges An- und Weiterwachsen garantiert.  

Zum Pflanzen der Magnolie wird zu Beginn ein etwa 50 – 60 cm tiefes Loch gegraben. Wichtig ist, dass hierbei die zuerst abgetragene oberste Schicht des Bodens separat gelagert werden sollte. Diese Schicht ist besonders humusreich, was bedeutet, dass sie viele Nährstoffe enthält und ein natürlicher und organischer Dünger ist.

Der Durchmesser des Pflanzlochs richtet sich nach der Größe des Wurzelballens bzw. der Breite des Pflanzcontainers. Das ausgehobene Loch sollte etwa den doppelten Durchmesser des Ballens bzw. des Pflanzcontainers haben.
Zu beachten ist, dass der Boden des ausgehobenen Lochs schön aufgelockert werden sollte.  Je nach Größe des Pflanzlochs wird nun ein Gemisch aus Rhododendronerde (auch Moorbeet-Erde genannt) und Humuserde zum Befüllen des Lochs hergestellt. Dazu muss die benötigte Menge Rhododendronerde mit der zu Beginn extra gelagerten Humuserde vermischet werden. Ungefähr ein Drittel der Menge wird in das Pflanzloch gegeben und im Anschluss wird die ausgetopfte Magnolie daraufgesetzt. Wichtig ist, den Stamm der Magnolie nicht tiefer in die Erde einzugraben als er vorher war.

Bei sehr hohen Magnolienpflanzen, die bereits höher als etwa 1,70 Meter gewachsen sind, sollte für besseren Halt ein Stabilisierungspfahl gesetzt werden. Dieser muss vorsichtig schräg durch die Magnolie gesetzt werden, um die Wurzeln nicht zu beschädigen. Außerdem ist darauf zu achten, dass der Pfahl in die Richtung aus der der Wind kommt geneigt ist. Anschließend wird die Pflanze mit Baumbindern oder Kokosstrick an dem Stabilisierungspfahl befestigt. Die Schnur sollte in Form einer Acht um Stamm und Pfahl gebunden werden, um ein Reiben zu vermeiden. So kann auch starker Wind der frisch gepflanzten Magnolie nicht schaden.

Das Pflanzloch wird nun mit dem noch vorhandenen Gemisch aus Rhododendronerde und Humuserde bis oben hin befüllt. Anschließend wird die Erde leicht und sehr vorsichtig angetreten. Die Pflanzfläche wird nun mit einer dicken Schicht Rindenmulch bedeckt. Diese darf ca. 8 cm dick ausfallen.

Für eine optimale Bewässerung kann um den Stamm der Magnolie eine Rinne geformt werden, in die das Gießwasser gegeben werden kann. In der Anwachsphase benötigt die junge Magnolie regelmäßige Bewässerung, damit sie schnell und problemlos anwachsen kann. Das Gießen darf ruhig großzügig ausfallen, damit die gesamte Pflanzgrube gewässert wird. Dabei muss beachtete werden, dass der Gießstrahl nicht die oberen Wurzeln frei gießt, sodass diese nicht mehr mit Erde bedeckt sind. Dies würde der Wurzel schaden.

Die sehr junge Magnolienpflanze zeigt in den ersten Jahren meist noch keine Blüten. Ein wenig Geduld wird jedoch belohnt mit einer einzigartigen Blütenpracht, die sich schon bald jedes Jahr im Frühling zeigt.

Magnolie umpflanzen

Wer eine bereits angewachsene Magnolie umpflanzen möchte, sollte dabei einige wichtige Eigenschaften der Pflanzen beachten, damit sie auch am neuen Standort gesund weiterwachsen kann.

Da es sich um Flachwurzler handelt, muss nicht weit in die Tiefe gegraben werden. Bei einer schon weit entwickelten Pflanze ist es nahezu unmöglich, die weit verzweigten und flach verlaufenden Wurzeln vollständig auszugraben. Ein einfaches Abstechen der Wurzeln würde der Pflanze jedoch nachhaltig schaden, sodass sie erst nach mindestens zwei Jahren wieder ein normales Wachstum zeigen würde. Daher muss das Umpflanzen über einige Zeit geplant und vorbereitet werden. Im Frühjahr werden dazu die Wurzeln der Magnolie im Umkreis von etwa einem halben Meter in der Erde abgestochen. Dazu wird mit dem Spaten in ungefähr 50 Zentimeter Abstand um den Stamm der Pflanzen herum gestochen. An diesen abgestochenen Stellen der Wurzel bilden sich nun neue, junge Wurzeln. Das eigentliche Umpflanzen kann dann im darauffolgenden Frühjahr passieren. Wenn dieser Vorgang beachtet und richtig durchgeführt wird, steht dem Erfolg des Umpflanzens nichts mehr im Weg.
Eine Magnolienpflanze, welche erst seit zwei oder drei Jahren an der entsprechenden Stelle des Gartens wuchs, kann problemlos sofort umgepflanzt werden, da ihre Wurzeln noch nicht so weit verbreitet sind wie die von älteren Pflanzen.

 

Boden und Standort

Der Boden sollte für das optimale Wachstum der Magnolie locker, feucht und gut durchlässig sein. Da die dekorative Pflanze zu den Flachwurzlern zählt, sollte der Bereich um den Baum oder Strauch vorsichtig behandelt werden, um den flachen Wurzeln keinen Schaden zuzufügen.
Um den Boden feucht und kühl zu halten und somit einen geeigneten Schutz der Wurzeln zu erzielen, kann eine Schicht Mulch auf den Boden aufgetragen werden.
Ein natürlicher Schutz des Bodens stellt eine Unterbepflanzung mit anderen Gewächsen dar, die den Boden vor Sonneneinstrahlung schützen und somit feucht und kühl halten. Jedoch ist bei der Magnolie die Verwendung von Mulch eher anzuraten, da die Pflanze sehr viel Wasser benötig. Konkurrenz durch andere Pflanzen, die ebenfalls Wasser aus dem Boden ziehen, mag die Magnolie nicht. Auch Rasen direkt unter der Magnolie sollte vermeiden werden, da dieser unmittelbar über den flach verlaufenden Magnolienwurzeln seine Wurzeln entfalten würde.

Die Magnolien bevorzugen sonnige Standorte. Manche Arten entwickeln sich jedoch auch in  halbschattigen Lagen hervorragend.

Ein paar der Magnolienarten bevorzugen sogar einen Standort im Schatten, um sich optimal zu entwickeln. Daher sollte beim Kauf einer Magnolie immer auf die sortentypischen und individuellen Vorlieben der Pflanze geachtet werden.

Da die Magnoliengewächse Flachwurzler sind, kann es nicht ausgeschlossen werden, dass sich unter Umständen die Bodenbeläge im Umkreis der Magnolie durch ein intensives Wurzelwachstum anheben. Ein optimaler Standort der Pflanze sollte daher in direkter Nähe keine versiegelten Böden, Gehwege oder ähnliches vorweisen, die unter Umständen durch die Wurzeln der Magnolie nach oben gedrückt werden können.

 

Pflege und Verschnitt

Die Magnoliengewächse sind pflegeleichte und recht unkomplizierte Pflanzen.  Auf ein Verschneiden der Magnolie sollte wenn möglich verzichtet werden, wenn das Ziergehölz seine einzigartige Wuchsform sowie die Blütenpracht im Frühjahr beibehalten soll. Da die Blütenknospen für das folgende Jahr bereits im aktuellen Jahr angelegt werden, würden eine Vielzahl von Blüten verloren gehen. Außerdem stört ein Rückschnitt die einzigartige Wuchsform und die Verzweigungen der Äste. Wenn ein Verschnitt also nicht unbedingt notwendig ist, sollte man die Magnolie nicht in ihrem Wachstum einschränken.

Sollte ein Verschnitt dringend notwendig sein, ist es am besten diesen direkt nach der Blüte durchzuführen.

Einige Magnolienarten vertragen auf ihrem Stamm keine intensive Einstrahlung der Wintersonne. Besonders im Spätwinter, wenn die Sonne schon recht warm vom Himmel auf den Stamm der Magnolie scheint, aber die Lufttemperatur noch im frostigen Bereich liegt, kann es zu unschönen Rissen der Rinde kommen. Schutz bietet hier ein Vlies, welches den Stamm im Winter vor Sonneneinstrahlung schützt.

Im ersten Jahr nach dem Einpflanzen benötigt die Magnolie keine zusätzliche Gabe von Dünger. Erst in der Folgezeit freut sie sich beispielsweise über Rhododendron-Dünger. Ein guter Zeitpunkt, um die Magnolie mit Dünger zu versorgen, ist die Zeit direkt nach dem Höhepunkt der Blüte.  Am besten wird ein Langzeitdünger verwendet, der bis zu drei Monate hält. Auch mit eigenem Kompost kann selbstverständlich gedüngt werden. Auf einen Quadratmeter sollte dabei ein Liter des Komposts verteilt werden. Generell darf der Dünger nicht direkt an den Stamm, sondern in den Bereich um die Magnolie herum verteilt werden. Denn dort verzweigen sich die flachen Wurzeln, welche die benötigten Nährstoffe aufnehmen und in die Magnolienpflanze leiten.

 

Vermehrung

Vermehren kann man die Magnolie relativ einfach mit Hilfe verschiedener Verfahren. Zum Beispiel können die Samen des Magnolienstrauchs- oder Baums dazu verwendet werden. Diese sind jedoch Kalt- bzw. Frostkeimer, sodass die zur Keimung keine Wärme, sondern Kälte benötigen. Eine andere Variante der Vermehrung von Magnolien ist die Entnahme von Stecklingen. Diese werden im Frühsommer von der Pflanze entnommen und zur Bewurzelung in einen Blumentopf und anschließend ins Freie gepflanzt. Bei der Auswahl des Stecklings sollte darauf geachtet werden, dass dieser noch grünes Holz besitzt.

 

Überwintern der Magnolie

Im Winter sollte die Magnolie besonders in den ersten Jahren vor Frost geschützt werden. Ältere Pflanzen sind gegen Kälte mit der Zeit unempfindlicher und müssen nicht mehr so intensiv vor Frost geschützt werden wie noch zu Beginn ihres Wachstums. Der Wurzelbereich kann mit einer dicken Schicht Rindenmulch vor der Kälte geschützt werden. Auf diese Schicht kann zusätzlich noch eine Schicht Laub aufgebracht werden. Um das Laub zu befestigen und vor dem Wegwehen zu schützen, wird alles mit Reisig abgedeckt. Sollte es sich um eine besonders junge Pflanze handeln und es zu extrem starken Frost kommen, kann der Stamm zusätzlich mit Vließ eingewickelt und die Krone mit einer Folie oder einem anderen atmungsaktiven Material umwickelt werden.
Wer seine Magnolienpflanze in einen Kübel gepflanzt hat, überwintert diese unter Kalthausbedingungen. An einem frostsicheren und geschützten Platz wird der Kübel bei höchstens zehn Grad Celsius überwintert. Sollte eine solche Möglichkeit nicht vorhanden sein, kann der Kübel auch im Freien überwintern. Er benötigt dann allerdings auch einen entsprechenden Winterschutz.  Als Standort im Winter sollte ein Platz gewählt werden, der windgeschützt und an einer schützenden Mauer oder Hauswand ist. Diese sollte am besten nach Süden gerichtet sein, um die wenigen wärmenden Sonnenstrahlen des Winters aufzufangen. Der Kübel möchte nicht direkt auf dem kalten Boden stehen, sondern erhöht auf einem dicken Holzblock. So ist er besser vor Bodenfrösten geschützt. Um die Wurzeln im Kübel besser vor Kälte zu schützen, wird der Kübel mit einem Vlies oder einer Luftpolsterfolie eingewickelt. Rindenmulch und Reisig bilden zusätzlich den optimalen Schutz der Wurzeln. Im Gartenmarkt erhältliche Jutesäcke werden über die Äste des Ziergehölzes gestülpt. Diese Schutzmaßnahme bewahrt nicht nur die Äste und Zweige der Magnolie vor dem Erfrieren, sondern sieht auch optisch im winterlichen Garten äußerst dekorativ aus.

 

Einsatzmöglichkeiten

Neben der Pflanzung im Garten oder im Park, kann eine Magnolie auch in einen Kübel gepflanzt werden. Hierbei gilt es jedoch einige wichtige Hinweise zu beachten. Zur Pflanzung im Kübel wird eine eher kleinwüchsige Sorte gewählt.
Jedoch besitzt auch eine kleinwüchsige Sorte einen buschigen, breiten Wuchs. Dies bedeutet, dass die Magnolie auch im Kübel einen großen Platzbedarf hat. Somit werden auch an den Kübel besondere Ansprüche gestellt. Zum einen sollte dieser eine ausreichende Größe aufweisen, um dem Wachstum der flachen Wurzeln genügend Platz zu bieten.
Angeraten für die Bepflanzung von Kübeln werden die Sorten Stern-Magnolie und Purpur-Magnolie. Probleme kann die Kübelhaltung der Magnolie jedoch trotzdem mit der Zeit bereiten. Ihre kräftigen Wurzeln verzweigen sich immer stärker, sodass es im Kübel über kurz oder lang doch recht eng wird. Regelmäßiges Umtopfen in einen größeren Topf bleibt also nicht aus. Auch mag es die Magnolie lieber kühl an den Wurzeln. Diese optimalen Bedingungen sind im Kübel nicht immer gegeben. Ebenfalls möchte die Magnolie eine gleichmäßige Feuchtigkeit, jedoch auch keine Staunässe. Der Kübel muss also unbedingt Löcher aufweisen.
Zudem sollte alle zwei Wochen gedüngt werden, um der Pflanze genügend Nährstoffe zur Verfügung zu stellen. Wer sich für die Pflanzung in einen Kübel entscheidet, muss bereit sein, seine Magnolie regelmäßig und gut zu pflegen.

Auch eine blühende Hecke lässt sich mit Hilfe von Magnolien anpflanzen. Dazu sollte eine Sorte der Magnolien gewählt werden, die eine maximale Höhe von ca. 3 Metern erreichen. Diese wachsen strauchartig und bilden nach der Blütezeit eine dichte Hecke mit einem guten Sichtschutz, da sie dann mit dicken, dunkelgrünen Blättern bewachsen ist.

Da die Magnolien den Verschnitt nicht mögen, sollte eine Heckenpflanzung nach Möglichkeit nur dort erfolgen, wo sich die Magnolienhecke frei entfalten kann und nicht regelmäßig verschnitten werden muss. Bei der Anpflanzung als Hecke sollte ein Abstand zwischen den einzelnen Jungpflanzen von ca. 1 Meter eingehalten werden. So hat jede Pflanze genügend Platz, um sich zu entwickeln und es bildet sich eine gut verzweigte, dichte Hecke.

Als Zimmerpflanze eignet sich die Magnolie nicht. Sie wächst zwar einige Zeit bis auf eine bestimmte Größe heran, jedoch stagniert ihr Wachstum ab einem bestimmten Punkt. Auch die Blüte entwickelt sich nicht. Sollten schon Knospen zu sehen sein, blühen diese im Zimmer leider nicht auf, sondern fallen einfach ab.

Damit die Magnolie besonders gut zur Geltung kommt, sollte ihr Standort mit Bedacht gewählt werden. Vor immergrünen Gehölzen erstrahlen die Blüten besonders schön.  

 

Kauf von Magnolien

Magnolien können sowohl im Internet bestellt als auch im gut sortierten Gartenfachmarkt gekauft werden. Beim Kauf im Internet werden die Pflanzen mit günstigem Paketversand direkt nach Hause geliefert. Ein umständlicher Transport der neuen Pflanze für den heimischen Garten ist so nicht notwendig. Die Magnolie erreicht unversehrt ihren zukünftigen Bestimmungsort und kann sofort gepflanzt werden. Des Weiteren hält der online Pflanzenversand eine Vielzahl verschiedener Sorten zur Auswahl bereit.

 

Krankheiten und Schädlinge

Gegen Krankheiten und Schädlinge ist die Magnolie recht widerstandsfähig. Befallen werden können Magnolien von der Blattfleckenkrankheit und Mehltau. Diese Krankheiten lassen sich recht leicht durch eine Optimierung des Standorts oder durch eine Anwendung eines Pflanzenschutzmittels in den Griff kriegen. Schildläuse und Weiße Fliegen können die Magnolie ebenfalls befallen. Auch hier ist mit einem entsprechenden Schädlingsbekämpfungsmittel schnell Abhilfe geschaffen. Gegen Schildläuse können auch deren natürliche Feinde, die Marienkäfer, zum Einsatz kommen. In der Regel ist mit Schädlingen und Krankheiten ist an der Magnolie jedoch eher selten zu rechnen.  

 

Pflegetipps auf einen Blick

Die Magnolie gilt zwar generell als pflegeleichtes Gewächs, aber trotzdem sollten einige schon genannte Besonderheiten des Ziergehölzes beachtet werden, um eine gut wachsende und gesunde Pflanze zu erhalten. Da die flachen Wurzeln der Magnolie dicht unter der Erdoberfläche verlaufen, sollte im Umkreis der Magnolie nur vorsichtig geharkt werden. Auch bei der Unterbepflanzung der Magnolie an die flachen Wurzeln denken. Andere Pflanzen wie Rasen oder verschiedene Blumen stellen eine zu große Konkurrenz für die Magnolie dar. Sie benötigt den feuchten Boden für sich allein. Im Frühling kann die Erde um die Magnolie herum etwas gelockert werden. Dabei kann etwas Humus (zum Beispiel Erde vom Kompost) eingearbeitet werden. Dieser dient der Magnolie als Dünger. Eine weitere Gabe von Dünger benötigt das Magnoliengewächs in diesem Fall nicht. Auch einen Verschnitt der Magnolie sollte wenn möglich verzichtet werden, da ihre Schnittwunden nur schwer wieder heilen. An diesen verletzten Stellen kann es zu unschönen Austrieben kommen. Verwelkte Blüten oder abgestorbene Zweige und Äste können vorsichtig mit einer Gartenschere entfernt werden.
Wenn ein Rückschnitt nicht umgangen werden kann, sollte dieser sparsam im Frühjahr durchgeführt werden, damit sich die Magnolie bis zum Herbst und Winter wieder regenerieren kann. Im Winter sollte die Magnolie besonders in den ersten Jahren vor Frost geschützt werden. Auch Magnolien, die im Kübel gepflanzt und draußen überwintern müssen, benötigen dazu spezielle Schutzmaßnahmen gegen den Frost.

Magnolien kaufen Allgemeines über Magnolien Sorten von Magnolien Tulpenmagnolie (Magnolia soulangiana) Sternmagnolie (Magnolia stellata)... mehr erfahren »
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Allgemeines über Magnolien

Eine der dekorativsten Pflanzen, die im Frühjahr die Grünanlagen in der Stadt oder auch den heimischen Garten zieren, ist die Magnolie (lat. Magnolia). So wie die Rose als Königin der Blumen gilt, gilt die Magnolie als Königin der Gehölze. Botanisch betrachtet handelt es sich bei der Magnolie um einen Strauch, der aufgrund seiner teils beachtlichen Höhe von bis zu 10 Metern auch das Erscheinungsbild eines Baumes haben kann. Ein blühender Magnolienbaum ist nach der kalten Jahreszeit eine echte Augenweide und ein unübersehbares Zeichen des Frühlings. Die zur Familie der Magnoliengewächse zählende Pflanze verdankt ihren Namen dem französischen Botaniker Pierre Magnol (1638 - 1715).  Ihren Ursprung hat die Magnolie in Asien und Nordamerika. Hier ziert sie von Nordamerika über Mittelamerika bis in die Karibik und Ostasien die Gärten und Parkanlagen.

Der Beginn der Entwicklung von Magnoliengewächsen liegt gemäß archäologischen Befunden jedoch schon mehr als unvorstellbare hundert Millionen Jahre zurück. Vor der Eiszeit zierten Magnoliengewächse auch mitteleuropäische Wälder.

Bekannt sind sie auch unter dem Namen Tulpenbäume, da ihre prachtvollen Blüten denen der Tulpen ähneln. Magnolien zählen zur Klasse der Bedecktsamer.

Die Blüten machen einen prächtigen Eindruck. Es gibt sie in verschiedenen Farben und Formen. Je nach Sorte kann die Magnolie in Weiß, Rosa, Violett oder Gelb erblühen. Aufgrund ihres edlen und anmutigen Erscheinungsbildes hielt man die Magnolie früher für eine ganz besondere Pflanze, die nicht für Jedermann bestimmt war. Daher dufte sie in China nur in den Gärten des chinesischen Kaisers gepflanzt und von ihm bewundert werden. Für alle anderen Bewohner Chinas war es dagegen verboten, einen Magnolienbaum zu kultivieren. Heute kann jeder Gartenfreund eine Magnolie in seinem Garten anpflanzen, die im Frühjahr für die langersehnte Blütenpracht sorgt. Jedoch bereiten Magnoliensorten, die schon besonders zeitig im Frühjahr blühen, ihren Besitzer auch die Sorge vor Nachtfrösten. Denn obwohl der überwiegende Teil der Magnoliensorten winterhart ist, sind doch die frischen Knospen frostanfällig. Wer dieser Sorge aus dem Weg gehen will, pflanzt besser eine Sorte, die erst ab Mai ihre Blütenpracht zur Schau stellt.

Wuchsart- und Höhe

Magnolien wachsen je nach Art entweder in Form eines Strauches oder eines Baumes. Die Wuchshöhe der Magnolien kann dabei sehr variieren. Die strauchartig wachsenden Zwergmagnolien erreichen im Vergleich zu den Bäumen eine eher geringe Wuchshöhe. Einige von den Magnolienbäumen können nämlich im vollständig ausgewachsenen Zustand eine Wuchshöhe von bis zu 20 Metern erreichen. Die Wuchsart der Bäume ist aufrecht, ausladend und überhängend. Wie hoch die jeweilige Magnolie tatsächlich wächst, hängt stark von den vorherrschenden klimatischen Bedingungen ab. In Regionen mit einem sehr milden Klima wachsen die Magnolienbäume zu einer wesentlich größeren Höhe heran als zu den hierzulande vorherrschenden Bedingungen.

Die Magnolienblüte

Die Blüten erstrahlen bei günstigen Wetterbedingungen für die Dauer von zwei bis drei Wochen. Manche Sorten blühen zu einem späteren Zeitpunkt allerdings ein zweites Mal. Stellt sich allerdings noch einmal eine kalte Wetterperiode mit Frost ein, sind die Magnolienblüten sehr empfindlich und verlieren ihre Schönheit. Auch langandauernde Regenfälle während der Blütezeit zerstören die zarten Blüten der Magnolie.

Die Blüten der Magnoliengewächse sitzen an den Enden der Äste und Triebe. Botanisch gesehen ist sie recht einfach gebaut. Die Bestäubung der Blüten erfolgt durch allerlei verschiedene Insekten wie zum Beispiel Käfer, Schmetterlinge, Bienen und viele mehr. Sie alle werden durch den betörenden Duft der Blüten angelockt.

Früchte der Magnolie

Nachdem ihre prachtvollen Blüten verblüht sind, bildet die Magnolienpflanze ihre Früchte aus. Diese sind nicht zum Verzehr geeignet. Man bezeichnet die Früchte als sogenannte Balgfrüchte. Diese Form der Samenverkapselung bildete sich evolutionsgeschichtlich schon sehr früh heraus und ist die ursprünglichste Fruchtform der Bedecktsamer. Das Erscheinungsbild einer Magnolienfrucht erinnert an einen Kiefernzapfen. Sind die Samen reif, öffnet sich die Frucht. Zum Vorschein kommen an feinen Fäden gehaltene Samenkerne sowie ein rotes Fruchtfleisch.

 

Sorten von Magnolien

Zur Gattung der Magnolien gehören zurzeit ungefähr 230 verschiedene Sorten. Davon sind aber nur etwa 100 Sorten für das hier vorherrschende mitteleuropäische Klima geeignet. Jährlich werden von Züchtern zahlreiche neue Sorten der Magnolie hervorgebracht.

Tulpenmagnolie (Magnolia soulangiana)

Die Tulpenmagnolie (Magnolia soulangiana) ist hierzulande wohl die bekannteste Vertreterin der Magnoliengewächse und gleichzeitig auch eine der ältesten existierenden Magnolienzüchtungen. Gekreuzt wurde diese Art aus der chinesichen Yulang-Magnolie und der Purpur-Magnolie. Mit bis zu fünf Metern Wuchshöhe und ebenso fünf Metern Wuchsbreite ist eine ausgewachsene Tulpenmagnolie ein imposanter Hingucker in Parks und Grünanlagen. Der Großstrauch kann unter optimalen Wachstumsbedingungen sogar eine acht bis zehn Meter breite Kronen entwickeln. Ihre eierförmigen, grünen Blätter werden bis zu 20 Zentimeter lang. Im Winter verliert die Tulpenmagnolie ihr Laub. Bevor im kommenden Jahr die neuen Blätter austreiben, zeigen sich die eindrucksvollen Blüten. Etwa im April schmücken die glockenförmigen Blüten in den Farben Weiß, Rosa und Violett das Magnoliengewächs. 

Sternmagnolie (Magnolia stellata)

Eine weitere sehr dekorative Sorte ist die Sternmagnolie (Magnolia stellata). Diese gedeiht am besten in milderen Gebieten, da sie sehr empfindlich auf Spätfrost reagiert. Ihre Sternförmigen, rein weißen Blüten zeigen sich ab März oder April. Zudem verbreiten die weißen Blüten einen angenehmen Duft. Nach der Blütezeit trägt die Sternmagnolie mattgrünes, sehr kräftiges Laub, welches sie auch während des Sommers zum zierenden Großstrauch in jedem Garten oder öffentlichen Grünanlagen macht.

Magnolie Genie (Magnolia Genie)

Neben den weißen und rosafarbenen Magnolienarten gibt es auch Magnolien, deren Blüten in einem tiefen Violett bis Purpurrot erstrahlen. Ein Beispiel dafür ist die Magnolie Genie (Magnolia Genie). Diese Vertreterin der Magnolien trägt in den Monaten April und Mai tief purpurrote Blüten. Diese Blütenfarbe überdauert die gesamte Blütezeit, welche sehr lang andauert. Außerdem verbreiten auch diese Blüten einen angenehmen Duft. Besonders beliebt ist Magnolia Genie wegen ihrer ausgesprochenen Widerstandsfähigkeit gegen Frost. Auch ein sehr strenger Winter kann dem Ziergehölz nichts anhaben.

Immergrüne Magnolie (Magnolia Grandiflora)

Wer im Winter keine kahlen Äste sehen möchte, der sollte sich für die immergrüne "Magnolia grandiflora" entscheiden. Sie hat sehr große Blätter, die auch im Winter an den Ästen und Zweigen der Magnolie verbleiben. Sie ist daher als Sicht- und Windschutz optimal geeignet.

 

Magnolie pflanzen

Damit sich die Magnolie gut entwickelt und problemlos anwächst, sollte sie im Frühling oder im Herbst gepflanzt werden. Mitte Oktober ist der letzte Zeitpunkt die Magnolie in die Erde zu setzen, da sie vor dem Eintreffen des ersten Frostes anwachsen muss. Denn Frost in der Phase des Anwachsens gefährdet die weitere Wurzelbildung sowie das weitere Wachstum.

Wer einen Magnolienbaum pflanzen möchte, hat die Wahl zwischen dem Kauf einer Pflanze mit Wurzelballen sowie der Containerware. Die Magnolien mit Wurzelballen wurden in einer Baumschule aufgezogen und sind dort im Boden gewachsen. Zum Verkauf wurden sie ausgegraben und verpackt. Diese Pflanzen wachsen beim Umzug aus der Baumschule an ihren neuen Standort in der Regel problemlos an.
Containerpflanzen sind im Gegensatz dazu in einem Pflanztopf herangewachsen. Bei der Pflanzung im Herbst sollten diese mit einem zusätzlichen Winterschutz versehen werden. Dann ist auch bei diesen ein zügiges An- und Weiterwachsen garantiert.  

Zum Pflanzen der Magnolie wird zu Beginn ein etwa 50 – 60 cm tiefes Loch gegraben. Wichtig ist, dass hierbei die zuerst abgetragene oberste Schicht des Bodens separat gelagert werden sollte. Diese Schicht ist besonders humusreich, was bedeutet, dass sie viele Nährstoffe enthält und ein natürlicher und organischer Dünger ist.

Der Durchmesser des Pflanzlochs richtet sich nach der Größe des Wurzelballens bzw. der Breite des Pflanzcontainers. Das ausgehobene Loch sollte etwa den doppelten Durchmesser des Ballens bzw. des Pflanzcontainers haben.
Zu beachten ist, dass der Boden des ausgehobenen Lochs schön aufgelockert werden sollte.  Je nach Größe des Pflanzlochs wird nun ein Gemisch aus Rhododendronerde (auch Moorbeet-Erde genannt) und Humuserde zum Befüllen des Lochs hergestellt. Dazu muss die benötigte Menge Rhododendronerde mit der zu Beginn extra gelagerten Humuserde vermischet werden. Ungefähr ein Drittel der Menge wird in das Pflanzloch gegeben und im Anschluss wird die ausgetopfte Magnolie daraufgesetzt. Wichtig ist, den Stamm der Magnolie nicht tiefer in die Erde einzugraben als er vorher war.

Bei sehr hohen Magnolienpflanzen, die bereits höher als etwa 1,70 Meter gewachsen sind, sollte für besseren Halt ein Stabilisierungspfahl gesetzt werden. Dieser muss vorsichtig schräg durch die Magnolie gesetzt werden, um die Wurzeln nicht zu beschädigen. Außerdem ist darauf zu achten, dass der Pfahl in die Richtung aus der der Wind kommt geneigt ist. Anschließend wird die Pflanze mit Baumbindern oder Kokosstrick an dem Stabilisierungspfahl befestigt. Die Schnur sollte in Form einer Acht um Stamm und Pfahl gebunden werden, um ein Reiben zu vermeiden. So kann auch starker Wind der frisch gepflanzten Magnolie nicht schaden.

Das Pflanzloch wird nun mit dem noch vorhandenen Gemisch aus Rhododendronerde und Humuserde bis oben hin befüllt. Anschließend wird die Erde leicht und sehr vorsichtig angetreten. Die Pflanzfläche wird nun mit einer dicken Schicht Rindenmulch bedeckt. Diese darf ca. 8 cm dick ausfallen.

Für eine optimale Bewässerung kann um den Stamm der Magnolie eine Rinne geformt werden, in die das Gießwasser gegeben werden kann. In der Anwachsphase benötigt die junge Magnolie regelmäßige Bewässerung, damit sie schnell und problemlos anwachsen kann. Das Gießen darf ruhig großzügig ausfallen, damit die gesamte Pflanzgrube gewässert wird. Dabei muss beachtete werden, dass der Gießstrahl nicht die oberen Wurzeln frei gießt, sodass diese nicht mehr mit Erde bedeckt sind. Dies würde der Wurzel schaden.

Die sehr junge Magnolienpflanze zeigt in den ersten Jahren meist noch keine Blüten. Ein wenig Geduld wird jedoch belohnt mit einer einzigartigen Blütenpracht, die sich schon bald jedes Jahr im Frühling zeigt.

Magnolie umpflanzen

Wer eine bereits angewachsene Magnolie umpflanzen möchte, sollte dabei einige wichtige Eigenschaften der Pflanzen beachten, damit sie auch am neuen Standort gesund weiterwachsen kann.

Da es sich um Flachwurzler handelt, muss nicht weit in die Tiefe gegraben werden. Bei einer schon weit entwickelten Pflanze ist es nahezu unmöglich, die weit verzweigten und flach verlaufenden Wurzeln vollständig auszugraben. Ein einfaches Abstechen der Wurzeln würde der Pflanze jedoch nachhaltig schaden, sodass sie erst nach mindestens zwei Jahren wieder ein normales Wachstum zeigen würde. Daher muss das Umpflanzen über einige Zeit geplant und vorbereitet werden. Im Frühjahr werden dazu die Wurzeln der Magnolie im Umkreis von etwa einem halben Meter in der Erde abgestochen. Dazu wird mit dem Spaten in ungefähr 50 Zentimeter Abstand um den Stamm der Pflanzen herum gestochen. An diesen abgestochenen Stellen der Wurzel bilden sich nun neue, junge Wurzeln. Das eigentliche Umpflanzen kann dann im darauffolgenden Frühjahr passieren. Wenn dieser Vorgang beachtet und richtig durchgeführt wird, steht dem Erfolg des Umpflanzens nichts mehr im Weg.
Eine Magnolienpflanze, welche erst seit zwei oder drei Jahren an der entsprechenden Stelle des Gartens wuchs, kann problemlos sofort umgepflanzt werden, da ihre Wurzeln noch nicht so weit verbreitet sind wie die von älteren Pflanzen.

 

Boden und Standort

Der Boden sollte für das optimale Wachstum der Magnolie locker, feucht und gut durchlässig sein. Da die dekorative Pflanze zu den Flachwurzlern zählt, sollte der Bereich um den Baum oder Strauch vorsichtig behandelt werden, um den flachen Wurzeln keinen Schaden zuzufügen.
Um den Boden feucht und kühl zu halten und somit einen geeigneten Schutz der Wurzeln zu erzielen, kann eine Schicht Mulch auf den Boden aufgetragen werden.
Ein natürlicher Schutz des Bodens stellt eine Unterbepflanzung mit anderen Gewächsen dar, die den Boden vor Sonneneinstrahlung schützen und somit feucht und kühl halten. Jedoch ist bei der Magnolie die Verwendung von Mulch eher anzuraten, da die Pflanze sehr viel Wasser benötig. Konkurrenz durch andere Pflanzen, die ebenfalls Wasser aus dem Boden ziehen, mag die Magnolie nicht. Auch Rasen direkt unter der Magnolie sollte vermeiden werden, da dieser unmittelbar über den flach verlaufenden Magnolienwurzeln seine Wurzeln entfalten würde.

Die Magnolien bevorzugen sonnige Standorte. Manche Arten entwickeln sich jedoch auch in  halbschattigen Lagen hervorragend.

Ein paar der Magnolienarten bevorzugen sogar einen Standort im Schatten, um sich optimal zu entwickeln. Daher sollte beim Kauf einer Magnolie immer auf die sortentypischen und individuellen Vorlieben der Pflanze geachtet werden.

Da die Magnoliengewächse Flachwurzler sind, kann es nicht ausgeschlossen werden, dass sich unter Umständen die Bodenbeläge im Umkreis der Magnolie durch ein intensives Wurzelwachstum anheben. Ein optimaler Standort der Pflanze sollte daher in direkter Nähe keine versiegelten Böden, Gehwege oder ähnliches vorweisen, die unter Umständen durch die Wurzeln der Magnolie nach oben gedrückt werden können.

 

Pflege und Verschnitt

Die Magnoliengewächse sind pflegeleichte und recht unkomplizierte Pflanzen.  Auf ein Verschneiden der Magnolie sollte wenn möglich verzichtet werden, wenn das Ziergehölz seine einzigartige Wuchsform sowie die Blütenpracht im Frühjahr beibehalten soll. Da die Blütenknospen für das folgende Jahr bereits im aktuellen Jahr angelegt werden, würden eine Vielzahl von Blüten verloren gehen. Außerdem stört ein Rückschnitt die einzigartige Wuchsform und die Verzweigungen der Äste. Wenn ein Verschnitt also nicht unbedingt notwendig ist, sollte man die Magnolie nicht in ihrem Wachstum einschränken.

Sollte ein Verschnitt dringend notwendig sein, ist es am besten diesen direkt nach der Blüte durchzuführen.

Einige Magnolienarten vertragen auf ihrem Stamm keine intensive Einstrahlung der Wintersonne. Besonders im Spätwinter, wenn die Sonne schon recht warm vom Himmel auf den Stamm der Magnolie scheint, aber die Lufttemperatur noch im frostigen Bereich liegt, kann es zu unschönen Rissen der Rinde kommen. Schutz bietet hier ein Vlies, welches den Stamm im Winter vor Sonneneinstrahlung schützt.

Im ersten Jahr nach dem Einpflanzen benötigt die Magnolie keine zusätzliche Gabe von Dünger. Erst in der Folgezeit freut sie sich beispielsweise über Rhododendron-Dünger. Ein guter Zeitpunkt, um die Magnolie mit Dünger zu versorgen, ist die Zeit direkt nach dem Höhepunkt der Blüte.  Am besten wird ein Langzeitdünger verwendet, der bis zu drei Monate hält. Auch mit eigenem Kompost kann selbstverständlich gedüngt werden. Auf einen Quadratmeter sollte dabei ein Liter des Komposts verteilt werden. Generell darf der Dünger nicht direkt an den Stamm, sondern in den Bereich um die Magnolie herum verteilt werden. Denn dort verzweigen sich die flachen Wurzeln, welche die benötigten Nährstoffe aufnehmen und in die Magnolienpflanze leiten.

 

Vermehrung

Vermehren kann man die Magnolie relativ einfach mit Hilfe verschiedener Verfahren. Zum Beispiel können die Samen des Magnolienstrauchs- oder Baums dazu verwendet werden. Diese sind jedoch Kalt- bzw. Frostkeimer, sodass die zur Keimung keine Wärme, sondern Kälte benötigen. Eine andere Variante der Vermehrung von Magnolien ist die Entnahme von Stecklingen. Diese werden im Frühsommer von der Pflanze entnommen und zur Bewurzelung in einen Blumentopf und anschließend ins Freie gepflanzt. Bei der Auswahl des Stecklings sollte darauf geachtet werden, dass dieser noch grünes Holz besitzt.

 

Überwintern der Magnolie

Im Winter sollte die Magnolie besonders in den ersten Jahren vor Frost geschützt werden. Ältere Pflanzen sind gegen Kälte mit der Zeit unempfindlicher und müssen nicht mehr so intensiv vor Frost geschützt werden wie noch zu Beginn ihres Wachstums. Der Wurzelbereich kann mit einer dicken Schicht Rindenmulch vor der Kälte geschützt werden. Auf diese Schicht kann zusätzlich noch eine Schicht Laub aufgebracht werden. Um das Laub zu befestigen und vor dem Wegwehen zu schützen, wird alles mit Reisig abgedeckt. Sollte es sich um eine besonders junge Pflanze handeln und es zu extrem starken Frost kommen, kann der Stamm zusätzlich mit Vließ eingewickelt und die Krone mit einer Folie oder einem anderen atmungsaktiven Material umwickelt werden.
Wer seine Magnolienpflanze in einen Kübel gepflanzt hat, überwintert diese unter Kalthausbedingungen. An einem frostsicheren und geschützten Platz wird der Kübel bei höchstens zehn Grad Celsius überwintert. Sollte eine solche Möglichkeit nicht vorhanden sein, kann der Kübel auch im Freien überwintern. Er benötigt dann allerdings auch einen entsprechenden Winterschutz.  Als Standort im Winter sollte ein Platz gewählt werden, der windgeschützt und an einer schützenden Mauer oder Hauswand ist. Diese sollte am besten nach Süden gerichtet sein, um die wenigen wärmenden Sonnenstrahlen des Winters aufzufangen. Der Kübel möchte nicht direkt auf dem kalten Boden stehen, sondern erhöht auf einem dicken Holzblock. So ist er besser vor Bodenfrösten geschützt. Um die Wurzeln im Kübel besser vor Kälte zu schützen, wird der Kübel mit einem Vlies oder einer Luftpolsterfolie eingewickelt. Rindenmulch und Reisig bilden zusätzlich den optimalen Schutz der Wurzeln. Im Gartenmarkt erhältliche Jutesäcke werden über die Äste des Ziergehölzes gestülpt. Diese Schutzmaßnahme bewahrt nicht nur die Äste und Zweige der Magnolie vor dem Erfrieren, sondern sieht auch optisch im winterlichen Garten äußerst dekorativ aus.

 

Einsatzmöglichkeiten

Neben der Pflanzung im Garten oder im Park, kann eine Magnolie auch in einen Kübel gepflanzt werden. Hierbei gilt es jedoch einige wichtige Hinweise zu beachten. Zur Pflanzung im Kübel wird eine eher kleinwüchsige Sorte gewählt.
Jedoch besitzt auch eine kleinwüchsige Sorte einen buschigen, breiten Wuchs. Dies bedeutet, dass die Magnolie auch im Kübel einen großen Platzbedarf hat. Somit werden auch an den Kübel besondere Ansprüche gestellt. Zum einen sollte dieser eine ausreichende Größe aufweisen, um dem Wachstum der flachen Wurzeln genügend Platz zu bieten.
Angeraten für die Bepflanzung von Kübeln werden die Sorten Stern-Magnolie und Purpur-Magnolie. Probleme kann die Kübelhaltung der Magnolie jedoch trotzdem mit der Zeit bereiten. Ihre kräftigen Wurzeln verzweigen sich immer stärker, sodass es im Kübel über kurz oder lang doch recht eng wird. Regelmäßiges Umtopfen in einen größeren Topf bleibt also nicht aus. Auch mag es die Magnolie lieber kühl an den Wurzeln. Diese optimalen Bedingungen sind im Kübel nicht immer gegeben. Ebenfalls möchte die Magnolie eine gleichmäßige Feuchtigkeit, jedoch auch keine Staunässe. Der Kübel muss also unbedingt Löcher aufweisen.
Zudem sollte alle zwei Wochen gedüngt werden, um der Pflanze genügend Nährstoffe zur Verfügung zu stellen. Wer sich für die Pflanzung in einen Kübel entscheidet, muss bereit sein, seine Magnolie regelmäßig und gut zu pflegen.

Auch eine blühende Hecke lässt sich mit Hilfe von Magnolien anpflanzen. Dazu sollte eine Sorte der Magnolien gewählt werden, die eine maximale Höhe von ca. 3 Metern erreichen. Diese wachsen strauchartig und bilden nach der Blütezeit eine dichte Hecke mit einem guten Sichtschutz, da sie dann mit dicken, dunkelgrünen Blättern bewachsen ist.

Da die Magnolien den Verschnitt nicht mögen, sollte eine Heckenpflanzung nach Möglichkeit nur dort erfolgen, wo sich die Magnolienhecke frei entfalten kann und nicht regelmäßig verschnitten werden muss. Bei der Anpflanzung als Hecke sollte ein Abstand zwischen den einzelnen Jungpflanzen von ca. 1 Meter eingehalten werden. So hat jede Pflanze genügend Platz, um sich zu entwickeln und es bildet sich eine gut verzweigte, dichte Hecke.

Als Zimmerpflanze eignet sich die Magnolie nicht. Sie wächst zwar einige Zeit bis auf eine bestimmte Größe heran, jedoch stagniert ihr Wachstum ab einem bestimmten Punkt. Auch die Blüte entwickelt sich nicht. Sollten schon Knospen zu sehen sein, blühen diese im Zimmer leider nicht auf, sondern fallen einfach ab.

Damit die Magnolie besonders gut zur Geltung kommt, sollte ihr Standort mit Bedacht gewählt werden. Vor immergrünen Gehölzen erstrahlen die Blüten besonders schön.  

 

Kauf von Magnolien

Magnolien können sowohl im Internet bestellt als auch im gut sortierten Gartenfachmarkt gekauft werden. Beim Kauf im Internet werden die Pflanzen mit günstigem Paketversand direkt nach Hause geliefert. Ein umständlicher Transport der neuen Pflanze für den heimischen Garten ist so nicht notwendig. Die Magnolie erreicht unversehrt ihren zukünftigen Bestimmungsort und kann sofort gepflanzt werden. Des Weiteren hält der online Pflanzenversand eine Vielzahl verschiedener Sorten zur Auswahl bereit.

 

Krankheiten und Schädlinge

Gegen Krankheiten und Schädlinge ist die Magnolie recht widerstandsfähig. Befallen werden können Magnolien von der Blattfleckenkrankheit und Mehltau. Diese Krankheiten lassen sich recht leicht durch eine Optimierung des Standorts oder durch eine Anwendung eines Pflanzenschutzmittels in den Griff kriegen. Schildläuse und Weiße Fliegen können die Magnolie ebenfalls befallen. Auch hier ist mit einem entsprechenden Schädlingsbekämpfungsmittel schnell Abhilfe geschaffen. Gegen Schildläuse können auch deren natürliche Feinde, die Marienkäfer, zum Einsatz kommen. In der Regel ist mit Schädlingen und Krankheiten ist an der Magnolie jedoch eher selten zu rechnen.  

 

Pflegetipps auf einen Blick

Die Magnolie gilt zwar generell als pflegeleichtes Gewächs, aber trotzdem sollten einige schon genannte Besonderheiten des Ziergehölzes beachtet werden, um eine gut wachsende und gesunde Pflanze zu erhalten. Da die flachen Wurzeln der Magnolie dicht unter der Erdoberfläche verlaufen, sollte im Umkreis der Magnolie nur vorsichtig geharkt werden. Auch bei der Unterbepflanzung der Magnolie an die flachen Wurzeln denken. Andere Pflanzen wie Rasen oder verschiedene Blumen stellen eine zu große Konkurrenz für die Magnolie dar. Sie benötigt den feuchten Boden für sich allein. Im Frühling kann die Erde um die Magnolie herum etwas gelockert werden. Dabei kann etwas Humus (zum Beispiel Erde vom Kompost) eingearbeitet werden. Dieser dient der Magnolie als Dünger. Eine weitere Gabe von Dünger benötigt das Magnoliengewächs in diesem Fall nicht. Auch einen Verschnitt der Magnolie sollte wenn möglich verzichtet werden, da ihre Schnittwunden nur schwer wieder heilen. An diesen verletzten Stellen kann es zu unschönen Austrieben kommen. Verwelkte Blüten oder abgestorbene Zweige und Äste können vorsichtig mit einer Gartenschere entfernt werden.
Wenn ein Rückschnitt nicht umgangen werden kann, sollte dieser sparsam im Frühjahr durchgeführt werden, damit sich die Magnolie bis zum Herbst und Winter wieder regenerieren kann. Im Winter sollte die Magnolie besonders in den ersten Jahren vor Frost geschützt werden. Auch Magnolien, die im Kübel gepflanzt und draußen überwintern müssen, benötigen dazu spezielle Schutzmaßnahmen gegen den Frost.

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